So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 31817
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit im Zivilrecht
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Arbeitsrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Wiw soll ich mich verhalten, wenn ich eine Abmahnung - zusammengefasst

Beantwortete Frage:

Wiw soll ich mich verhalten, wenn ich eine Abmahnung - zusammengefasst aus 7 Anschuldigungen, die nicht alle bewiesen sind - bekomme, u.z. 7 Monate nach dem letzten "Vorfall" bzw. 6 Monate nach dem Personalgespräch?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Auskunft.
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

Wenn der letzte Vorfall bereits 7 Monate zurückliegt, dann dürfte die Abmahnung bereits verwirkt sein.

Zwar gibt es keine so genannte Regelausschlussfrist, nach deren Ablauf eine Abmahnung nicht mehr ausgesprochen werden kann.

 

Ihr Arbitgeber kann also frei entscheiden, ob und wann er die Abmahnung aussprechen will.

Allerdings unterliegt das Recht zur Abmahnung wie auch jedes andere Rechtsinstitut der Verwirkung.

 

Dieses greift dann, wenn der Abmahnungsberechtigte lange Zeit ohne Reaktion zuwartet (Zeitmoment, z. B. 6 Monate ) und durch sein Verhalten bei Ihnen der Eindruck geweckt wird, es werde nichts mehr unternommen, die Angelegenheit sei erledigt, sodass nach Treu und Glauben unter Berücksichtigung aller Umstände dem Vertragspartner die Änderung seines Verhaltens nicht mehr zuzumuten ist (Umstandsmoment).

 

Wenn also das vorzuwerfende Verhalten vor 7 Monaten erfolgt ist und die letzte Handlung des AG 6 Monate zurückliegt, so ist von einer Verwirkung auszugehem, so dass die Abmahnung rechtswidrig gewesen sein dürfte.

 

Sie hätten also den Arbeitgeber auf Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte verklagen sollen.

 

Durch den Vergleich des RA ist die Klagemöglichkeit grundsätzlich leider nicht mehr gegeben, so dass die Abmahnung erst nach einem Jahr wieder entfernt werden wird.

 

 

 

Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

 

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

RASchiessl und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.