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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 22314
Erfahrung:  Zwei Fachanwaltstitel; Korrespondenz in deutsch, englisch,französisch;Anwältin seit 1994;1996 Mitarbeit am Lehrstuhl für Strafrecht Universität Regensburg;1996-2010 Ausbildung von Referendaren
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Nun habe eine Frage zum Thema Arbeit in der Pandemie. Ich

Diese Antwort wurde bewertet:

Nun habe eine Frage zum Thema Arbeit in der Pandemie.
Ich hatte zu Beginn der Pandemie ca. 200 Überstunden angesammelt (50% Schwerbehindert!!!).
Als es dazu kam, war mein Büro zu voll. Da meine Kollegin und ich ein Team sind, wurde uns von unserer Geschäftsleitung vorgeschlagen, in Schichtarbeit (früh/spät) zu arbeiten und uns quasi den Arbeitsplatz teilen. Die angesammelten Überstunden sollten dazu verwendet werden. Eine schriftliche Ankündigung der Änderung hat es nicht gegeben. Ich habe diesbezüglich auch nichts unterschrieben. Für 8 Monate hielt dieser Zustand an. Anfangs war ich damit einverstanden, auch in dem guten Glauben, dass ich einen Ausgleich in Form der Coronaprämie, vom Arbeitgeber erhalte. Nichts ist passiert. Es wurde keinerlei Ausgleich geschaffen.
Alle anderen Kollegen mussten während dieser keine einzige Überstunde abgeben!!!
Die Coronaprämie wurde bei mir im Betrieb zur „Impfprämie“ gemacht und mir als Teilzeitkraft nur anteilig ausgezahlt.
Da ich nun die Firma wegen des Umzuges verlasse, möchte ich gern diese rechtliche Sache noch geklärt haben. Ich habe bereits im April wegen einen Stundengutschrift angesprochen mit meinem Chef gesprochen und bis heute keine Antwort erhalten. Einen Betriebsrat gibt es leider nicht. Ich stehe komplett allein da. Können Sie mir bitte eine Auskunft diesbezüglich geben? Ich glaube nicht, dass es rechtlich so richtig war. Ich als Arbeitnehmer war der „Dumme“.Fachassistent(in): Was für einen Arbeitsvertrag haben Sie?
Fragesteller(in): Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage zum Thema Arbeit in der Pandemie.
Ich hatte zu Beginn der Pandemie ca. 200 Überstunden angesammelt (50% Schwerbehindert!!!).
Als es dazu kam, war mein Büro zu voll. Da meine Kollegin und ich ein Team sind, wurde uns von unserer Geschäftsleitung vorgeschlagen, in Schichtarbeit (früh/spät) zu arbeiten und uns quasi den Arbeitsplatz teilen. Die angesammelten Überstunden sollten dazu verwendet werden. Eine schriftliche Ankündigung der Änderung hat es nicht gegeben. Ich habe diesbezüglich auch nichts unterschrieben. Für 8 Monate hielt dieser Zustand an. Anfangs war ich damit einverstanden, auch in dem guten Glauben, dass ich einen Ausgleich in Form der Coronaprämie, vom Arbeitgeber erhalte. Nichts ist passiert. Es wurde keinerlei Ausgleich geschaffen.
Alle anderen Kollegen mussten während dieser keine einzige Überstunde abgeben!!!
Die Coronaprämie wurde bei mir im Betrieb zur „Impfprämie“ gemacht und mir als Teilzeitkraft nur anteilig ausgezahlt.
Da ich nun die Firma wegen des Umzuges verlasse, möchte ich gern diese rechtliche Sache noch geklärt haben. Ich habe bereits im April wegen einen Stundengutschrift angesprochen mit meinem Chef gesprochen und bis heute keine Antwort erhalten. Einen Betriebsrat gibt es leider nicht. Ich stehe komplett allein da. Können Sie mir bitte eine Auskunft diesbezüglich geben? Ich glaube nicht, dass es rechtlich so richtig war. Ich als Arbeitnehmer war der „Dumme“.
Vielen Dank für Ihre Hilfe! Mit freundlichem Gruß, Antje Därr
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich habe ein Arbeitszeitkonto. Vielleicht ist diese Info wichtig.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

Ich bin RAin Schiessl, mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung. Ich bitte um Geduld, während ich an der Frage arbeite

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Ich habe Gedund und bedanke ***** ***** jetzt bei Ihnen!

Sie müssten Ihre Überstunden beziffern und geltend machen.

Dazu ist eine Klage vor dem Arbeitsgericht erforderlich, freiwillig gibt Ihnen der Arbeitgeber nichts

Dazu müssten Sie beweisen, dass diese angefallen, sind, dass sie geduldet waren, erforderlich waren oder auch direkt angeordnet.

Überstunden sind sehr schwer gerichtlich geltend zu machen, da der Arbeitnehmer diese komplett beweisen muss.

Sie müssen zudem darauf achten. ob sich in Ihrem Arbeitsvertrag eine Verfallklausel befindet.

Diese kann sehr kurz sein und auch in einem Tarifvertrag enthalten.

So eine Klausel hat zur Folge, dass die Überstundenabgeltung verfällt, soweit sie über dem Mindestlohn liegt

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort! Die Überstunde wurde über Jahre hinweg angesammelt und waren somit meiner Meeinung nach geduldet. Als die 200 Überstunden erreicht waren hae ich als Arbeitgeber das Gespräch gesucht und gesagt, dass es so nicht weiter gehen kann.

Es bleibt Ihnen dann nur, dem Arbeitgeber mit gerichtlicher Geltendmachung zu drohen.

Sie können die Überstunden selbst einklagen, bei der Rechtansantragsstelle am Arbeitsgericht.

80% der Verfahren enden in einer gütlichen Einigung

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Am Anfang hatte ich ca. 200 Überstunden und nach den 8 Moaten Schichtarbeit war die Überstundenanzahl auf ca. 73 reduziert.

Die können Sie dann einklagen

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Vielen Dank für Ihr Hilfe! Wie sehen Sie die Chancen auch in Bezug auf meine Schwerbehinderung? Muss ich mir für den Vorgang an der Rechtsantragsstelle einen Anwalt nehmen?

Nein , Sie müsse sich keinen Rechtsanwalt nehmen.

Bei Überstunden ist es so eine Sache, wie gesagt sind Sie in der Beweispflcht.

Daran ändert auch die Schwerbehinderung nichts.

Diese bedeutet nur, dass Sie keine Mehrarbeit verrichten müssen

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Ich habe täglich/monatliche Zeitjournale die ich zusammen mit der Gehaltsabrechnung bekomme. Würden die Zeitjournale ausreichen? Ich habe die Überstunden gemacht weil ich während meiner Arbeit in Teilzeit sonst meine Arbeit nicht geschafft hätte.

Das verstehe ich.

Das genügt für den Nachweis , dass die Überstunden angefallen sind.

Wenn jemand der Teilzeit arbeitet regelmäßig Überstunden macht so kommt dadurch übrigens ein Vertrag mit der höheren Stundenzahl zustande.

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Hilfe! Das hat mir geholfen und ich überlege tatsächlich zum Arbeitsgericht zu gehen. Da ich nun wegen Umzug zum 30.06.2022 gekündigt habe kann ich hoffentlich noch die Stunden geltend machen.

Ja und vor allem wenn Sue gekündigt haben können Sie ohne weiteres klagen.

Wenn Sie noch im Betrieb sind ist das nicht so günstig

Wenn ich helfen konnte bitte ich um positive Bewertung

danke

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Muss ich eine spezielle Frist beachten?

Die Ausschlussfristen im Arbeits-oder Tarifvertrag

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Verstehe ich Sie richtig, dass ich dann bis zum 30.06. Zeit habe?

das kommt auf die genaue Formulierung an.

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Welche Formulierung schlagen Sie vor?

Auf die genaue Formulierung der Ausschlussfrist in Arbeits-oder Tarifvertrag

Wenn ich Ihnen helfen konnte bitte ich um positive Bewertung

danke

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
In meinem Arbeitsvertrag steht davon nichts drin.

Dann schauen Sie in den Tarifvertrag

Wenn da auch nichts steht haben Sie 3 Jahre nach Entstehen der Forderung Zeit

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Wir sind nicht Tarifgebunden.

Dann ist alles Klar.

Keine Auschlussfrist

Ich bitte um Mitteilung, was einer positiven Bewertung entgegensteht

VielenDank

Claudia Schiessl und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.