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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 26817
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwaltslehrgang für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwaltslehrgang Bank- und Kapitalmarktrecht, Diplom-Kaufmann (Univ.)
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RADr.Traub ist jetzt online.

Hallo, wir besiten ein EFH in Hinterbebauung. An der Zufahrt

Diese Antwort wurde bewertet:

hallo, wir besiten ein EFH in Hinterbebauung. An der Zufahrt zu unserem Grundstück und den weiteren Grundstücken haben wir 1/4 Miteigentumsanteil. Auf dieser Zufahrt befinden sich 2 Kanalschächte. Nach Starkregen ist unser angrenzende Parkplatz auf unserem Privatgrundstück abgesackt, so dass die Kanäle nun überprüft und ggf. gespült werden soll. Hierbei soll festgestellt werden ob eine Undichtigkeit besteht und hier die Ursache für die Unterspülung unseres Parkplatzes zu finden ist.
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Jetzt stellt sich die Frage: können wir die Kamerafahrt und Spülung direkt beauftragen ohne von den Miteigentümern eine Zusage abzuwarten? Und.......wenn kein Schaden festgestellt wird, sind die Kosten dann trotzdem durch alle Miteigentümer zu teilen? Niedersachsen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): eigentlich nicht. Es geht mehr darum, dass ein Miteigentümer bereits sagt, wenn wir die Überprüfung machen wollen und hinterher kein Schaden erkennbar ist, dann sollen wir die Kosten alleine tragen. Wir sehen es aber so, wenn kein Schaden festgestellt wird, haben wir ja trotzdem für die Gemeinschaft eine Vorsorgeuntersuchung und Spülung der Kanäle gemacht

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld, während ich Ihre Anfrage rechtlich prüfe und Ihnen eine Antwort formuliere.
Dies kann ein paar Minuten dauern.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Wie ich den Sachverhalt verstanden habe, ist der Schaden allein an ihrem Parkplatz und in Ihrem Eigentum eingetreten.

Lediglich das austretende Wasser erfolgte über die Öffnung auf der gemeinschaftlichen Fläche des Grundstückweges.

D. h. wenn nur Ihr Grundstück betroffen ist und dies in ihrem Alleineigentum steht und keine vertraglichen Sonderregelungen getroffen sind, bleibt der Schaden wohl bei Ihnen hängen.

Gegen die Miteigentümer bezüglich des Zufahrtswegs ergeben sich hierüber keine Ansprüche.

Sie müssen daher darauf hoffen, dass die Problematik in der Kanalisation lag und sie somit die Gemeinde als Anspruchsgegner haben.

Ich bedaure keine positivere Einschätzung übermitteln zu können.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
das verstehe ich. Der Schaden auf meinem Grundstück ist natürlich von mir selbst zu tragen. ABER wenn die Ursache eine Undichtigkeit der Kanalschächte/kanalwege der gemeinschaft ist, dann muss natürlich auch die Ursache am Kanal behoben werden. Das wäre doch dann Gemeinschaftssache, oder nicht? Ich muss aber ja erst einmal überprüfen lassen, was die Ursache ist und deswegen sollen die Kanäle (Gemeinschaftseigentum) per Kamera und Spülwagen untersucht werden. Hier stellt sich jetzt die Frage, kann ich die Kosten dieser Überprüfung am Gemeinschaftseigentum auf alle Miteigentümer umlegen? Zu dieser Zufahrt gibt es keine Teilungserklärung oder ähnliches, sondern nur ein Grundbuchauszug mit dem Nachweis der der Miteigentumsanteile. Gesonderte Vereinbarungen wurden nicht getroffen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Die Gemeinde ist hiervon auch ausgenommen da es sich um einen reinen Privatweg handelt

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das ist richtig (und dies klingt in meinen Ausführungen auch an).

Allerdings ist die Gemeinschaft nicht für das Kanalsystem verantwortlich.

Dies ist in der Regel die Gemeinde, da ein Anschlusszwang in Deutschland besteht.

Derjenige, von dem die Schädigung ausgeht und der hierfür vernatwortlich ist, der haftet.

Eigentümer haften in der Regel nicht für die Kanalsysteme, da diese hiermit nichts zu tun haben.

Sollte dies in Ihrem Fall anders sein, haftet die Eigentümergemeinschaft.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
ok, lt. Gemeinde sind die nur für den Übergabepunkt, Hauptstrasse zum Stichweg (Privatweg) zuständig. Aber nicht mehr für die Schächte die weiter oben auf dem Privatweg sind.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

dann kommt es darauf an, wo das Problem liegt/lag (in welchem Verantwortungsbereich).

Dieser hat dann einzustehen.

Beantwortet dies Ihre Fragen?

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
Gut dann verstehe ich das richtig, dass ich die Überprüfung mit Kamera und Spülung starten kann und hinterher mir die Kosten anteilig von der Gemeinschaft erstatten lassen kann? Oder muss ich vorher von jedem eine Zustimmung haben? Für uns besteht Gefahr, wenn der nächste Starkregen kommt, dass der Schaden größer wird. Wir müssen schnell die Ursache finden

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

das können Sie.

Wenn es letztlich aber keine klar zuordenbare Ursache gibt, müssten Sie die Kosten tragen.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
heisst, wenn kein schaden festzustellen ist dann müssen wir die Kosten alleine tragen? Aber von einer Kamerafahrt und Spülung der Leitung profitiert doch auch ohne Schadenfall die Gemeinschaft. Ich kann ja vorher nicht absehen ob es die Ursache ist. Und für die Erhaltung der Kanäle ist diese Spülung und Überprüfung ja nur vom Vorteil (auch für die Gemeinschaft)

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
gerne will ich Ihnen auch noch Ihre Folgefragen beantworten und auf die angedachte Kammerafahrt und Spülung des Kanalschachtes eingehen.
Aufgrund der hiermit verbundenen erweiterten rechtlichen Befassung im Vergleich zur Ausgangsfrage erlaube ich mir, Ihnen über unseren Premium Service ein Zusatzangebot zu unterbreiten.
Sofern Sie dieses annehmen will ich Ihnen Ihre Zusatzfrage gerne zeitnah beantworten.
Entscheiden Sie sich gegen eine Annahme bitte ich freundlichst um Abgabe einer positiven Bewertung für die bereits getätigten Ausführungen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

RADr.Traub und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
können sie mir bitte nochmal den premium service senden
Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
können Sie mir bitte auch die weitere Frage beantworten?

Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),
vielen Dank.

Theoretisch ist es richtig, dass die Miteigentümer auch etwas von der Kamerafahrt und der Spülung haben.

Allerdings bedeutet dies nicht, dass diese sich an den Kosten beteiligen müssen.

Denn wenn ihnen diese Maßnahme "aufgedrängt" wird, ohne Vereinbarung und Absprache, besteht keine Rechtsgrundlage für eine Kostenerstattung.

Ich verweise daher auf meine Ausführungen, dass nur bei einer schuldhaften Verursachen aus dem Bereich des Miteigentums auch eine Schadensersatzpflicht entsteht.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 13 Tagen.
ok vielen dank