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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17505
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Tag, ich habe folgenden Fall. Man hat mir eine betriebliche

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,

ich habe folgenden Fall. Man hat mir eine betriebliche Kündigung am 31.01.2014 zum 31.04.2014 ausgesprochen.
Die Kündigung erfolge ohne vorherige Information des Betriebsrates. Der Betriebsrat hat daraufhin mit der Geschäftsleitung gesprochen
und meine einigte sich auf die Gültigkeit der Kündigung mit einer entsprechenden Abfindung.
Ein paar Tage später, habe ich durch einen Abteilungsleiter innerhalb unserer Firma eine neue Stelle angeboten bekommen. Nach reichlichen
Überlegungen habe ich mich allerdings dazu entschieden, diese nicht anzunehmen und die Firma lieber ganz zu verlassen. Nun hat die Geschäftsleitung
mir einen Strick daraus gedreht. Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit dem Geschäftsführer, welcher mir nun wiederrum die gleiche Stelle angeboten hat.
Aus ihrer Sicht, wollen sie keinen Mitarbeiter eine Abfindung zahlen, wenn noch Stellen in der Firma zu besetzten sind.
Sie haben mir ein Schriftstück vorgelegt in dem Stand, dass Sie die Kündigung zurückziehen und mir offizell diese Stelle in der anderen Abteilung anbieten.
Zudem wurde mit gesagt, das ich dieses informelle Schriftstück direkt unterzeichen müsse, da ich jetzt über den Vorgang informiert wurde. Dies habe ich, vermutlich
fälschlicher Weise, auch unterzeichnet. Es ist allerdings mit keinem Wort vermerkt, das ich der Rücknahme der Kündigung zustimmte.
Morgen soll wieder ein Gespräch stattfinden indem ich den neuen Vertrag unterzeichnen soll.
Darf denn der Arbeitgeber diese Kündigung einfach zurückziehen und was passiert, wenn ich das Stellenangebot nicht annehme? Bin ich dann weiterhin beschäftigt
und es muss eine neue Kündigung ausgesprochen werden? Beim Arbeitsamt habe ich mich sofort arbeitssuchend zum 01.05.2014 gemeldet, besteht nun die Gefahr,
dass ich eine Sperrfrist bekommt, sollte ich zum 01.05.2014 keine Arbeit gefunden haben, wenn ich den nenen Vertrag nicht annehmen?

Ich bin wirklich ziemlich verärgert und verunsichert durch die Vorgehensweise der Firma und weiß nicht was ich nun tun kann.

Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Hilfe

Mit Freundlich Grüßen

David Ohlig

ps. Zu meiner Person, ich bin 26 Jahre halt und seit 2006 (Ausbildung bis 2009) als Fachinformatiker in diesem Unternehmen beschäftigt
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Man kann eine Kündigung nicht zurücknehmen.

Der Arbeitgeber ist an die Kündigung gebunden.

Er kann Sie nur mit Ihrer Zustimmung zurücknehmen.

Weil eine Kündigung dadurch rechtlich wirkt, daß sie dem anderen gegenüber erklärt wird, kann sie nach Zugang beim anderen nicht einseitig "zurückgenommen" werden. Derjenige, der die Kündigung einmal rechtswirksam ausgesprochen hat, kann ihre rechtlichen Wirkungen (Vertragsbeendigung) daher nicht nachträglich durch Rücknahme beseitigen.

Die Rücknahme einer Kündigung ist vielmehr rechtlich als ein Angebot zu werten, das durch die Kündigung beendete Arbeitsverhältnis einvernehmlich fortzusetzen. Dieses Angebot muß der gekündigte Vertragspartner aber (selbstverständlich) nicht annehmen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Das hilf mir schon mal etwas weiter vielen Dank.


Nun habe ich ja ein Schriftstück unterschrieben, in dem Steht "hiermit nehmen wir mit sofortiger Wirkung die Kündigung vom 31.01.2014 zum 30.04.2014 zurück und unterbreiten Ihnen folgendes Stellenangebot"


 


Habe ich damit der Rücknahme der Kündigung bereits zugestimmt?


 


Mir wurde gesagt da dieses Schreiben informell ist und ich es zur Kenntnisnahme unterzeichnen muss.


Sie haben das leider unterschrieben.

Sie müssten das dann anfechten mit der Begründung man habe Sie nach § 123 BGB unter Druck gesetzt.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Okay, vielen Dank.


 


Nehme ich die angebotene nun Stelle nicht annehme, muss der Arbeitgeber dann neue Kündigen?


Wenn Sie diese Vereinbarung anfechten, ist auch diese neue Stelle hinfällig.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Das war mir soweit bewusst, aber was passiert wenn ich es nicht anfechte und dennoch die Stelle ablehne?


Sie sind nicht verpflichtet, diese Stelle anzunehmen.


Daher drohen insoweit auch keine Konsequenzen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Das hilf mir schon mal sehr viel weiter.


Erlauben sie mir noch eine letze Frage:


Muss dann eine neue Kündigung seitens des Arbeitgebers ausgesprochen werden und kann er dann von einer Abfindung absehen?


Wenn man Ihre Unterschrift jetzt gelten lässt, müsste der Arbeitgeber neu kündigen, denn das aktuelle Arbeitsverhältnis besteht ja fort.
raschwerin und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.