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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7887
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo, ich habe ein Auto privat verkauft und der Käufer

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe ein Auto privat verkauft und der Käufer behauptet jetzt er hätte 14 Tage Rückgaberecht stimmt das?
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Brandenburg
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Der Käufer des Autos hat den Kaufpreis über 9.000€ seit dem Kaufdatum (24.12.2022) noch nicht gezahlt und möchte jetzt nach 2 Wochen auf sein Widerrufsrecht beharren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Die Rechtsansicht des Käufers ist rechtlich nicht haltbar. Wer einen Vertrag schließt, ist an diesen gebunden (pacta sunt servanda). Er kann den Vertrag nicht einfach rückgängig machen.

Nur bei Fernabsatzverträgen, also Verträgen die ausschließlich über das Internet oder Telefon geschlossen worden sind, kann es ein 14tägiges Widerrufsrecht geben. Aber dieses Recht gibt es nicht bei Privatverkäufern. Nur gewerbliche Verkäufer sind an dieses Widerrufsrecht gebunden.

Sie können also die Zahlung des Kaufpreises verlangen. Notfalls können Sie den Kaufpreis gerichtlich einklagen. Vielleicht genügt es, wenn Sie den Käufer darauf hinweisen, dass Sie ihn auf Zahlung verklagen werden, wenn er nicht freiwillig zahlt.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.
Sehr gerne gehe ich auf etwaige Rückfragen ein. Das ist mir aber erst später möglich. Ich bin gleich offline.

Ansonsten denken Sie bitte daran, über das Bewertungssystem eine positive Bewertung (=Klick auf 3-5 Sterne, ganz oben rechts) zu hinterlassen, um den von Ihnen eingesetzten Betrag für meine Vergütung freizugeben. Weitere Kosten für Sie werden dadurch nicht ausgelöst. Und Sie können selbstverständlich auch nach der Bewertung jederzeit sehr gerne Nachfragen stellen.
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Dankeschön für die schnelle Antwort. Ich schildere einfach nochmal den kompletten Sachverhalt weil ich anfangs leider ein paar Details vergessen Habe zu erwähnen. Also ich habe mein Auto am 24.12.2022 für 9000€ verkauft und dem Käufer auf Wunsch von ihm das Auto auch zu ihm Nachhause gebracht, wir haben uns im Vorfeld darüber geeinigt dass er die Summe per Sofortüberweisung überweist und hatte auch einen vermeintlichen Beleg vorgelegt mit der Aussage das Geld müsste spätestens am 27.12.2022 drauf sein. Das Spielchen mit ‚ja morgen müsste es drauf sein‘ habe ich mir jetzt 2 Wochen mit angeschaut und wollte mein Geld endlich haben. Nun kam gestern ein selbst geschriebenes Schriftstück von ihm in dem steht, dass er den Kaufvertrag nach Paragraph 355 BGB widerrufen möchte. Er sagt jetzt, dass das Auto erhebliche Mängel hat und diese Mängel den Kaufpreis um mehr als 5% senken würden. Diese Mängel habe ich ihm aber alle vorher aufgezählt und sogar im Kaufvertrag vermerkt, zusätzlich habe ich zur eigenen Absicherung noch den Begriff ‚Bastlerfahrzeug‘ mit in den Vertrag geschrieben da man in ein Auto ja leider nicht rein schauen kann ob sich eventuell doch noch mehr Mängel verstecken. Jetzt ist eben die Frage ob er das so begründet durch bekommt oder nicht.
Die andere Sache ist, dass auf dem Kaufvertrag vermerkt ist dass das Auto am 24.12.2022 durch ihn online angemeldet wird, die Abmeldung hat bis heute (15 Tage später) immer noch nicht erfolgt. In der Zwischenzeit ist sogar eine dritte Person mit dem Auto gefahren und wurde stillgelegt ( was natürlich alles noch mit meinen Kennzeichen passiert ist).

Danke ***** ***** Rückmeldung.

Ein Widerrufsrecht gem. § 355 BGB besteht bei einem Privatgeschäft  nicht. Das gilt nur für Fernabsatzverträge und auch nur für solche zwischen Unternehmer und Verbraucher. Sie aber sind beide Verbraucher. Denn es ist ein Privatgeschäft.

Wenn die Sachmängelhaftung vertraglich ausgeschlossen worden ist, haften Sie nicht für Mängel.  Nur für arglistig verschwiegene Mängel hätten Sie zu haften. Aber wenn Sie die Mängel sogar im Kaufvertrag vermerkt haben, kann kein arglistiges Verschweigen gegeben sein.

Vor diesem Hintergrund müssen Sie sich nicht von dem Käufer hinhalten lassen. Der Kaufvertrag ist von ihm einzuhalten. Seine Pflicht aus dem Kaufvertrag besteht in der Zahlung des Kaufpreises. Wenn er ihn nicht zahlt, müssten Sie ihn auf Zahlung verklagen. Nur mit einem Zahlungsurteil können Sie ihn zur Zahlung zwingen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.
Wie kann ich noch helfen, besteht weiterer Klärungsbedarf?

Gerne stehe ich für Rückfragen zur Verfügung.

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Vielen Dank ***** ***** Mühe!
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Die letzte Frage ist einfach nur, ob der Käufer das mit dem Widerruf oder Ähnliches in irgend einer Art durch bekommt und ich mir diesbezüglich Gedanken machen sollte
Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Und ob ich irgendwie dagegen vorgehen kann dass ich keine Strafe wegen der Stilllegung bekomme weil das Auto zu diesem Zeitpunkt Ja nicht mehr in meinem Besitz war

Danke ***** ***** weiteren Nachfragen.

Ich habe Ihnen meine Rechtsansicht bereits ausführlich dargelegt. Es gibt kein Widerrufsrecht bei einem Privatverkauf. Und wenn die Sachmängelhaftung vertraglich ausgeschlossen ist, kann der Käufer keine Mängelbeseitigung verlangen.

Eine Strafe haben Sie nicht zu befürchten.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.