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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7592
Erfahrung:  Rechtsanwalt
36252690
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Guten Tag, Fachassistent(in): Guten Tag. Wie kann ich Ihnen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,
Fachassistent(in): Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?
Fragesteller(in): Am 21.07. habe ich privat bei einer privaten Person einen Wagen via ebay Kleinanzeige gekauft. Übergabe war Mitte September vereinbart. Leider hat sich bei mir das so ergeben, dass ich den Kauf nicht mehr finanziell stemmen kann, somit habe ich am 16.09. den Verkäufer kontaktiert um den KV zu "stornieren". Am 19.09. hat er sich telefonisch gemeldet und dies gegen eine Zahlung von 600€ mündlich akzeptiert(ich sollte lediglich schriftlich ihn das mitteilen) heute hat er sich gemeldet, und verlangt doch die Bezahlung und das ich den Wagen abnehme. Ich kann den Wagen nicht bezahlen, welche Möglichkeiten habe ich? Vielen Dank!
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): NRW
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich habe den Wagen noch nicht gesehen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Grundsätzlich gilt der Kauvertrag. Ihre finanzielle Situation entbindet Sie nicht von Ihren Pflichten aus dem Vertrag, also die Zahlung des Kaufpreises und die Abnahme des Wagens.

Wenn Sie aber vereinbart haben, dass der Verkäufer Sie aus dem Vertrag entlässt gegen Zahlung von 600 EUR, so ist der Verkäufer seinerseits an diese Absprache gebunden. Sie können sich also auf den Standpunkt stellen, dass der Kaufvertrag aufgelöst worden ist und Sie als Gegenleistung 600 EUR zahlen. Vor diesem Hintergrund kann der Verkäufer aus dem Kaufvertrrag keine Ansprüche mehr gegen Sie geltend machen, sondern nur die 600 EUR einfordern.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Das mit dem 600€ haben wir telefonisch besprochen. Ich habe in Juli 1100€ angezahlt. Davon wollte er mir 500€ erstatten und 600€ als eine Art von Entschädigung behalten. Die habe ich aber leider nicht schriftlich. Sondern letzte Nachricht von dem Käufer lautet lediglich: "GUTE NACHRICHT! Ruf mich bitte zurück."

Danke für Ihre Rückmeldung.

Es wäre besser, es schriftlich zu haben. Aber eine mündliche Absprache genügt auch. Mündliche Absprachen sind in einem etwaigen Rechtsstreit nur schwieriger zu beweisen. Heirfür könnten Sie Zeugen als Beweismittel heranziehen, die das Gespräch mitgehört haben. Vielleicht kann hier als Indiz zu Ihren Gunsten seine letzte Nachricht herangezogen werden. Denn er muss erklären können, was das für eine gute Nachricht ist. Und es kann sich nur auf Ihre Absprache beziehen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Ich war in meinem Wagen unterwegs und hatte die Freisprecheinrichtung an. Meine Frau hat es mitgehört, wird sie als Zeugin zugelassen?

Ja. Ihre Frau kann Zeugin sein. Die enge Verbundenheit zu Ihnen mag ihre Glaubwürdigkeit herabsetzen. Aber wenn die Bekundungen Ihrer Frau den Richter in einem etwaigen Rechtsstreit überzeugen, werden Sie obsiegen.

Vielleicht genügt es, wenn Sie den Verkäufer darauf hinweisen, dass Sie die Absprache über die Auflösung des Kaufvertrages beweisen können. Fordern Sie ihn unter Fristsetzung auf, Ihnen die 500 EUR zu erstatten und kündigen Sie ihm an, dass Sie ihn ansonsten auf Zahlung verklagen werden und dass Sie zum Beweis Ihre Frau, die das Gespräch zufällig mitgehört hat, heranziehen werden.