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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 7592
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Muss ich als Angestellter einer Leiharbeitsfirma einen Job

Diese Antwort wurde bewertet:

Muss ich als Angestellter einer Leiharbeitsfirma einen Job annehmen der mit 12 Euro in der Stunde vergütet wird wenn ich Facharbeiter bin, und meine Qualifikation als Facharbeiter vorhanden ist. In meinem letzten Einsatz war ich als Facharbeiter verliehen
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Bayern
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): In meinem Arbeitsvertrag von 2016 bin ich nur als Helfer angestellt

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Die Möglichkeiten für den Leiharbeitgeber, Sie einzusetzen, ergeben sich aus dem Leiharbeitsvertrag. Wenn sich dort aus der Aufgabenbeschreibung ergäbe, dass Sie nur als Facharbeiter zu einem bestimmten Lohn eingesetzt werden dürfen, wäre es vertragswidrig, Sie nur zu einem Mindestlohn zu verleihen. Sie aber schreiben, dass der Vertrag Sie als Helfer ausweist. Dann dürfen Sie auch nur als Helfer eingesetzt werden. Daran ändert leider auch nichts, dass Sie zwischenzeitlich als Facharbeiter eingesetzt worden sind.

Wenn Sie an dieser Siutation etwas ändern wollen, müssten Sie mit dem Leiharbeitgeber über andere Vertragskonditionen verhandeln und wenn das nicht fruchtet, haben Sie die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen und sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Ihr derzeitiger Arbeitgeber sollte auch bereit dazu sein, mit Ihnen über bessere Vertragsbedingungen zu sprechen. Ihre Chancen auf eine andere, besser entlohnte Arbeitsstelle sind gut. Facharbeiter sind gesucht. Das weiß auch Ihr derzeitiger Arbeitgeber.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Wenn ich diese Stelle nicht annehmen werde, will meine Firma das ich etwas unterschreibe und sie mich dann kündigen

Es wäre eine Pflichtverletzung Ihres Arbeitsvertrages, wenn Sie die Arbeit nicht annehmen. Und das rechtfertigte eine Kündigung. Sie müssen der Firma aber nichts unterschreiben. Dazu sind Sie nicht verpflichtet.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Was bedeutet das dann für mich bezüglich Arbeitslosengeld
Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Sie würden unentlohnt frei stellen bis zum Kündigungsdatum

Es droht leider eine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld. Denn es wäre eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit, wenn Sie aufgrund Arbeitsverweigerung gekündigt würden. Es wäre also ratsam, dass Sie gleich einen neuen Arbeitgeber finden, falls Sie gekündigt werden.

Diese Schreben sollten Sie nicht unterschreiben. Es ist nur nachteilig für Sie.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Wenn ich nichts unterschreibe was passiert dann
Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Auf was müsste ich mich einigen, damit ich nicht gesperrt werde

Es besteht die Gefahr, dass Sie außerordenlich fristlos gekündigt werden. Allerdings macht eine fristgerechte Kündigung keinen Sinn, wenn Sie nicht entlohnt werden.

Eine Sperre würde es nicht geben, wenn die Firma Sie ordenlichen kündigen darf. Hierzu müsste die Firma sowieso einige Arbeitnehmer kündigen wollen, z.B. weil betriebsbedingte Gründe es rechtfertigen. Und die Firma müsste ein Sozialauswahl treffen. Aber das scheint mir hier nicht der Fall zu sein.

Kunde: hat geantwortet vor 23 Tagen.
Wenn ich jetzt aber eine fristgerechte Kündigung ohne Bezahlung unterschreibe, werde ich dann gesperrt

Es würde sich zwar in Ihrer Vita besser machen, wenn Sie ordentlich gekündigt würden. Aber die Gefahr einer Sperre bleibt leider bestehen.

Denn von Ihnen wird seitens des Arbeitsamtes erwartet, dass Sie sich gegen eine Kündigung mit einer Kündigungsschutzklage wehren. Und wenn Sie das nicht machen, wird es als selbsvschuldeter Arbeitsplatzverlust gewertet.

Ein Leiharbeitnehmer wird rechtlich behandelt wie jeder andere Arbeitnehmer. Und ich hatte Ihnen bereits dargelegt, dass eine ordenliche Kündigung nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig ist. Sie könnten also mit der Kündigungsschutzklage gegen die Kündigung dagegen vorgehen. Das verlangt das Arbeitsamt von Ihnen zu tun.

Vielleicht hat Ihr derzeitiger Arbeitnehmer noch eine Idee, wie die Sperre vermieden werden kann bei einer Kündigung. Ich halte es wie dargelegt für schwierig unter diesen Umständen.

Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.