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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 8329
Erfahrung:  Rechtsanwalt
106185746
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

X Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?

Diese Antwort wurde bewertet:

x
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Nordrheinwestpfahlen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): x

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne helfe ich Ihnen.
Wie kann ich Ihnen behilflich sein?
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Es geht darum das ich vor einiger Zeit einen Kiosk überfall beobachtet habe. Ich habe anschließend die Polizei gerufen und einige Wochen später auch eine Zeugenaussage gemacht.
Nun habe ich Angst vor Repressalien gehabt und einige Wochen nach meiner Aussage stand ein Auto vor meinem Haus welches das Haus mit Nebelscheinwerfern angeleuchtet hat.
Darauf hin hatte ich solche Angst, dass ich zur Polizei gelaufen bin und mich als Täter dargestellt habe. Ich habe ein Geständniss abgelegt und die Perspektiven vertauscht sodass ich in meiner Aussage in der Täterrolle stecke.
Nun habe ich das ganze durch einen Anwalt beim Staatsanwalt zurückziehen lassen und erfahren das aktuell noch keine weitere Kommunikation mit dem Anwalt möglich war, da die Akte bei der Polizei liegt.
Für mich klingt es am Sinnvollsten das Geständniss auch bei der Polizei zurückzuziehen da dort gegen mich ermittelt wir.
Der Anwalt rät allerdings ganz klar das wir das nicht tun und erst einmal warten bis wir Akteneinsicht hatten.
In meinem Verständniss muss es allerdings garnicht erst soweit kommen das die Akte mit meinem Geständniss zur Staatsanwaltschaft geht, wenn wir die Aussage auch bei der Polizei zurückziehen.
Was spricht dagegen? Wieso möchte mein Anwalt dies nicht tun?
Meine Angst ist auf der anderen Seite die das er mehr Geld rausschlagen möchte und das ganze bis zur Anklage kommen lassen möchte.

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Im Ergebnis stimme ich mit Ihrem Rechtsanwalt überein.

Es macht zwar in der Sache grundsätzlich keinen Unterschied, ob Sie die Aussage jetzt gegenüber der Polizei widerrufen oder ob Sie abwarten, bis die Staatsanwaltschaft die Akte erhält.

Die Polizei ist im Strafverfahren Hilfsbehörde der Staatsanwaltschaft. Wenn die Akte beim Staatsan***** *****egt und weitere Ermittlungen bzw. Vernehmungen erforderlich werden, so wird der Staatsanwalt die Akte in aller Regel sowieso wieder an die Polizei zurückreichen. Solche Ermittlungen werden nach der Rücknahme eines Geständnisses mit großer Wahrscheinlichkeit erforderlich, da man ermitteln müssen wird, ob Ihr Geständnis nun korrekt gewesen ist oder Sie dieses zu Recht zurückgenommen haben.

Ich stimme mit Ihrem Anwalt jedoch insofern zu, dass die Rücknahme des Geständnisses unbedingt erst nach Akteneinsicht und keineswegs vorher erfolgen sollte. Nur durch Akteneinsicht lässt sich ermitteln, was der Kenntnisstand der Behörden ist. Es ist insofern sinnvoll, die Rücknahme des Geständnisses erst nach Akteneinsicht zu erklären, weil Sie nur danach wissen, wie die Rücknahme am besten zu formulieren ist. Es gilt unbedingt zu vermeiden, dass Sie sich bei der Rücknahme des Geständnisses in Widersprüche verstricken. Dies lässt sich nur durch die Akteneinsicht vermeiden.

Die Akteneinsicht wird regelmäßig nur durch die Staatsanwaltschaft gewährt. Dies wird vermutlich der Grund sein, weswegen Ihr Anwalt Ihnen rät, das Geständnis erst nach Übergabe der Akte an den Staatsanwalt zu widerrufen.

Dass man Ihnen mit einer Anklageerhebung zuvorkommt, lässt sich dadurch vermeiden, dass Ihr Verteidiger bereits jetzt Akteneinsicht beantragt und darum bittet, diese vor der Entscheidung über den Verfahrensabschluss zu gewähren. Darauf sollten Sie achten.

Im Übrigen habe ich jedoch keine Bedenken gegen die Vorgehensweise Ihres Rechtsanwaltes.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?

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