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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 29033
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
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ra-huettemann ist jetzt online.

Mein Mann müchte sein bisheriges Arbeitsverhältnis kündigen, da er eine neue Beschäftigung

Diese Antwort wurde bewertet:

Mein Mann müchte sein bisheriges Arbeitsverhältnis kündigen, da er eine neue Beschäftigung hat. Er hat noch Resturlaub aus 2013 und anteilig 2014. Hat er einen Anspruch wenn er am 15.01.2014 kündigt (Arbeitsverhältnisende somit 15.2.2014), dass der AG ihm diesen Urlaub gewären muss? Wie ssieht es mit den Überstunden aus? Darf er die auch nehmen oder muss er sich diese ggfls. auszahlen lassen? Darf er ggfls auch in dieser Urlaubszeit schon bei dem neuen AG anfangen zu arbeiten?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Eine Übertragung des Resturlaubs Ihres Mannes auf das laufende Jahr ist nach § 7 Absatz 3 Bundesurlaubsgesetz möglich, sofern Ihr Mann den Urlaub in 2013 aus dringenden betrieblichen oder in seiner Person liegenden Gründen nicht nehmen konnte. Dieser übertragene Urrlaub ist sodann bis spätestens zum 31.03. des Folgejahres zu nehmen.

Da Ihr Mann am 15.01. kündigen will, kann er auch den Resturlaub aus 2013 noch nehmen.

Ihm steht folglich der Resturlaub aus 2013 und der anteilige Urlaub aus 2014 zu. Sofern keine dringenden betrieblichen Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmerdem Urlaubsgesuch Ihres Mannes entgegenstehen, hat der Arbeitgeber Ihrem Mann den Urlaub auch zu gewähren (§ 7 SAbsatz 1 Bundesurlaubsgesetz).
Üblicherweise erfolgt in solchen Fällen einer Kündigung ohnehin eine Freistellung des Arbeitnehmers durch den Arbeitgeber unter Anrechnung des noch zu gewährenden Urlaubs.

Hinsichtlich der Überstunden gilt: Maßgeblich für den Ausgleich von Überstunden sind die arbeitsvertraglichen oder tarifvertraglichen Vereinbarungen, die hinsichtlich der Überstunden mit dem Arbeitgeber getroffen werden.

Grundsätzlich besteht dabei die Möglichkeit, einen bestimmte Anzahl von Überstunden als mit dem Grundlohn abgegolten zu betrachten.

Für weitere Überstunden hat der AG entweder eine entsprechende Mehrvergütung zu leisten oder Freizeitausgleich zu gewähren.

Die Beantwortung dieser Frage hängt also letztlich von den konkreten Regelungen in dem Arbeitsvertrag Ihres Mannes ab: Ihm steht entweder ein Vergütungsanspruch für die Überstunden zu oder aber ein noch zu gewährender Freizeitausgleich.


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Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
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