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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24763
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwaltslehrgang für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwaltslehrgang Bank- und Kapitalmarktrecht, Diplom-Kaufmann (Univ.)
88853042
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RADr.Traub ist jetzt online.

Kündigung Eigenbedarf Fachassistent(in): In welchem

Kundenfrage

Kündigung Eigenbedarf
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): NRW
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Wir haben neulich die Kündigung auf Eigenbedarf bekommen. Da wir erst zwei Jahre in der Wohnung wohnen, ist die Frist von 3 Monaten korrekt.
Die Wohnung (EG) wurde gekündigt, weil unsere Nachbarin auf gleicher Ebene zum 31.08.2022 gekündigt hat und nun unserem Vermieter die Idee gekommen ist, unsere und die Wohnung von unserer Nachbarin zusammenzulegen für seinen Sohn plus Frau plus Kind.
Begründung, die Wohnung vom Sohn beträgt "nur" 100qm und auf Dauer wäre diese zu klein.
Würden sie die beiden Wohnungen zusammenlegen, wären es ca. 120qm, also nur 20qm mehr.
Die Nähe zu den Eltern wäre auch von Vorteil (Altersvorsorge, unsere Vermieter wohnen zwei Häuser weiter).
Und Nachwuchs ist in Planung beim Sohn.Zu uns: Wir haben eine 65qm große Wohnung mit Terrasse und kleinem Garten. Da wir davon ausgegangen sind, dass wir dort längerfristig wohnen können, haben wir vor 1,5 Jahren dort eine EBK für knapp 6000€ einbauen lassen. Ausserdem haben wir neues Laminat verlegt und viele Kosten in die Renovierung gesteckt. Auch für den Garten sind mittlerweile gut ausgestattet. Eine vergleichbare Wohnung mit Garten zu finden, ist in 3 Monaten unmöglich, zudem die Nebenkosten gewaltig explodieren.
Wir haben uns mit einigen Freunden unterhalten und jeder sagt uns, wir sollen zum RA für Mietrecht gehen und nicht kampflos aufgeben. Ein guter Freund hat selber viele Immobilien und sagte uns sogar, dass wir gute Chancen hätten, da ja keine Notwendigkeit bestehe. Die Wohnung von der Nachbarin würde ja geräumt werden, somit wäre Wohnraum vorhanden. Da könne man erstmal einziehen und müsste warten, bis wir ausziehen.
Gepostet: vor 8 Tagen.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RADr.Traub hat geantwortet vor 8 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld, während ich Ihre Anfrage rechtlich prüfe und Ihnen eine Antwort formuliere.
Dies kann ein paar Minuten dauern.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Experte:  RADr.Traub hat geantwortet vor 8 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Ich bedaure mitteilen zu müssen, dass eine beschriebene Eigenbedarfskündigung unter den genannten Umständen möglich und zulässig ist.

Auch die Begründung mit dem zusammenlegen der Wohnungen ist für einen Eigentümer legitim und möglich. Er muss dies dann aber auch so wie beschrieben für den Eigenbedarf umsetzen. Ansonsten bestehen bei Ihnen Schadensersatzansprüche und ein Anspruch auf Wiedereinzug.

Die Möglichkeit der Eigenbedarfskündigung ergibt sich aus § 573 BGB.

Die Frist für eine Eigenbedarfskündigung richtet sich nach § 573c BGB. Die Frist beläuft sich auf drei Monate. Ab fünf Monate im Mietverhältnis verlängert sich diese Frist um weitere drei Monate.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Möglich und zulässig ist für mich nicht ausreichend. Also würde sich der Gang zu einem Anwalt der auf Mietrecht spezialisiert ist, lohnen?! Hätte unsere Nachbarin nicht gekündigt, wären wir auch nicht auf Eigenbedarf gekündigt worden. Wenn wir Widerspruch einlegen, würde sich die ganze Geschichte über den 31.08.2022 hinausziehen. Welche Möglichkeiten haben wir?
Experte:  RADr.Traub hat geantwortet vor 8 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
ich erachte hier ein Vorgehen für schwierig.

Gleichwohl können und sollten Sie dies tun.

Es kommt in der Tat darauf an, ob die Zusammenlegung der Wohnungen „angemessen“ ist.

Allerdings geht die Rechtsprechung beim Eigenbedarf von einem weitreichenden Recht des Eigentümers aus. Grund ist der, dass das Eigentum verfassungsrechtlich nach Art. 14 Grundgesetz garantiert ist. Und wenn ein Eigentümer tatsächlich die Immobilie für sich selbst nutzen will oder einen seiner Familienangehörigen, dann ist dies auch möglich.

Daher dürfte die Rechtsposition des Vermieters als besser einzuschätzen sein.

Selbst verständlich steht es Ihnen frei, mittels eines Rechtsanwalts gegen die Kündigung vorzugehen. Es entscheidet sodann ein Gericht über die Rechtmäßigkeit.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Experte:  RADr.Traub hat geantwortet vor 6 Tagen.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),
ich hoffe, ich konnte Sie bei der Lösung Ihres Problems unterstützen.
Über ein Feedback in Form einer positiven Bewertung, die Sie sehr schnell und einfach über die Bewertungssterne (3-5 Sterne) abgeben können, würde ich mich sehr freuen.
Sollten Sie noch Hilfe zu dieser Problemstellung benötigen, zögern Sie nicht, weitere kostenlose Nachfragen zu stellen. Setzen Sie dazu bitte den bisherigen Frageverlauf mittels der TextBox ganz unten einfach fort.
Mit vielem Dank für Ihre Nutzung von JustAnswer.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-