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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Arbeitsrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Hallo ich habe fragen zu meiner Tochter ihrem Arbeitsvertrag.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo ich habe fragen zu meiner Tochter ihrem Arbeitsvertrag. Sie hat letztes Jahr bei uns in der Firma ein 4 wöchiges Praktikum gemacht und wurde daraufhin eingestellt. Es ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag mit einer Probezeit von 12 Monaten. Meine Frage ist, ist das mit der Probezeit rechtens denn ist ist kein schwerer Job wo eine lange Probezeit gerechtfertigt wäre. Sie hat eine gründliche Einarbeitung sowie einen Crashkurs von mir bekommen, so dass sie in kurzer Zeit es sehr schnell gelernt hat. 2. Wie ist das mit der Kündigungsfrist? der Vertrag ist von 16.10.2009 bis wann muss die Kündigung schriftlich bei uns vorliegen? Mündlich wäre es ja keine Kündigung. Wir wissen unterschrieben ist unterschrieben. Es ist für mich wichtig es zu wissen, da unser Chef Lügen erfindet um den Vertag zum Ende zu lösen. denn über ihre Arbeit kann er nichts negatives sagen, darum erfindet er Lügen und zieht da andere mit hinein die nicht wissen was er von sich gibt. Ich kann ihm schon mehreres nachweisen und werde auch ein Gespräch mit ihm suchen. Meine Tochter fühlt sich unter den Kollgen wohl und würde gerne dort bleiben. Leider bin ich im Moment ernsthaft krank und kann nicht viel helfen. Darum ist es auch für mich wichtig zu wissen ob es mit dem Arbeitsvertrag rechtens ist, damit ich ihm im Gespräch vielleicht ein wenig daraufhin weisen kann.

Mit freundlichen Grüßen Kathrin Zimmermann
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Sehr geehrter Fragesteller,

 

der Bantwortung Ihrer Frage stelle ich folgendes voran:

 

Aufgrund berufsrechtlicher Regelungen in Deutschland bin ich gehalten, darauf hinzuweisen, dass eine kostenlose Rechtsberatung nicht erlaubt ist. Sie haben die AGB des Portalbetreibers zur Kenntnis genommen, so dass ich davon ausgehe, dass Sie bereit sind, eine angemesse Vergütung für die untenstehende Beantwortung durch Akzeptieren zu bezahlen. Das vorangestellt möchte ich im weiteren darauf hinweisen, dass es im Rahmen dieses Mediums nur möglich ist, eine mehr oder weniger allgemeingehalte Antwort zu geben, da ich weder Einblick in Unterlagen, noch ein eingehendes Gespräch zur Sachverhaltsaufklärung führen kann. Die untenstehende Antwort dient daher der ersten rechtlichen Orientierung bzw. der Verschaffung eines angemessenen Überblick über die rechtliche Situation und kann und soll keinesfalls die Einholung rechtlichen Rates vor Ort ersetzen.

 

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

 

Die Vereinbarung einer Probezeit von 12 Monaten erscheint unangemessen lang und unüblich.

 

Eine über die Dauer von sechs Monaten hinausgehende Verlängerung der Probezeit ist grundsätzlich bezüglich der Kündigungsfrist unwirksam und hinsichtlich der Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes unerheblich.

 

Im Übrigen konnte ich Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht ganz entnehmen, wer hier nun kündigen will oder gekündigt hat. Ich denke dies ließe sich hier im Rahmen einer Nachfrage klären.

 

Im vorliegenden Fall würde ich vorbehaltlich einer eingehenden Sachverhaltsprüfung davon ausgehen, dass bereits die gesetzliche Kündigungsfrist greift.

 

 

 

 

Ich hoffe, Ihnen im Rahmen dieses Mediums einen angemessenen Überblick über die rechtliche Situation verschafft zu haben.

 

Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren und zu bewerten. Falls Sie eine Nachfrage haben stehe ich sodann gern zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.
Es ist so, dass der Arbeitgeber versuchen wird das Arbeitsverhältnis zu beenden. Die Frage ist mit welcher Frist er das tun muss wenn der Vertrag zum 16.10.2010 auslaufen soll. Ich verstehe nicht ganz Ihre Antwort:

Eine über die Dauer von sechs Monaten hinausgehende Verlängerung der Probezeit ist grundsätzlich bezüglich der Kündigungsfrist unwirksam und hinsichtlich der Anwendbarkeit des Kündigungsschutzgesetzes unerheblich.

Mit freundlichen Grüßen

Est einaml zur Klarstellung:

 

Gemeint ist, dass eine über sechs Monate hinausgehende Verlängerung der Probezeit keine Auswirkungen auf die Kündigungsfrist hat. Es gilt dann die gesetzliche von 4 Wochen zum 15 oder Ende des Monats.

 

Für den Arbeitgeber gilt die gleiche Frist.

 

Sie haben in Ihrer Sachverhaltsschilderung geschrieben, dass ein unbefristeter Vertrag mit 12 Monate Probezeit abgeschlossen worden ist, also kann der Vertrag nur durch Kündigung beendet werden. Ein Auslaufen gibt es nicht.

 

MfG

Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.
Also müsste die Kündigung am 18.9.2010 bei uns schriftlich vorliegen damit diese zum 16.10.2010 greift? Wir nehmen an das der Arbeitgeber mit einer Frist von 2 Wochen rechnet, dann wäre er ja über die Frist von 2 Wochen hinweg oder? und es würde ein normaler Vertag ohen Probezeit sein. Das es kein auslaufen des Vertages gibt das weiß ich da es ja kein befristeter Arbeitsvertrag ist.
Wenn der Arbeitgeber beabsichtigt, dass Arbeitsverhältnis zum 15.10.2010 zu kündigen, so muss die Kündigung spätestens am 17.09.2009 ausgesprochen und zugestellt sein. Bei einer verspäteten Kündigung des Arbeitgebers, weil er von einer kürzeren Kündigungsfrist ausgeht, muss dann eine Feststellungsklage beim Arbeitsgericht geführt werden, so dass die 4 wöchige Kündigungsfrist greift. Diese wäre, wenn Sie, wie Sie vermuten die Kündigung ausgesprochen werden soll, dann zum 31.10.2010 tatsächlich erst wirksam. Und die Probezeit ist dann tatsächlich abgelaufen.
Kunde: hat geantwortet vor 9 Jahren.
Da bin ich direkt schlauer. Also muss es am 17.9. bei uns sein. Na da bin ich ja mal gespannt. Schade das man nicht schon gegen diese 12 Monate Probezeit vorgehen kann, naja wir werden abwarten. Ich sehe gerade, dass Sie aus meiner Heimat Magdeburg kommen. Wir sind 2001 nach Baden Würrtemberg gezogen. Gerne würde ich Ihnen dann im September mal mitteilen wie es ausgegangen ist, wäre das Ok?
Ja ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mich über den Ausgang informieren würden.
Ich würde mich freuen, wenn Sie noch meine Antwort akzeptieren würden, denn erst dadurch wird Ihre Anzahlung verbucht und ich bezahlt.
Ich sende viele Grüße nach Baden-Württemberg, wo ich ab Samstag auch meinen Urlaub verbringen werde.
troesemeier und weitere Experten für Arbeitsrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.