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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 38908
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, ich hatte einen Unfallschaden mit meinem Firmenwagen

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich hatte einen Unfallschaden mit meinem Firmenwagen unter Alkoholeinfluss (0,84 Promille). Nun erhebt die Versicherung bei einem Schaden von 5.421,30 € und einer bereits erhaltenen Selbstbeteiligung vom Arbeitgeber über 1.000 € von mir noch 5.000 €. Ich hatte im Kopf, dass Sie zumeinen die Selbstbeteiligung abziehen müssen, da ich diese ja noch an den Arbeitgeber zahlen muss und das Sie nur 50% veranschlagen dürfen, da ich unter 1,1 Promille lag. Wie ist hier die rechtliche Lage?
Fachassistent(in): Haben Sie einen gültigen Arbeitsvertrag?
Fragesteller(in): Ja
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Selbstbeteiligung von 1000 EUR die Sie an den Arbeitgeber zahlen müssen ist nichts anderes als die Selbstbeteiligung die die Versicherung gegenüber dem Arbeitgeber erhebt. Wenn also der Schaden "nur" bei insgesamt 5421, 30 EUR liegt, dann müssen Sie natürlich keine 6000 EUR an die Versicherung zahlen sondern maximal den tatsächlich entstandenen Schaden.

Die Höhe der Kürzungsquote bei 0,84% dürfte wohl bei 70 -75% liegen (OLG Saarbrücken r+s 2015, 340). Eine Kürzungsquote von 50% haben Sie bei einer BAK von 0.3 Promille.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo Herr Schiessl, vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Der scahden liegt ja bei 5.421,30 EUR, abzüglich Selbstbeteiligung von 1.000 EUR, wären dass doch 4.421,30 EUR und davon im schlimmsten Fall 75 %, wäre ich bei 3.315,97 EUR die die Versicherung geltend machen kann. Liege ich mit dieser Annahme richtig?

Sehr geehrter Ratsuchender,

grundsätzlich ja, wobei es in der Rechtsprechung bei der Höhe der Kürzungsquote eine gewissen Bandbreite gibt. Die 75% werden hier allerdings eher als obere Grenze zu sehen sein.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Tagen.
Hallo Herr Schiessl, vielen Dank für die Auskunft. Das von Ihnen erwähnte Gerichtsurteil (OLG Saarbrücken r+s 2015, 340) hat aber mit meinem Fall überhaupt nichts zu tun. Hier wurde lediglich auf Grund eines Verkehrunfalls geklagt, wo Personenschaden entstanden sind. Über eine Versicherung oder gar Trunkenheit am Steuer, konnte ich hier nichts finden. Haben Sie sich dahingend viell
eicht vertippt?

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein grundsätzlich habe ich dies nicht. Das Urteil besagt, dass ein Autofahrer der mit einer Alkoholisierung von 0,93 Promille einen Unfall verursacht,gegenüber Kfz-Haftpflichtversicherer und Kaskoversicherer wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des Unfalls und Obliegenheitsverletzung im Innenverhältnis zu 75% verantwortlich ist.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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