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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 30943
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Anwältinnen und Anwälte, ich habe mehrere Fragen

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Anwältinnen und Anwälte,

ich habe mehrere Fragen zu meiner Kündigung und bitte sie sie mir vollständig zu beantworten sowie Zusätze ihrerseits zu machen falls ich etwas vergessen habe oder evtl. auch gar nicht wissen kann, was ich zu berücksichtigen/bedenken habe.

Der Wortlaut meiner Kündigung ist folgendermaßen.

hiermit kündige ich das mit ihnen bestehende Arbeitsverhältnis mit Wirkung zum 31.05.2014.
Sollte die vorgenannte Kündigung mit Wirkung zum vorgenannten Ablauf unwirksam sein, kündige ich das Arbeitsverhältnis hilfsweise zum nächst zulässigen Termin.
Ich stelle sie - bei Fortzahlung ihrer Vergütung - bis zum Ende der Kündigungsfrist unter Anrechnung sämtlicher noch bestehender Urlaubsansprüche ( 5 Urlaubstage aus 2014 ) und sämtlicher Überstunden ( 4 Stunden ) mit sofortiger Wirkung frei.
Eventuell noch in ihrem Besitz befindlichen Unterlagen erbitte ich umgehend zurück; über die Zeit der Anstellung erhalten sie ein entsprechendes Arbeitszeugnis.
MFG

Meine Fragen:
Ich bin seit dem 15.04.2014 krank geschrieben. Die Kündigung ist mir am 29.04.2014 zugekommen. Ich arbeitete seit Juli 2012 als Physiotherapeut in dieser Praxis. Meine Chefin hat mir in der Krankheit gekündigt. Darf sie das? Es sind 4 Physiotherapeuten, eine Sekretärin und eine Putzfrau beschäftigt. Ich habe gelesen, dass es sich um ein Kleinunternehmen handelt, wo man ohne Angabe von Gründen kündigen darf, aber auch im Krankheitsfall? Sie sagte, dass es für sie nicht wirtschaftlich ist mich weiter zu beschäftigen. Da meine Erkrankung evtl. längerfristig ist und auch immer wieder auftreten kann. Rücken.
Ich bin jetzt erstmal bis zum 23.05 Au, jedoch befürchte ich, dass es noch länger dauert. Mein Arzt möchte eine ambulante Reha beantragen.
Meine wichtigste Frage ist jetzt in Bezug ob die Kündigung wirksam ist ( wo ich mir nicht sicher bin, weil sie diesen Zusatz "hilfsweise zum nächst zulässigen Termin" benutzt ), wie das zu verstehen ist mit den Urlaubstagen und Überstunden. Sie hat ja geschrieben "Freistellung unter Anrechnung von ". Was heißt das? Wenn ich jetzt nicht AU wäre, könnte sie die Urlaubstage einfach in die Freistellung rechnen? Und da ich sehr wahrscheinlich über den 31.5 (falls die Kündigung so rechtens ist) hinaus AU bin, wie läuft das dann mit den Urlaubstagen? Muss sie sie mir, wie die Überstunden, zusätzlich auszahlen? Oder werden diese Tage in den Juni reingerechnet, so dass ich mich evtl. erst später arbeitslos melden muss, falls ich nicht mehr AU bin? Ich hoffe das war jetzt nicht zu durcheinander. Falls sie Verständnisfragen haben, scheuen sie sich nicht mir eine Nachricht zu schreiben.
Eine Frage hab ich noch und zwar kann mir die Agentur für Arbeit meine Leistungen sperren, wenn ich diese Kündigung annehme oder müsste ich dagegen vorgehen?

Ich danke XXXXX XXXXX im Voraus für ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen
A. Schulze T.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Ihr Arbeitgeber kann Ihnen auch dann kündigen wenn Sie arbeitsunfähig krank sind.

Die Kündigung ist auch trotz dieses Zusatzes "hilfsweise" wirksam. Der Zusatz wurde seitens Ihres Arbeitgebers anscheinend nur gemacht weil er sich hinsichtlich des Kündigungstermines unsicher ist. Dieser Zusatz hat nur klarstellende Funktion weil eine Kündigung mit falscher Angabe zum Ende des Arbeitsverhältnisses umgedeutet wird. Die Hilfsweise Kündigung ist also überflüssig, schadet dem Arbeitgeber auch nicht.

Der Arbeitgeber braucht die Kündigung generell nicht begründen. Bei einem Kleinbetrieb wie in Ihrem Fall ist das Kündigungsschutzgesetz auch nicht anwendbar, weshalb der Arbeitgeber auch keinen Kündigungsgrund beweisen muss.

Was die Freistellung anbelangt, so bedeutet dies nur, dass Sie von Ihrer Arbeitspflicht befreit werden. Wenn Sie krank sind, sind Sie von Ihrer Arbeitspflicht entbunden.

Das bedeutet nur wenn Sie vor dem 31.05. wieder gesund werden kann die Anrechnung des Urlaubs und der Überstunden überhaupt greifen.

Solange Sie krank sind können Urlaub und Überstunden nicht angerechnet werden.

Das führt zwar nicht zu einer Verlängerung des Arbeitsverhältnisses aber dazu, dass Sie Urlaub un Überstunden ausbezahlt bekommen.

Eine Sperre brauchen Sie nicht zu fürchten auch wenn Sie nicht gegen die Kündigung vorgehen.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Sehr geehrter Ratsuchender,

habe ich Ihre Fragen beantwortet?

Wenn ja, dann würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.


Ansonsten fragen Sie gerne nach!



Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ist meine abschließende Frage gar nicht angekommen?

Leider nein!

Vielleicht können Sie die Frage nochmals posten?

Sehr gerne antworte ich Ihnen!
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Schiessl,


 


vielen Dank für die schnelle Antwort.


Um zu wissen, ob ich alles richtig verstanden habe, schreibe ich hier mein Fazit.


 


Die Kündigung ist wirksam, ich muss nicht dagegen vorgehen, um keine Sperre beim AA zu bekommen.


Falls ich über den 31.5 hinaus AU bin, ist mein AG verpflichtet mir die restlichen Urlaubstage und Überstunden auszuzahlen. Falls ich ab dem 24.5 wieder arbeitsfähig wäre, kann der AG den restlichen Urlaub und die Überstunden anrechnen auf die verbleibenen Tage bis zum 31.5..


Wenn ich über den 31.05 hinaus AU bin, melde ich mich sobald ich wieder arbeitsfähig bin einfach beim AA. Falls ich ab dem 24.5 wieder arbeitsfähig bin, gehe ich direkt mit meiner Kündigung zum AA.


Habe ich alles richtig verstanden.


 


Mit freundlichen Grüßen


A. Sch. T.


 

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Ja, bis auf eine Kleinigkeit:

Auch wenn Sie arbeitsunfähig sind sollten Sie sich sofort beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden, da Sie ansonsten eine Sperrfrist riskieren.




Wenn Sie weitere Fragen haben, dann fragen Sie gerne nach (Antworten Sie dem Experten)

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.