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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo. Ich bin durch Direktionsrecht f r einen Monat von der

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo.
Ich bin durch Direktionsrecht für einen Monat von der Notaufnahme in der ich 17 Jahre arbeite auf eine interne Station versetzt worden. Als Angabe der Gründe wurde mir genannt, dass ich meine jetzige Stationsleitung nicht akzeptiere, dass ich im letzten Jahr nur zur Urlaubsbesprechung gekommen bin und dass ich Fortbildungen nicht besuche.
Ich war selbst Stationsleitung habe aber aus best. Gründen das Amt vor 2 Jahren niedergelegt u.a. weil unsere Klinikleitung incl PDL nicht vertrauenswürdig waren und von dort keinerlei Unterstützung zu erwarten war. ( damals wurde meine damalige Stationsleitung mit ähnlichem Vorgehen des Amtes enthoben; sie hat dann selbst gekündigt) Selbstverständlich fällt es mir äusserst schwer zusehen zu müssen, wie sich unter der jetzigen Führung die Notaufnahme insgesamt, vor allem aber fachlich verschlechtert hat. Personalpolitisch hat man sich keine Mühe gemacht, geeignetes Personal für die Notaufnahme zu finden. Die neuen Mitarbeiter haben wenig Interesse, sind resistent gegen eine ordentliche Einarbeitung und sitzen häufig am PC bei Facebook was durchaus bekannt ist aber bisher von der Klinkleitung nicht geahndet wurde.
Stationsbesprechungen finden monatlich statt, sind keine Pflichtveranstaltung und es gibt ein Protokoll, das man nachlesen kann. Fortbildungen besuche ich sehrwohl, jährlich findet eine große FB statt die Pflicht ist, ich habe gerade den Kurs zum Wundexperten gemacht, ich bilde mich generell täglich weiter weil ich immer frage wenn mir Zusammenhänge nicht klar sind bzw benutze das Internet um offenen Fragen zu beantworten. Dafür gibt es im Haus genügend Leute die das bestätigen können die aber nicht gefragt werden. Fortbildungen im Haus werden selbstverständlich dokumentiert und man bekommt dafür eine schrifliche Bestätigung. Es sind haltlose Anschuldigungen.
Meine Frage:
Müssen mir die Gründe der Versetzung schriftlich mitgeteilt werden? Bisher nur mündlich geschehen.
Am 9.5. findet ein weiteres Gespräch statt wo man mir mitteilen will, welche Anforderungen sie an mich stellen.
Ich möchte das Haus gerne mit einer Abfindung und einem Auflösungsvertrag verlassen, wie stehen sie Chancen?
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Das Direktions- (Weisungsrecht) des Arbeitgebers berechtigt diesen Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher zu bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.

Grundsätzlich ist hiervon auch die Versetzung innerhalb eines Unternehmens erfasst.

Man muss allerdings dabei wie folgt unterscheiden:

Eine arbeitsvertragliche Versetzung liegt vor, wenn dem Arbeitnehmer nicht nur vorübergehend ein geänderter Aufgabenbereich in Bezug auf die Art, den Ort oder den Umfang der Arbeit übertragen wird.

Eine betriebsverfassungsrechtliche Versetzung ist die Zuweisung eines anderen Arbeitsbereichs, die voraussichtlich die Dauer von einem Monat überschreitet, oder mit einer erheblichen Änderung der Umstände verbunden ist, unter denen die Arbeit zu leisten ist - vgl. dazu § 95 Abs. 3 BetrVG. Der Betriebsrat ist dann bei einer Versetzung einzuschalten, wenn eine Versetzung im betriebsverfassungsrechtlichen Sinne vorliegt.

Das ist der Fall, wenn dem Arbeitnehmer ein anderer Arbeitsbereich zugewiesen wird, die Zuweisung die voraussichtliche Dauer von einem Monat überschreitet, oder mit einer erheblichen Änderung der Umstände verbunden ist, unter denen die Arbeit zu leisten ist.

Wenn ein Arbeitnehmer an einen anderen als den im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitsplatz versetzt werden soll, bedarf es grundsätzlich einer Begründung.

 

Dies gilt selbst dann, wenn der Vertrag eine ausdrückliche Versetzungsklausel enthält.

Sie sollten im Ergebnis der dauerhaften Versetzung schriftlich widersprechen, da die widerspruchslose Hinnahme zu einer stillschweigendenden Vertragsänderung führen kann.

Darüber hinaus kann es ratsam den Betriebs-/Personalarat zu involvieren und gegebenenfalls im Hinblick auf die angedachte Auflösung des Arbeitsverhältnisses einen Fachanwalt für Arbeitsrecht beratend hinzuzuziehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Bei Unklarheiten können Sie gern nachfragen


troesemeier und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.