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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 46037
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo Fachassistent(in): Hallo. Wie kann ich Ihnen helfen?

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo
Fachassistent(in): Hallo. Wie kann ich Ihnen helfen?
Fragesteller(in): ich bin mir nicht sicher ob ich bei Ihnen richtig bin. Ich bin Opfer einer Betrugsmasche geworden.
Fachassistent(in): Haben Sie eine E-Mail, eine Rechnung oder ein anderes Dokument im Zusammenhang mit dem Betrug?
Fragesteller(in): Mahnungen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Stellen Sie den Sachverhalt etwas näher dar. Wer hat Ihnen welche Mahnungen übermittelt?

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Sehr geehrter Herr Hüttemann, vielen Dank für Ihre Antwort. Kann ich den Sachverhalt so ausführlich wie möglich darstellen?

Selbstverständlich!

Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
ich bin auch leider ein Opfer der Betrugsmasche geworden, von der im Artikel https://www.focus.de/finanzen/experten/thomas_hollweck/neue-betrugsmasche-opfer-sollte-pakete-weiterleiten-wenig-spaeter-kam-die-rechnung_id_8289783.html berichtet wurde.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Nun habe ich mehrere Mahnrechnungen von einer gewissen Firma erhalten.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Um die Betrugsmasche zu stoppen, bin ich letzten Samstag, den 11.09.2022 mit allen Unterlagen wie Rechnungsmahnungen, Arbeitsvertrag und WhatsApp-Chatverläufen zur Polizei gegangen und wollte eine Anzeige wegen Betrug erstatten.
Die Polizei hat im System nachgeschaut und meinte, dass bereits eine Anzeige gegen die Firma „BAG Shop“ bei der Polizeiinspektion in Kempten existiere, und dass sie mit meiner Einverständnis meine Unterlagen an die Inspektion in Kempten weiterleiten würden, weil sie das Ermittlungsverfahren leiten.
Aber zu meiner Verwunderung werden sie mich dabei als BESCHULDIGTEN im Verfahren aufnehmen müssen, weil ich auch wenn es unwissentlich war, im Namen der Firma die Pakete weitergeleitet habe und das wäre im Grunde wie Geldwäsche. Trotzdem beruhigte mich die Polizei und sagte, dass ich mir keine Sorgen machen brauche, weil die Staatsanwaltschaft den Sachverhalt genaustens überprüfen wird.
Kunde: hat geantwortet vor 17 Tagen.
Ich habe dennoch große Sorgen. Denn im Grunde war ich ja Opfer der Betrugsmasche und nicht Mittäter.
Wie gehe ich nun vor?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung.

Sie haben vollkommen richtig gehandelt, indem Sie sich den Strafverfolgungsbehörden anvertraut haben.

Die gegen Sie gerichteten zivilrechtlichen Forderungen können Sie ohne weiteres zurückweisen, denn Sie sind unter den gegebenen Umständen selbst Opfer eines Betruges und einer Geldwäsche geworden: Sie selbst haben zu keinem Zeitpunkt entgeltpflichtige Verträge mit den Firmen geschlossen, weshalb solche Vertragsschlüsse auch nicht in Nachweis zu bringen sind.

Für die gegen Sie geltend gemachten Zahlungsforderungen existiert daher überhaupt keine Rechtsgrundlage, weshalb Sie auch unter keinen Umständen Zahlung leisten sollten.

Strafrechtlich haben Sie - wie Ihnen die Polizei bereits richtiger Weise versichert hat - ebenfalls nichts zu befürchten, denn der einzig hier in Betracht kommenden Straftatbestand einer leichtfertigen Geldwäsche gemäß § 261 Absatz 6 StGB ist mangels eines leichtertigen Handlens ersichtlich nicht erfüllt.

Zudem liegen die Voraussetzungen des § 261 Absatz 8 Nr. 1 StGB vor, wonach hier von einer Strafe zwingend abzusehen wäre.

Machen Sie sich daher keine Sorgen!

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Sehr geehrter Herr Hüttemann, ich habe mir eine 2.Meinung wegen dem Fall eingeholt weil ich in großer Sorge bin.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Hier ist die 2. Meinung...
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Zivilrechtlich:Für die Kunden sind Sie der alleinige Ansprechpartner und die werden Sie zivilrechtlich in Anspruch nehmen können, da Sie dort als Empfänger der Ware genannt worden ist.Sie müssen dem sofort entgegentreten und mitteilen, dass Sie nicht Vertragspartner geworden sind, Sie selbst offenbar Opfer einer solchen „Masche“ geworden sind und Sie auch schon Strafanzeige bei der Polizei gestellt haben. Sollten die Gläubiger die Tagebuchnummer haben wollen, sollten Sie ihnen diese dann (aber erst auf deren Aufforderung) auch mitteilen.Weisen Sie die Forderungen damit aber zunächst unbedingt zurück.Strafrechtlich:Aber strafrechtlich ist es leider nicht ausgeschlossen, dass gegen Sie (!) ein Strafverfahren wegen Betruges (wegen Nichtzahlung der Waren) nach § 263 StGB und auch ein Verfahren wegen Geldwäsche nach § 261 StGB eingeleitet wird.Letzteres kommt immer in Betracht, wenn man „leichtfertig“ dabei geholfen hat, was eben im Falle eines „Paketagenten“ von der Staatsanwaltschaft sehr häufig angenommen wird. Positiv ist aber, dass Sie nun selbst zur Polizei gegangen sind, sodass man vielleicht das „leichtfertig“ damit entkräften kann.Insoweit werden Sie sich auch gegenüber den strafrechtlichen Vorwürfen verteidigen müssen.
Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Können Sie mich hierzu beraten bitte wie ich vorgehen bzw. mich verhalten sollte? Ich habe bereits die Forderungen widersprochen. Vielen Dank

Die zivilrechtliche Einschätzung entspricht meinen Ausführungen.

Strafrechtlich haben Sie nichts zu befürchten, da Ihnen eine Leichtfertigkeit nicht zur Last fällt.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank ***** ***** zivilrechtlich habe ich mit dem Widerspruch alles getan was getan werden müsste. Wie sollte ich verfahren wenn die Paysolution GmbH die Mahnungen trotzdem an ein Inkassobüro weitergibt? Ich möchte die negativen Auswirkungen wie Schufaeintrag etc. vermeiden.

Sie haben mit Ihrem Widerspruch alles rechtlich Erforderliche veranlasst. Ein Schufa-Eintrag ist sodann nicht möglich.

Kunde: hat geantwortet vor 12 Tagen.
Vielen Dank ***** ***** ein schönes Wochenende.