So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an rafozouni.
rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 2015
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
rafozouni ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage: Unsere Mutter will den Verbleib

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe eine Frage:Unsere Mutter will den Verbleib ihres Mehrfamilienhauses zu Lebzeiten regeln und will diese Immobilie an meine Schwester und mich verschenken.
Dazu waren wir beim Notar und dieser meinte das es besser wäre, wenn ein Geschwisterteil diese Immobilie kauft und dann den anderen auszahlt.Daher ist unsere Frage was besser ist?
Erst die Schenkung der Immobilie durch unsere Mutter an meine Schwester und mich und das eine Geschwisterteil zahlt das andere dann aus.
Oder sollte ein Geschwisterteil die Immobilien von meiner Mutter kaufen und unsere Mutter teilt den Erlös dann auf uns beide auf?Gruß
Brandenberg
Fachassistent(in): In welchem Land befinden sich die zu vererbenden Vermögenswerte?
Fragesteller(in): Deutschland
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein

Sehr geehrter Kunde,

hat der Notar begründet, warum es besser sein solle, wenn ein Geschwisterteil diese Immobilie kauft und dann den anderen auszahlt?

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Dann wäre alles in einer Hand und sollte später mal ein Verkauf innerhalb der Familie des Geschwisterteil sein welche die Immobilie besitzt, würde keine Grunderwerbssteuer anfallen.
Aber das ist ja Zukunft, mich interessiert was jetzt der bessere Weg ist, auch erbrechtlich.

Vielen Dank! Ich habe jetzt einen Termin....melde mich aber wieder....versprochen! Bitte etwas Geduld!

Also ich kann die Argumentation des Notars nicht ganz nachvollziehen, da bei einer Veräußerung einer Immobilie an Verwandte in gerader Linie (Eltern, Kinder) Grunderwerbssteuer nicht anfällt.

Wenn Sie und Ihre Schwester die einzigen Kinder sind und es auch sonst keine potentiellen Erben Ihrer Mutter (z.B. Ehemann) gibt, wären Sie die gesetzlichen Erben Ihrer Mutter zu jeweils 50%, so dass eine bereits jetzt erfolgende Übertragung des Eigentums an dem Haus jeweils zur Hälfte eine durchaus zulässige Vorwegnahme des Erbfalls wäre. Eine zwingende Notwendigkeit, dass das Eigentum in einer Hand liegen muss, sehe ich nicht. Anders wäre es vielleicht dann, wenn Sie und Ihre Schwester nicht gut miteinander auskommen würden oder zu befürchten ist, dass Sie in Streit geraten, denn wenn Ihnen das Haus gemeinsam übertragen wird, bilden Sie eine sog. Gesamthandsgemeinschaft und jedes Mitglied dieser Gemeinschaft kann jederzeit die Auflösung der Gemeinschaft , sprich die Veräußerung des gemeinsamen Eigentums verlangen.

Wenn Sie aber alle gut miteinander sind und dies auch so bleibt, spricht nichts gegen eine Übertragung an Sie beide gemeinsam. Ich halte dies auch deswegen für den besseren Weg, da sich der Wert der Immobilie nach oben oder unten verändern kann. Verliert die Immobilie an Wert, kann die zu Unmut beim alleinigen Eigentümer führen, der dann (gefühlt) zu viel ausbezahlt hat; steigt der Wert, hat derjenige, der ausbezahlt wurde, zu wenig bekommen. Das birgt meines Erachtens Streitpotential.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Sterne anklicken) dankbar, da ich andernfalls für die erfolgte Beratung nicht bezahlt werde.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
OK, besten Dank.
Da muss ich dann doch ein wenig weiter ausholen:Wert der Immobilie laut Gutachter 530.000 €
Meine Schwester hat 2 Kinder, die, nachdem meine Mutter ihre jetzige Immobilie in der sie auch wohnt, mal nicht mehr bewohnen kann, diese Immobilie kaufen würden.
Ich bin aktuell auf der Suche nach einer Immobilie und benötige zur Finanzierung entweder die Mieteinnahmen oder die Auszahlung meines Anteil.
Und dann gibt es noch einen weiteren Bruder, der aber schon testamentarisch auf sein Pflichtteil reduziert ist und wir ihn mit der Schenkung oder Verkauf der Immobilie weiter im Pflichtteilanspruch reduzieren wollen.Das sind dann so alle Hintergründe.
Für mich persönlich macht der Verkauf, entweder im Weg Schenkung-Verkauf meines Anteil, oder Verkauf-Auszahlung meines Anteil, den meisten Sinn, da damit mein Eigenanteil bei einer Finanzierung steigen würde.

Ja, dann sieht es natürlich anders aus!!! Wenn Ihnen Ihre Mutter das Haus schenkt und zwar egal ob Ihnen und Ihrer Schwester gemeinsam oder allein, hätte Ihr Bruder einen Pflichtteilsergänzungsanspruch gemäß § 2325 BGB (https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2325.html). Wird das Haus hingegen nicht verschenkt, sondern verkauft, reduziert sich der Pflichtteilsanspruch.

Vor diesem Hintergrund und Ihrer Interessenlage ist mithin der vom Notar vorgeschlagene Weg der Bessere bzw. der Weg, den Sie gehen sollten!

Bitte die erbetene Bewertung nicht vergessen! Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Ja, die Bewertung mache ich.
Aber muss meine Mutter denn bei einem Verkauf der Immobilie nicht dann nachweisen was mit dem Erlös aus dem Verkauf passiert ist wenn der Bruder den Pflichteilsergänzungsanspruch einklagt ?

Der Erlös würde natürlich in das Vermögen Ihrer Mutter und so in den Nachlass fließen. Insoweit ist es nicht ganz korrekt, dass es bei Veräußerung des Hauses zu einer Reduzierung des Pflichtteils kommen würde. DAs hängt halt davon ab, wieviel von dem Erlös im Zeitpunkt des Ablebens Ihrer Mutter noch da wäre. Im Falle der Schenkung würde sich der Pflichtteilsanspruch aber um 1/6 von 530.000,- € d.h. um ca. 88.000,- € erhöhen!

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Ja, das ist klar.
Aber unsere Mutter würde ja nach Verkauf der Immobilie den Erlös meiner Schwester und mir schenken.
Dann ist es doch egal wie rum der Ablauf ist, ob meine Mutter die Immobilie jetzt erst an uns beide verschenkt und meine Schwester mir meinen Anteil abkauft, oder ob meine Mutter die Immobilie an meine Schwester verkauft und dann meiner Schwester und mir den Erlös aus dem Verkauf schenkt.
Oder gibt es da erbrechtlich Unterschiede bei der Verschenkung von Immobilien oder Geldwerten ?

Okay! So gesehen, haben Sie recht. Erbrechtlich macht es keinen Unterschied ob Geld oder eine Immobilie verschenkt wird.

rafozouni und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Aber steuerrechtlich, ist dann ein anderes Thema
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Hallo, ich weiß gar nicht ob ich hierauf noch eine Frage stellen kann
Wie oben geschrieben haben wir jetzt den Notartermin zur Beurkundung der Schenkung der Immobilie meiner Mutter an meinen Schwester und mich.
Wir wollten eigentlich direkt nach der Beurkundung auch den Verkauf meines Anteil an meine Schwester notariell abwickeln.
Jetzt meint der Notar das wir damit warten sollten, da das beim Finanzamt nicht so gut ankommt.Kann man das nicht direkt in einem Termin machen ? SInd doch zwei verschiedene ANgelegenheiten. Oder kann das Probleme geben ?Gruß
Brandenberg

Guten Abend,

also ich bin kein Steuerberater, aber was soll es denn heißen, dass das beim Finanzamt nicht so gut ankommt? Ob Ihre Schwester Ihren Anteil jetzt oder später kauft, macht aus steuerlicher Sicht meines Erachtens keinen Unterschied. Ich würde Ihnen empfehlen, sich die Bedenken des Notars konkret erläutern zu lassen, insbesondere im Hinblick auf die steuerlichen Folgen bzw. wo insoweit ein Unterschied sein sollte.

Natürlich konnten Sie hier noch eine Rückfrage stellen, doch freue ich mich auch immer über einen Bonus! :-)