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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 44869
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Guten Morgen, bei uns herrscht Familienkrise.

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Morgen, bei uns herrscht Familienkrise.
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): meine Tochter hat zusammen mit ihrem Freund eine Wohnung angemietet. Jetzt scheint die Beziehung wohl zu Ende. Beide stehen im Mietvertrag. Meine Tochter ist jetzt erst mal bei uns. Ihr Freund möchte jetzt dass meine Tochter die Wohnung räumt. Meine Tochter möchte aber in der Wohnung wohnen bleiben. Welche Handhabe haben wir jetzt. Ist es schon falsch, dass meine Tochter jetzt zunächst bei uns wohnt. Meine Tochter hat jetzt erst mal die Miete für Juni zur Hälfte an ihren Freund überwiesen. Er macht aber jetzt Druck und will sie nicht mehr in die Wohnung lassen.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Der Freund steht in einem festen Arbeitsverhältnis. Meine Tochter studiert wird aber ab August 15 Stunden in einer Grundschule arbeiten

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Das muss Ihre Tochter nicht hinnehmen.

Es besteht ein gemeinschaftlich geschlossener Mietvertrag.

Rechtlich bedeutet dies, dass Ihre Tochter und der Freund gleichermaßen Inhaber des Besitz- und Hausrechts an der Wohnung sind.

Der Freund hat keinerlei rechtliche Handhabe, Ihrer Tochter als Mietvertragspartei den Zutritt zur Wohnung zu verwehren.

Daran ändert insbesondere der jetzige Aufenthalt Ihrer Tochter bei Ihnen zu Hause nicht das Geringste, denn dadurch verliert Ihre Tochter nicht ihr Besitzrecht an der Wohnung.

Sie kann daher jederzeit Zutritt zu der Wohnung beanspruchen.

Sollte der Freund Ihrer Tochter diesen sodann tatsächlich verweigern, kann sie umgehend die Polizei verständigen und Strafanzeige erstatten.

Das Aussperren Ihrer Tochter würde den Straftatbestand einer nach § 240 StGB strafbaren Nötigung erfüllen!

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Herr Hüttemann, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Für uns war am wichtigsten, dass durch den Aufenthalt unserer Tochter in unserem Haus, nicht ein Zugeständnis dafür gegeben worden wäre dass sie die Wohnung aufgeben möchte. Da ich gelernter Rechtsanwaltsfachangestellte bin, ich arbeite jetzt beim Gerichtsvollzieher, weiß ich aber auch, dass es in der Realität oft anders läuft. Wenn der Freund meiner Tochter Fakten schafft und zum Beispiel ihre Kleidung aus der Wohnung verschafft, dann lässt sich ein gerichtliches Verfahren wohl nicht vermeiden. Die Frage ist dann auch, ob meine Tochter den richterlichem Zuspruch für die Wohnung bekommt, da sie, wie gesagt noch im Studium ist und der Freund schon einen festen Arbeitsplatz hat. Ich denke der Richter würde da immer im Sinne des Vermieters entscheiden und dem Freund, der festes Gehalt hat, die Wohnung zu sprechen. Danke für Ihre schnelle Antwort. Mit freundlichen Grüßen Ulrike Lengersdorf

Ihre Tochter büßt ihr eigenständiges Mitbesitzrecht unter keinen Umständen ein, wenn sie sich bei Ihnen aufhält oder auch andernorts.

Das Besitzrecht geht nur verloren, wenn ihre Tochter dieses selbst aufgeben würde!

Wenn sie selbst also ihre Sachen aus der Wohnung holen würde, würde sie damit einen entsprechenden Besitzaufgabewillen dokumentieren.

Wenn der Freund die Sachen aus der Wohnung schafft, stellt dies eine verbotene Eigenmacht im Sinne des § 858 BGB, gegen die Ihre Tochter sich rechtlich zur Wehr setzen kann.

Sie können daher unbesorgt sein. Die Rechtsposition Ihrer Tochter ist sicher!

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Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

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