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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 30370
Erfahrung:  Erfahrung in der Bearbeitung arbeitsrechtlicher Mandate
42903605
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr, seit 11 Jahren arbeite

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,
seit 11 Jahren arbeite ich in einer Tankstelle in sog. Festanstellung. Ich bin für alles, was die Tankstelle betrifft verantwortlich: z. B. Bestellung, Wareneingang, Lieferscheinbearbeitung etc.. Ich arbeite 7,5 Std tgl. und beziehe Gehalt 1.240 €. Pausen werden mir keine zugestanden. Eine Kollegin, welche diese Arbeit seit 2 Jahren macht, erhält 1.600 €. Ihr wurde gesagt, daß ich davon nichts erfahren darf. Ein Gespräch beim Chef bezgl. einer Gehaltserhöhung (gleicher Lohn für gleiche Arbeit) wurde ziemlich rüde , abgeschmettert, die Tankstelle sei nicht rentabel, würde keinen Gewinn abwerfen. Meine Bemerkung, daß mir Pausen zustehen wurde kommentiert mit der Bemerkung, daß ich wohl fehl am Platze sei.
Ich fühle mich ausgenutzt, hintergangen und mein Vertrauen auch in meine Kollegin ist dahin. Es geht mir richtig schlecht.
Was raten sie mir?
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst zu den Pausen:

Diese darf der Arbeitgeber Ihnen nicht vorenthalten: Es gilt insoweit § 4 ArbeitszeitG, wonach die Arbeit durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen.

Ihnen setht daher bei einer täglichen Arbeitszeit von 7,5 Stunden eine Pause von 30 Minuten täglich zu.

Soweit Ihr AG Ihnen die Arbeitspause vorenthält, begeht er nach § 22 Absatz 1 Nr. 2 ArbeitszeitG eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 15.000 Euro geahndet werden kann:

http://www.gesetze-im-internet.de/arbzg/__22.html

Sie sollten Ihren AG auf diese klare Rechtslage aufmerksam machen und die Gewährung der Ihnen gesetzlich zustehenden Pausen einfordern.

Zu Ihrem Lohnanspruch:

Soweit Ihre Kollegin für die gleiche Arbeit einen deutlichen höheren Lohn erhält Sie, haben Sie gegenüber dem AG auch einen Anspruch auf gleiche Bezahlung der Arbeit. Dieser Anspruch folgt aus dem Gleichbehandlungsgebot, das Ihr AG Ihnen gegenüber zu beachten hat.



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