So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Kianusch Ayazi.
Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7218
Erfahrung:  Rechtsanwalt
106185746
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Hallo, mein Ehepartner und ich wollen uns trennen, somit

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Ehepartner und ich wollen uns trennen, somit unsere Immobilie verkaufen. Meine Frau will nun den Notar zur Beurkundung beauftragen, den sie auch zur Wahrnehmung ihrer Interessen (Unterhalt etc.) gegen mich beauftragt hat. Kann ich diesen wegen Befangenheit oder möglicher Vorteilnahme zu Gunsten meiner Frau ablehnen und wenn ja auf welcher gesetzlichen Grundlage.
Fachassistent(in): Gibt es gemeinsame Kinder oder Eigentum?
Fragesteller(in): Ein gemeinsames Kind, zwei aus ihrer ersten Ehe und unsere Immobilie ist klar Eigentum.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Frage: Muss ich den Notar, der gleichzeitig Anwalt meiner Frau ist für die Beurkundung des Immobilienverkaufes akzeptieren?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (BLS), LL.B. (UNISA)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Wenn Sie gemeinsame Eigentümer der Immobilie sind (sog. Bruchteilsgemeinschaft gemäß §§ 741 ff. BGB), so kann der Verkauf nur erfolgen, wenn Sie beide damit einverstanden sind. Sie haben keine Rechtspflicht, dem Verkauf zuzustimmen. Denn es gibt keinen Rechtssatz, wonach ein Miteigentümer dazu verpflichtet ist, auf Anforderung des anderen Miteigentümers dem Verkauf zuzustimmen.

Das Gesetz sieht vielmehr in § 749 BGB vor, dass jeder Miteigentümer die Aufhebung der Bruchteilsgemeinschaft jederzeit verlangen kann. Rechtsfolge wäre, dass die Immobilie teilungsversteigert wird. Um eine solche Situation abzuwenden, müssen sich die Miteigentümer auf einen Verkauf im gegenseitigen Einvernehmen einigen. Auf dieser Grundlage können Sie Ihren Ehepartner darauf verweisen, dass Sie nur gewillt sind, am Verkauf mitzuwirken, wenn ein anderer Notar den Kaufvertrag bekundet. Wenn Ihr Ehepartner sich damit nicht einverstanden erklärt, können Sie den Verkauf schlicht verweigern. Hieraus entstehen Ihnen keine Rechtsnachteile.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Auskunft behilflich sein.
Bitte geben Sie eine Bewertung (3-5 Sterne) durch Anklicken der Bewertungssterne ab. Vielen Dank.

Kianusch Ayazi und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.