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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 17503
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Abend, ich arbeite seit 20 Jahren im ffentlichen Dienst,

Beantwortete Frage:

Guten Abend, ich arbeite seit 20 Jahren im öffentlichen Dienst, Überstunden werden fast jeden Monat geleistet und nur wenige durch Freizeit gutgeschrieben, so haben wir alle zwichen 40- 130 ÜS, ist das rechtens? Bezahlt werden keine ÜS. Was können wir tun, der Personalrat ändert leider nichts, trotz erhöhten Krankenstandes im Heim!! Für ausreichend Personal würde das Geld fehlen... bzw wäre angeblich genug Personal da!!!, was lt. Pflegeschlüssel aber nicht stimmt, den können wir selber ausrechnen. Es ist einfach zum verzweifeln.
Danke XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 8 Jahren.
Kategorie: Arbeitsrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 8 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Manteltarifvertrag (MTA) Arbeiter

§ 19 Mehrarbeitsstunden und Überstunden
(1) Mehrarbeitsstunden sind die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit geleisteten Arbeitsstunden, die über 38 1/2 Stunden in der Woche hinausgehen. Überschreitungen der 38 1/2 Stunden in der Woche, die infolge eines Jahreszeitenausgleichs oder dadurch eintreten, dass an einzelnen Arbeitstagen dienstplanmäßig nicht gearbeitet wird, gelten nicht als Mehrarbeitsstunden.
(2) Überstunden sind die auf Anordnung geleisteten Arbeitsstunden, die über die im Rahmen der regelmäßigen Arbeitszeit (§ 15 Abs. 1 bis 4 und die entsprechenden Sonderregelungen hierzu) für die Woche dienstplanmäßig bzw. betriebsüblich festgesetzten Arbeitstunden hinausgehen. Überstunden sind auf dringende Fälle zu beschränken und möglichst gleichmäßig auf die Arbeiter zu verteilen.
Soweit ihre Notwendigkeit voraussehbar ist, sind sie spätestens am Vortage anzusagen.
(3) Bei der Überstundenberechnung sind für jeden zurückliegenden Urlaubstag, Krankheitstag, Tag einer Freistellung nach § 15 a sowie für jeden Tag, an dem der Arbeiter ohne Lohnfortzahlung von der Arbeit freigestellt war, die Stunden mitzuzählen, die der Arbeiter ohne diese Ausfallgründe innerhalb der regelmäßigen Arbeitszeit geleistet hätte.
Für jeden zurückliegenden Wochenfeiertag sowie für jeden Tag, an dem der Arbeiter unter Lohnfortzahlung von der Arbeit freigestellt war, sind die Stunden mitzuzählen, für die nach §§ 33, 34 und 35 der Lohn fortzuzahlen ist. Es sind auch die Ausgleichsstunden für die an einem Wochenfeiertag geleistete Arbeit (§ 15 Abs. 6) mitzuzählen.
Vor- oder nachgeleistete Arbeitsstunden bleiben unberücksichtigt.
(4) Überstunden sind grundsätzlich durch entsprechende Arbeitsbefreiung auszugleichen; die Arbeitsbefreiung ist möglichst bis zum Ende des nächsten Kalendermonats, spätestens bis zum Ende des dritten Kalendermonats nach Ableistung der Überstunden zu erteilen. Für die Zeit, in der Überstunden ausgeglichen werden, wird der Monatsregellohn fortgezahlt. Im Übrigen wird für die ausgeglichenen Überstunden für den Lohnzeitraum, in dem die Überstunden geleistet worden sind, lediglich der Zeitzuschlag für Überstunden (§ 27 Abs. 1 Buchst. a) gezahlt. Nicht ausgeglichene Überstunden werden spätestens nach Ablauf der Zeit, in der der Ausgleich zulässig ist, bezahlt. § 31 Abs. 2 Unterabs. 2, 3 und 5 bleibt unberührt.


Es besteht also ein Anspruch auf Vergütung der Überstunden.

Es besteht hier die Möglichkeit, dieses Geld einzuklagen.
raschwerin und 2 weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.