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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 24783
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwaltslehrgang für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwaltslehrgang Bank- und Kapitalmarktrecht, Diplom-Kaufmann (Univ.)
88853042
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RADr.Traub ist jetzt online.

Diskriminierung am Arbeitsplatz Fachassistent(in): In

Diese Antwort wurde bewertet:

Diskriminierung am Arbeitsplatz
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): NRW
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich bin Ärztin in der Weiterbildung zum Facharzt Orthopädie/UCH und arbeite in einem KH seit 2018. Ich bin die einzige Frau im Team gewesen. Ab dem 01.10.2021 haben wir einen neuen Chef, der sich auf unsere Weiterbildung nicht interessiert hat. Als ich im letzten Weiterbildungsjahr bin und was die Weiterbildung betrifft vor den Männern im Team sein sollte, hatte ich mit den Chef und seine Oberärzte gesprochen, dass die Operationsverteilung die Weiterbildung der Assistenten entsprechend sein sollte. Das war erst im Mai/22 weil ich von den Schwestern mitbekommen hab, dass meinen Namen vom OP- Plan gelöscht wurde und stattdessen wird einen männlichen Kollegen als Operator eingetragen. Ich hatte z. B. Keinerlei Operationen bekommen wie (Hüft bzw. Knie- TEP). Obwohl diese im 6 J durchgeführt werden sollte. Jedoch hatten männliche Kollegen im Team, die in der WB nach mir sind die Möglichkeiten diese durchzuführen. Ich hatte dann erneut den Chef angesprochen und es hießest jeder kriegt was er kann, obwohl ich niemals die Chance bekommen hatte, solche Fälle zu operieren in dem Man sagen konnte, dass ich diese Operation nicht machen kann. Ich wurde danach aufgrund mehrmaligen Beschwerden in die Notaufnahme geschickt obwohl laut täglichen Planung ich in OP stehen sollte. Hier hieße es das die Notaufnahme eine ärztliche Tätigkeit ist und ich soll die Arbeit nicht verweigern. Ich hab mich dann aufgrund psychisch Belastung zum 30.06.22 meinen Vertrag gekündigt und ich hab mit dem Betriebsrat gesprochen, dieser hat aufgrund der Kündigung mich empfohlen nur bis zum 30.06.22 geduldig zu sein. Ich bin dann zum Arzt gegangen und wegen Burnout für 2 Wochen Krankgeschrieben. Die Frage jetzt, ob ich den Chef bzw. Abteilung wegen diese Diskriminierung anklagen kann. Zweitens bin ich mir ziemlich sicher, dass er mich kein Wohlfühlendes Arbeitszeugnis ausstellen würde, ob ich hier direkt einen Anwalt ziehen könnte.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Bitte haben Sie einen Augenblick Geduld, während ich Ihre Anfrage rechtlich prüfe und Ihnen eine Antwort formuliere.
Dies kann ein paar Minuten dauern.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Wenn nachgewiesen werden kann, dass sie im Vergleich zu den weiteren Ärzten in Ausbildung benachteiligt wurden (was aufgrund der Verteilungen an Operationen etc. durchaus möglich ist) können Sie hier eine Diskriminierung ihrer Person ableiten und hierauf Schadensersatzansprüche richten.

Eine Klage müsste gegen das Krankenhaus bzw. den Träger erfolgen. Dieser/diese haften für Pflichtverletzungen ihrer angestellten Ärzte.

Selbstverständlich haben Sie auch Anspruch auf ein wohlwollendes Arbeitszeugnis. Dies entspricht ihren Leistungen.

Wenn der Arbeitgeber hier mein, sie negativ bewerten zu können, muss er dies auch dezidiert begründen.

Anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung ist ihre Rechtslage prinzipiell für gut einzuschätzen.

Wenn Sie rechtlich vorgehen wollen, sollten Sie einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufsuchen. Diese wird sie unterstützen die entsprechenden Schritte einleiten.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
Sehr geehrter Herr Dr. Traub,
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Was die Operationsverteilung angeht kann man natürlich vom Logbuch nachweisen in dem bei mich die Zahl der durchgeführten Operationen 0 im Verglich zu 10-20 bei den männlichen Kollegen!
Nun noch eine Frage, hier meinen Sie der Arbeitgeber wird angeklagt und nicht der Chef, würde dann der Chef rechtlich keinen Schuld tragen müssen?
Kann man dann nach solche Anklagen irgendwann wieder bei dem selben Arbeitgeber/Träger arbeiten?!
Vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
N. M

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

im Arbeitsrecht gilt immer der Grundsatz, dass der AG haftet und nicht der einzelne AN.

D. h. der AG hätte hier auf den Chef einwirken müssen (auch durch Intervention des Betriebsrates), diese Diskriminierung zu verhindern.

Dies ergibt sich aus der Fürsorgepflicht des AG.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

RADr.Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.