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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28399
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwaltslehrgang für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwaltslehrgang Bank- und Kapitalmarktrecht, Diplom-Kaufmann (Univ.)
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RADr.Traub ist jetzt online.

Guten Tag, ich arbeite bei einer Gesellschaft die Teil eines

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich arbeite bei einer Gesellschaft die Teil eines Konzerns mit Tarifbindung ist. Leider ist meine Gesellschaft nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft, wurde aber immer so behandelt als sei das der Fall. Mein Arbeitsvertrag wurde "in Anlehnung an" den Tarifvertrag erstellt und der Tarifvertrag als Anlage dem Arbeitsvertrag beigefügt. Aus meiner Sicht bilden Arbeitsvertrag und Tarifvertrag ein Gesamtwerk und somit ist der Tarifvertrag für das Arbeitsverhältnis bindend. Liege ich mit meiner Einschätzung richtig? Herzlichen Dank, Christine DL
Fachassistent(in): Was für einen Arbeitsvertrag haben Sie?
Fragesteller(in): Ein ganz normales Anstellungsverhältnis als Assistenz der Geschäftsleitung
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Der Fall geht tiefer: während meiner Elternzeit (5 Jahre) wurde im Tarifvertrag ein Zusatz aufgenommen, der besagt, dass dem MA pro Kind 12 Monate "Dienstzeit" angerechnet werden. Das bewirkt das man den Gruppensprung eher schafft. Mir wurde dies leider nicht zugestanden, weil ich nach meiner Elternzeit den Geschäftsbereich gewechselt habe. Aber der Ablehnungsgrund warum bei mir die Elternzeit nicht angerechnet wurde ist die Aussage, die Gesellschaft sei nicht in der Tarifgemeinschaft. Das ist aber meiner Meinung nicht ausschlaggebend. Ausschlaggebend ist die Vertragslage. Und der Tarifvertrag als Anlage zu meinem Arbeitsvertrag ist Vertragsbestandteil und daher für beide Seiten bindend. Für mich geht es um 36 Monate anrechenbare Zeit und ca. 2500 Euro zu wenig gezahltes Gehalt. Leider arbeite ich schon seit 2018 bei der Gesellschaft und habe erst im Oktober von diesem Zusatz erfahren. Der aktualisierte Tarifvertrag wurde mir bei Wiedereintritt nicht vorgelegt.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.
Sie haben Recht.

Wenn der Arbeitgeber und Sie dem Arbeitsvertrag den benannten Tarivvertrag beigefügt haben und der Vertrag auch hieran angelehnt wurde, wollten die Parteien, dass der Tarifvertrag Vertragsbestandteil wird.

Dies zumindest für Ihr Arbeitsverhältnis (wenn keine generelle Bindung gegeben ist).

Arbeitgeber und Arbeitnehmer können dies auch gesondert vereinbaren.

Daher können Sie sich auch auf die Zusätze im Tarifvertrag berufen.

Sie können und sollten Sie so ggü. Ihrem AG mitteilen.

Verweigert er sich weiterhin, müsste der Sacherhalt einer gerichtlichen Klärung vor dem Arbeitsgericht zugeführt werden.
Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

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Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Danke, ***** ***** mir für mein Gespräch morgen erst einmal weiter.