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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 43552
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben

Kundenfrage

Guten Tag,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Die Situation ist folgende, durch mithilfe eines Freundes würde vorgesehen ein Haus zu kaufen. Er hätte es gezahlt und ich wäre wiederum bei ihm ein Mietkäufer. Soweit so gut. Er ist als Zahlender vom Kauf abgesprungen, wodurch die Verkäufer nun nicht an mich verkaufen werden, da ich mir das gar nicht leisten kann. Ich war in der Situation ein Vermittler zwischen den Parteien. Verträge jeglicher Art sind nie verfasst oder unterschrieben worden. Es gibt auch keine Vollmachten oder sonstiges. Die Verkäufer haben selbstständig einen Notar beauftragt, welcher einen Kaufvertragsentwurf verfasst hat. Als ich von der selbständigen notariellen Beauftragung erfuhr, habe ich den zwar nachträglich nicht zugestimmt, es aber auch nicht explizit abgelehnt. Nun habe ich den Verkäufern den Kauf abgesagt, welcher wie gesagt weder notariell beurkundet wurde und auch nicht mit Vorverträgen zur Niederschrift gebracht wurde. Durch den Rücktritt vom Kaufinteresse sind den Verkäufern seit Kommunikation des Kaufinteresses und der Absage daher notarielle Kosten und auch finanzieller Schaden durch die Verzögerung (wegen langwieriger Kommunikation) entstanden, für die sie zwar nicht kein Papier schwarz gemacht haben, aber ich weiß, dass sie höchstwahrscheinlich Schadensersatz fordern werden. Die Frage ist, ist das überhaupt möglich, da schließlich erst mit beidseitiger Beauftragung des Notars und Beurkundung ich/wir in der Pflicht sind und für deren privat finanzielles Risiko, dass durch eine mögliche Absage entsteht ich doch eigentlich gar nicht belangt werden kann?
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich wohne in Bayern
Gepostet: vor 20 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 20 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank ***** ***** Anfrage.

Schadensersatz nach § 280 BGB müssen Sie an die Verkäufer dann zahlen wenn Sie eine Pflichtverletzung begangen haben. Eine solche Pflichtverletzung ist bei den geführten Vertragsverhandlungen der Kauf aus Gründen nicht zustande gekommen ist, die Sie zu vertreten haben. Die fehlende Finanzierbarkeit stammt aus Ihrer Risikosphäre und wäre daher von Ihnen zu vertreten.

Sie müssen daher grundsätzlich den entstandenen Schaden zum Ausgleich bringen. Wenn nun Ihr Freund die Zahlungszusage ohne trifftigen Grund zuückgezogen hat, so haben Sie Ihrerseits gegen Ihren Freund einen Anspruch auf Ausgleich des Schadens den Sie gegenüber den Verkäufern regulieren müssen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

MIt freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Danke für die informative Antwort. Da wie formuliert keine Verträge abgeschlossen wurden und ich den Kaufvertragsentwurf eben nicht beauftragt habe, wäre ich dafür in der Theorie auch nicht zur Verantwortung zu ziehen. Denn von einem Kauf kann man schließlich auch zurücktreten. Liege ichchda richtig?
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Die fehlende Finanzierbarkeit ist der Grund des Rücktritts vom Kauf, da aber schließlich noch keine schriftliche Zusage und kein Kaufvertrag zustande kam, wäre das gegen mich zu verwenden nicht korrekt oder?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 19 Tagen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

leider liegen Sie damit richtig. Auch beim Abbruch von Vertragsverhandlungen haben Sie den sogenannten Vertrauensschaden zu ersetzen, also den Schaden der den Verkäufern dadurch entstanden ist, dass sie auf die Durchführung des Vertrages vertraut haben.

Die fehlende Finanzierbarkeit ist leider gegen Sie zu verwenden.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

MIt freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 19 Tagen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.