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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 42117
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Fachassistent(in): Hallo. Wie

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
Fachassistent(in): Hallo. Wie kann ich Ihnen helfen?
Fragesteller(in): wir haben seit einem halben Jahr einen Hund, einen Pudel, die jetzt 7 Monate alt ist also schon ein Junghund. Wir wohnen in einer Großstadt in einem 50iger Jahre Haus, das sehr hellhörig ist. Die Nachbarin unter uns, eine WG mit 3 Personen, eine junge Frau, die unter unserem Wohnzimmer also wohnt, fühlt sich gestört vom Hund. Der Hund bellt aber überhaupt nicht, es geht darum, dass der Hund manchmal vom Sofa springt oder im WZ tobt. Wir haben bereits 2 Teppiche ausgelegt und versuchen den Hund ruhig zu halten, was uns schon gut gelungen ist. Aber auch wenn der Hund ruhig ist, klingelt diese Frau bzw. klopt und hämmert penetrant an unsere Wohnungstür und klingelt. Dies geht jetzt schon über Wochen und wir fühlen uns sehr belästigt. Im Mietvertrag steht leider, dass Hunde nur mit vorheriger Genehmigung des Vermieters gehalten werden darf. Was wir nicht gemacht haben, es war uns nicht bewusst, zumal es auch einige Hunde im Haus gibt. Können wir etwas gegen die Mieterin unternehmen? Diese hat auch schon die Hausverwaltung/Vermieter darüber informiert uns sich über uns beschwert und sogar mit der Polizei gedroht. MfG
Fachassistent(in): Gibt es eine Kopie des Vertrages?
Fragesteller(in): Ja, wir haben natürlich einen Mietvertrag bzw. eine Kopie davon. Da steht ein Passus zur Tierhaltung wie erwähnt. Den habe ich aber nicht dabei, da nicht zu Hause.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Rechtlich haben Sie nichts zu befürchten.

Auch wenn Sie nach der mietvertraglichen Regelung der Zustimmung des Vermieters bedürfen, so haben Sie gegen diesen einen Anspruch auf Erteilung der Zustimmung zur Hundehaltung.

Diese zählt nämlich zum vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietsache gemäß § 535 BGB.

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes kann eine solche auch nur noch dann untersagt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt.

Das ist etwa dann der Fall, wenn von der Hundehaltung eine Gefahr für Dritte ausgeht ("Kampfhund"), oder wenn die Hundehaltung zu einer Überbelegung der Wohnung führt.

Keine dieser Ausnahmevoraussetzungen ist hier erfüllt mit der Folge, dass Sie einen Anspruch auf Zustimmungserteilung haben.

Insbesondere stehen dem auch nicht die Einwände der Mitmieterin entgegen, denn von Ihrem Hund gehen tatsächlich überhaupt keine Lärmbelästigungen aus, denn dieser bellt nicht einmal. Das gelegentliche Springen vom Sofa ist demgegenüber bei einer rechtmäßigen Hundehaltung hinzunehmen und stellt im Übrigen ebenfalls keine Lärmbelästigung dar!

Sollte die Nachbarin Sie daher weiterhin mit haltlosen Vorwürfen überziehen, so ist Ihr Vermieter verpflichtet, diese abzumahnen, denn Ihren Vermieter trifft als Nebenpflicht im Sinne des § 241 Absatz 2 BGB auf der Basis des mit Ihnen bestehenden Mietvertrages eine Schutz- und Fürsorgepflicht.

Diese gebietet es ihm, auf Ihre schutzwürdigen Belangen und berechtigten Interessen in angemessener Weise Rücksicht zu nehmen.

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 11 Tagen.
Vielen Dank für Ihre Antwort. Dies beruhigt mich dann doch. VG

Sehr gern!!