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troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin seit 23 Jahren im Universit tskrankenhaus

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin seit 23 Jahren im Universitätskrankenhaus (zuerst als Sekretärin für den Geschäftsführenden Direktor der Psychiatrischen Klinik) beschäftigt. Nachdem ich in den Jahren 1990-1992 ein Programm für die Abrechnung geschrieben habe (was allerdings später durch ein neues, von einem IT-Mann erstelltes Programm, ersetzt wurde), welches inzwischen von vielen Abteilungen (Ambulanzen der KLinik) genutzt wurde, mit diesem Programm konnten wir alle Fragen der gesamten Klinikleitung über Kosten und Nutzung der Psychiatrie beantworten. Dann gab es einen Wechsel in der Leitung der Klinik und mein Chef wurde als GD abgewählt. Als er in den Ruhestand ging, habe ich mich in eine andere Abteilung versetzen lassen, da die Abteilung in der ich bisher gearbeitet hatte praktisch aufgelöst wurde. Ich habe dann in einer ABteilung mit schwer gestörten schizophrenen Patienten gearbeitet. Dann wurde ich krank, bekam einen Bypass und kann seitdem nicht mehr so gut laufen (pavK). Aus meiner Krankheit (nach ca. 1/2 Jahr) zurückgekehrt, wurde ich versetzt (angeblich um mich zu schonen). Ich sitze jetzt in der Abteilung der kaufmännischen Leitung der Klinik, ohne allerdings zu den Kaufleuten zu gehören. Ich habe hier die Aufgabe einer inzwischen berenteten Kollegen ist dem Case-Management übernommen, ohne zum Case-Management zu gehören. Ales nur, weil man nicht wußte, wohin man mich setzen konnte (in der ersten Zeit mußte ich sogar für 2-3 Monate auf den Hund der Klinikoberschwester, die auch zur Zentrumsleitung gehört) aufpassen.
Inzwischen werde ich jetzt 60 Jahre alt und ein neues Gebäude für die Klinik wurde erbaut, in dem für mich kein Platz vorgesehen ist. Wir ziehen Ende des Monats um, und ich weiß immer noch nicht, wo ich sitzen werde. Ich habe im Verlauf der Jahre mehrere Fortbildungen gemacht und könnte z. B. auch als Aufnahmekraft eingesetzt werden, hierfür wird nämlich jetzt eine Vertretung gesucht. Aber anstatt mich zu fragen, sucht man eine neue Mitarbeiterin. Jetzt wurde ich gefragt, ob ich nicht in Rente gehen möchte. Was ich mir allerdings nicht leisten kann, denn mein Rentenanspruch liegt nur bei ca. 1060 Euro, womit ich auf gar keinen Fall auskommen kann. Es wurde mir in Aussicht gestellt, dass man mir eine Abfindung zahlen könnte, aber diese ist einfach zu niedrig, um damit meinen Verlust bei der Rente (ca. 500Euro pro Monat Unterschied zu dem was ich bekommen würde, wenn ich bis 65J. arbeiten würde).
Inzwischen versucht man, mich rauszumobben. Hinter meinem Rücken wird behauptet, ich sei nicht mehr belastbar usw. Jetzt wurde mir von dem Assistenten der kaufmännischen Leitung gesagt, dass man mich im Augenblick nicht mehr so richtig brauchen kann, aber ja die Möglichkeit besteht mich aufgrund meiner Kenntnisse und Erfahrungen, ja jederzeit in einer anderen Klinik unterbringen könnte.
Ich bin sehr verzweifet und befürchte, das ich aufgrund meiner jetzigen psychischen Verfassung, krankschreiben lassen muss, da ich jetzt wirklich nicht mehr belastbar bin. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Vielleicht können Sie mir einen nützlichen Tipp geben.
Vielen Dank,XXXXX
Sehr geehrter Fragesteller,

aus arbeitsrechtlicher Sicht haben Sie wenig zu befürchten.

Man wird Sie nicht zwingen können, in die Rente zu gehen, wenn Sie dies selbts nicht wollen. Es ist auch in jedem Fall davon abzuraten, selbst eine Eigenkündigung bzw. den Abschluss eines Aufhebungsvertrages ins Auge zu fassen.

Eine arbeitgeberseitige Kündigung dürfte mit vielen Hürden verbunden sein. Der Arbeitgeber hat die Betriebszugehörigkeit zu berücksichtigen und eine Sozialauswahl vorzunehmen.

Ansätze von Mobbing sind erkennbar, um Sie psychisch zu destablisieren. Den Anfängen sollte unbedingt entgegengetreten werden.

Der Arbeitgeber trifft eine sogenannte Fürsorgepflicht und hat alles zu unternehmen, um Mobbing entgegenzuwirken. Sie sollten sich diensbezüglich an die Personalvertretung wenden und um Unterstützung bitten.

Sie haben Anspruch darauf, dass Ihnen ein Ihren Fähigkeiten entsprechender Arbeitsplatz zugewiesen wird.

Im Zweifel sollten Sie einen Fachanwalt für Arbeitsrecht vor Ort hinzuziehen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.
troesemeier und 4 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.