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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29729
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, seid 2002 arbeite ich in einem großen Einzelhandelsunternehmen.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
seid 2002 arbeite ich in einem großen Einzelhandelsunternehmen. Die ersten Jahre habe ich als Abpacker gearbeitet und dementsprechend entlohnt. Seid sieben Jahren arbeite ich als Verkäuferin mit allen dazugehörigen Aufgaben. Bezahlt werde ich immer noch als Hilfskraft. Der Tarifvertrag sagt aus, das die derzeitig ausgeübte Tätigkeit auch entlohnt werden soll.
Das Unternehmen ist Tarif gebunden. Gelernt habe ich Wirtschaftskaufmann in der Nahrungsgüterbranche. Ich sehe den Beruf als gleichwertig. Andere Kollegen bekommen das Gehalt einer Verkäuferin und erledigen die gleichen Aufgaben wie ich. (ca. 200€ Brutto mehr)
Das Unternehmen sträubt sich mehr zu zahlen. Meine Frage: Habe ich einen Anspruch auf höhere Zahlung?
Vielen Dank ***** ***** h. schmidt
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zur abschließenden Bearbeitung Ihrer Anfrage benötige ich noch folgende Informationen: Mit welcher Begründung weigert sich das Unternehmen denn, Sie wie Ihre Kollegen zu entlohnen?

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Da ich Verkäuferin nicht gelernt hab, lehnt man meinen Antrag fadenscheinig ab.

Vielen Dank für Ihre Klarstellung!

Unter den gegebenen Umständen haben Sie einen Rechtsanspruch auf Zahlung der Mehrvergütung, die auch Ihre Kollegen erhalten.

Das ergibt sich zwingend aus dem im Arbeitsrecht herrschenden Grundsatz der Gleichbehandlung der Arbeitnehmer - wird Ihren Kollegen die gleiche Tätigkeit höher vergüter, so hat der AG auch Ihnen diese Vergütung zwingend zu zahlen.

Zudem ergibt sich Ihre Anspruch auf Zahlung der Mehrvergütung aus den tariflichen Bestimmungen, die vorsehen, dass Sie als Arbeitnehmerin für die von Ihnen erbrachte Tätogkeit den entsprechend höheren Lohn beanspruchen können.

Ich rate Ihnen zu folgendem Vorgehen: Wenden Sie sich an den Betriebsrat, und stellen Sie diesem die Situation dar, indem Sie mitteilen, dass Ihnen - anders als Ihren Kollegen - die ausgeübte Tätigkeit nicht entsprechend vergütet wird. Der Betriebsrat wird sodann mit dem AG in Verbindung treten und darauf hinwirken, dass auch Ihnen die höhere Vergütung zu zahlen ist.

Lenkt der AG auch auf Vermittlung des Betriebsrates nicht ein, so müssten Sie sodann Klage zum Arbeitsgericht führen, um Ihren AG gerichtlich verpflichten zu lassen, Ihnen die Mehrvergütung auszuzahlen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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