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Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 102
Erfahrung:  Expert
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Hallo, seit 03.05.2022 bin ich in zahnärztlicher Behandlung,

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, seit 03.05.2022 bin ich in zahnärztlicher Behandlung, die sich als katastrophal entwickelt hat vom ersten Tag an und die bis heute nicht abgeschlissen ist, in Gegenteil, es kommen immer noch neue Fehler der beiden Zahnärzte hinzu, ein Ende ist noch nicht in Sicht, aber die Rechnung über € 17.168,03 habe ich am 30.12.2022 erhalten plus eine Privatrechnung über € 279,25. Mit der Krankenkasse BKK Linde bin ich in Verbindung, hatte auch schon einen Gutachter beauftragt über die Krankenkasse, der aber durch den Zahnarzt beeinflusst war und mir gleich als erstes sagte: "Sie wissen ja, eine Krähe
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Bayern
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ja, kurzum die KK teilte mir mit, ich wäre 2 Jahre an den Vertrag mit der Zahnarztpraxis gebunden und dürfe auf keinen Fall zu einem anderen Zahnarzt wechseln, weil dies nicht bezahlt wird. Unzählige Korrekturen wurden bereits an Ober- und Unterkiefer gemacht, aber es passt nichts. Ich kann nicht vernünftig essen, an diversen Zähnen wurde mir durch die Behandlung Schaden zugefügt, jetzt zuletzt noch in der Woche vor Weihnachten wurden die Kronen alle festgeklebt, wobei beim Oberkiefer die eine Brücke mit den Brückenpfeiler Nr. 21 und Nr. 24 schräg eingeklebt wurde, zu all den Fehlern, die vorher schon gemacht wurden - Ich habe Schmerzen an mehreren Zähnen, die ich vor der Behandlung nicht hatte -, die Teleskopprothese des Unterkiefers hat von Anfang an nicht gepasst und passt nach vielen Korrekturen auch heute noch nicht. Zudem wurde mir gleich bei der ersten Behandlung, am 03.05.2022, durch den ersten Abruck Schaden am Kiefergelenk, an der Kiefer- Nacken- und Schultermuskulatur zugefügt, nachdem der Abdruck so fest geworden war, dass er nicht mehr runterging. Durch ganz starkes Ziehen am Abdrucklöffel - 2 Stunden lang - wurden mir die Zähne fast mir rausgezogen, bis eine Kollegin dazugerufen wurde, die dem Zahnarzt mitteilte, das müsse er rausschneiden, was er dann erst 10 Minuten später getan hat. Es war eine Katastrophe. Natürlich war diese Sitzuing dann beendet.Ich bin nun in craniosacraler Therapie, in Therapie beim Orthopäden, der mich auch zum Neurologen geschickt hatte wegen Ausschluß einer Trigenimusneuralgie. Aber so ging es weiter über die ganze Behandlungszeit und das nun schon seit über 8 Monaten. Ich möchte nun keine weitere Korrektur in dieser Praxis gemacht haben, ich benötige endlich einen kompetenten Zahnarzt, der diesen Schaden evtl. noch in Ordnung bringen kann. Aber was soll ich tun, wenn mir die KK nicht die Zusage dazu gibt? Muss ich nun die Rechnung schon bezahlen oder kann ich sie zurückgeben, weil die Behandlung noch nicht beendet ist?
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, 

es tut mir leid, was Ihnen passiert ist und ich danke ***** ***** die aufwendige Schilderung Ihres Falles. Tatsächlich kann ich das Verhalten der BKK Linde nicht nachvollziehen. Grundsätzlich haben Sie gem. §76 SGB V den Anspruch auf eine freie Arztwahl. Gem. § 76 Abs. Abs. 3 S. 1 "sollen" die Versicherte den Arzt innerhalb eines Kalendervierteljahres nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes wechseln. Sollten bedeutet nicht, dass Sie nicht dürfen, im Gegenteil.

Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, auf welcher rechtlichen Grundlage Ihre Krankenkasse die Ansicht vertritt, Sie dürften den Arzt nicht wechseln. Dies ist definitiv auch innerhalb einer Behandlung möglich, vor allem, wenn sogar Behandlungsfehler im Raum stehen.

Ich würde Ihnen empfehlen, sich an Ihre Krankenkasse zu wenden, diese soll Ihnen schriftlich darlegen, auf welcher Grundlage ein Arztwechsel ausgeschossen ist. Natürlich hat die Krankenkasse in Ihrem Falle dem Kosten- und Heilsplan des Arztes zugestimmt, aber offenbar gehört Ihre Behandlung zum Leistungsumfang der KK, so dass diese auch verpflichtet wäre einem Kostenplan bei einem anderen Arzt zuzustimmen.

Aber auch ohne die Begründung der Krankenkasse zu kennen, kann ich Ihnen sagen, dass kein Versicherter verpflichtet ist, möglicherweise fehlerhafte Behandlungen über sich ergehen lassen zu müssen.

Ich hoffe, diese Antwort hat schon geholfen. Wir können sonst in dieser Sache auch gerne noch einmal telefonieren. Fragen Sie bitte nach, wenn Sie weitere Fragen haben und bitte bewerten Sie die Antwort, damit dieser Service auch anderen Menschen geboten werden kann, die ein ähnliches schlimmes Schicksal erleiden.

Beste Grüße,

Rechtsanwalt Michaelis

Fachanwalt für Medizinrecht

RA-Michaelis und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 22 Tagen.
Kann ich die bereits erhaltene Rechnung ablehnen?

Bitte geben Sie mir kurz Zeit um die Frage zu beantworten.

Grundsätzlich können Sie natürlich die Zahlung verweigern, mit Verweis auf den Behandlungsverlauf, aber nur, wenn Sie diesbezüglich eine Vereinbarung mit dem Zahnarzt finden können. Ansonsten bleiben Sie zur Zahlung verpflichtet, bis ein Behandlungsfehler festgestellt werden kann.

Bitte beachten Sie, dass ein Arzt nur zu einer Dienstleistung verpflichtet ist. Dies bedeutet, dass er eine dem medizinischen Standard entsprechende Fehlerfreie Leistung zu erbringen hat, die dann auch noch einen Gesundheitsschaden verursacht haben muss. Sie merken schon an der Formulierung, dass eben der Beweis eines Behandlungsfehlers schwer erbracht werden kann, ein langwieriges Verfahren bedeutet und Sie eben so lange zur Zahlung der Kosten bei Ihrem Arzt verpflichtet bleiben.