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Schiessl Claudia
Schiessl Claudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 18787
Erfahrung:  Fachanwältin für Arbeitsrecht seit 2007, Korrespondenzsprachen deutsch und englisch,Vertretung von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und Betriebsräten, Betriebsratschulungen ,20 Jahre Anwaltserfahrung
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Schiessl Claudia ist jetzt online.

Nach der Geburt meines Sohnes war ich für ein Jahr zu Hause

Diese Antwort wurde bewertet:

Nach der Geburt meines Sohnes war ich für ein Jahr zu Hause und seit August letzten Jahres in Teilelternzeit für 2 Tage in der Woche. Mein ursprünglicher Arbeitsplatz wurde mit einer anderen Arbeitskraft aus dem Betrieb besetzt, so dass dieser Platz nicht zur Verfügung stand. Zunächst wurde durch Umverteilung der Arbeiten versucht, einen Arbeitsplatz für mich zu schaffen, was nicht wirklich gelang. Die Abteilung besteht eigentlich nur aus 2 Leuten, nun waren wir zu Dritt. Nach meinem Urlaub war der Geschäftsführer der Firma entlassen und man gab mir als Auftrag, ausschließlich noch Kaltkundenaquise am Telefon zu machen. Plötzlich wurde ich auch von Kollegen geschnitten und man behauptete, ich hätte vertrauliche Informationen an den früheren Geschäftsführer weitergegeben. Man setzte mich auch mit Aussagen unter Druck, ich wäre meine Vertretung mehrfach heftig angegangen und hätte verschiedene negative Aussagen über ihn gemacht, was alles nicht der Wahrheit entspricht. Dermaßen unter Druck gesetzt und unter Konfrontation, das die Personalleitung nicht wüßte, welchen Arbeitsplatz man mir nun anbieten könne, wurde ich von der Arbeit zunächst freigestellt und bot bei diesem Gespräch an, eventuell zurück in Elternzeit zu gehen. Am Nachmittag desselben Tages zog ich mein Angebot mit der Elternzeit schriftlich (per Email) zurück und bat die Personalleitung, eine andere Lösung zu finden. Man antwortete mir nicht mehr auf diese Email. Ich ging zu einem Anwalt und ließ mich beraten und dann zum Arzt und ließ mich wegen Mobbing krank schreiben. Der Anwalt setzte sich mit der Personalleitung in Verbindung.Diese gab zunächst an, man wolle sich nicht von mir trennen und würde sich bemühen, mir einen passenden Arbeitsplatz zu bieten. Danach passierte zunächst nichts mehr, woraufhin ich meinen Anwalt bat, einen Aufhebungsvertrag mit 5.000 Euro Abfindung anzubieten. Dies tat er erst telefonisch. Die Personalleitung sagte, dies ginge wohl in Ordnung, sie müsse jedoch erst noch die GL befragen. Dann wieder zwei Wochen keine Antwort. Dann wendete ich mich direkt an die Personalleitung per Email und teilte ihr mit, dass ich nun wieder gesund sei und da anscheinend kein Aufhebungsvertrag zustande komme, ich wieder zur Arbeit komme. Nun teilte man mir mit, dass ich vor 6 Wochen als wieder in Elternzeit abgemeldet worden sei. Mein Anwalt teilte der PL mit, dass ich keine Elternzeit beantragt habe und nicht in Elternzeit sei. Nun bietet man mir einen Aufhebungsvertrag mit 2.000 Euro Abfindung an.  Ich bin seit 17 Jahren in dieser Firma beschäftigt. Der Anwalt hat der Gegenseite geantwortet, dass 2.000 zu wenig sind undhat 4.000 angeboten. Er meint, es gibt kein Recht auf Abfindung und ich laufe Gefahr, das man sagt, ich solle wieder kommen um mir dann nur Arbeiten zu geben, die mir nicht gefallen und mich auf diese Weise los zu werden. Es war aber doch nicht rechtens, mich einfach in Elternzeit zu melden, obwohl ich dem nicht zugestimmt habe und krankgeschrieben war. Raten Sie mir zu klagen oder den Aufhebungsvertrag anzunehmen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX arbeitsrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.


Bevor Sie einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, müssen Sie sich zuerst zur Leistungsabteilung der Bundesagentur für Arbeit begeben und sich beraten lassen.

Wenn Sie ohne einen wichtigen Grund den unterschreiben, bekommen Sie eine Sperre von 12 Wochen.

Ein Recht auf Abfindung gibt es nicht, das ist richtig.

Diese handelt man sich aus, je nachdem in welcher Position man ist, wie lästig man dem Arbeitgeber ist, wie dringend einen dieser loswerden will, so hoch wird sie.

Die Regelabfindung ist 1/2 Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr

Da man Sie nicht gegen Ihren Willen in Elternzeit versetzen kann, würde ich Ihnen raten, dagegen vorzugehen.

Wenn Sie klagen, sind Sie in einer ganz anderen Verhandlungsposition und können dann auch eine höhere Abfindung heraushandeln.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen


Bitte fragen Sie gerne nach


wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung

vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo, zunächst vielen dank für ihre Antwort. Beim Arbeitsamt war ich bereits und habe dort auch ein Attest abgegeben, in dem der Arzt mir rät zu kündigen


eigentlich kein Mensch der gerne streitet und die ganze Situationbbelastet mich sehr. Auch der Gedanke XXXXX XXXXX diese Arbeit gehen zu müssen schreckt mich, so dass ich eigentlich dazu tendiere, einfach das Geld zu nehmen und die ganze sache abzuschließen. Mein Mann ist jedoch der Meinung, dass man mich auch mit den 4000 zu billig los wird. Ich war 17 Jahre in dieser Firma und hatte einen Lohn von brutto 2000 Euro. Alle Punkte die man mir vorwirft, sind nicht wahr und ich hatte auch nie eine Abmahnung. Ich glaube nicht, dass man mich noch mal kommen lassen will.


So sind sie auch der Meinung, ich sollte vor Gericht dagegen vorgehen? Mein Anwalt sagt, wenn ich das will, dann wird er weiterhin meine Arbeitskraft anbieten und wenn man diese nicht annimmt, Klage einreichen. Ist das der richtige Weg?

Sehr geehrter Ratsuchender

Ja , so wie es der Anwalt vorschlägt ist es der richtige Weg, so würde ich es auch machen.

Die Abfindung ist unverschämt niedrig, direkt provokant .

Das würde ich mir auch nicht gefallen lassen .







Wenn ich helfen konnte freut mich eine positive Bewertung

Danke
Schiessl Claudia und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Das empfinde ich auch so. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich noch einmal zur Arbeit kommen soll. Man hat mich sogar von der Weihnachtsfeier ausgeschlossen. Vielen Dank für Ihre Antwort und Einschätzung.