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rafozouni
rafozouni, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1164
Erfahrung:  Fachanwalt für Arbeitsrecht
60461484
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rafozouni ist jetzt online.

Betrifft Schadensersatz/Tierarztkosten Hund nach Hundebiss

Diese Antwort wurde bewertet:

betrifft Schadensersatz/Tierarztkosten Hund nach Hundebissim November wurde im Ort unser kleiner Hund( angeleint) vom großen Hirtenhund(unangeleint)
unserer Nachbarn angefallen und schlimm gebissen
(mehrere Bisswunden, 1 sehr schlimm Haut wurde rausgebissen)
Die Nachbarn (älter) konnten kaum Ihren Hund abhalten sahen aber die Vernachlässigung ihrer Aufsichtspflicht an. Ihre Haftpflicht würde den Schaden übernehmen.
Es fielen zwei Tierarztrechnungen an(OP, Wundbehandlung,Naht)und Verbandskosten an 450€. Wir mußten natürlich in Vorauskasse treten.
Jetzt erhielten wir von der Versicherung ein Schreiben, das sie nur 163€ übernehmen,
weil wenn 2 Tiere aufeinander treffen würden, lösen diese typische Reize aus.Allein das unser Hund nur da wäre, würde sich nur noch ein Anspruch auf 50% ergeben. Von unserem Hund würde ja auch eine Gefahr ausgehen…und ihr Versicherungsnehmer wäre auch nicht zum Ausgleich verpflichtet..Soll das ein Scherz sein?unser Hund war angeleint( im Ort herrscht Anleinungspflicht)
das heißt wir machen es richtig und werden bestraft?

Sehr geehrter Kunde,

auch ich kann die Argumentation der Versicherung nicht nachvollziehen und halte sie für - mit Verlaub - Unsinn. Allein durch die Anwesenheit Ihres Hundes kann diesem sicherlich kein 50%iges Mitverschulden angelastet werden.

In rechtlicher Hinsicht ist es so, dass Sie gegen den Halter des Hundes einen Schadensersatzanspruch aus § 833 BGB (https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__833.html) haben. Wenn der Hundehalter eine Haftpflichtversicherung hat, bleibt dennoch der Halter gegenüber dem Geschädigten zur Zahlung verpflichtet und der Halter hat gegenüber seiner Versicherung einen Anspruch auf Erstattung. In der Praxis läuft es dennoch so ab - so auch in Ihrem Fall - dass der Halter dem Geschädigten seine Versicherung mitteilt und die Kosten vom Geschädigten direkt gegenüber der Versicherung geltend macht. Wenn diese dann zahlt, ist alles gut. Wenn diese nicht oder nicht vollständig zahlt, kann der Geschädigte nicht die Versicherung verklagen, sondern nur den Halter.

Ich würde Ihnen daher empfehlen, den Halter zur restlichen Zahlung unter Fristsetzung aufzufordern und ggfls. gerichtlich in Anspruch zu nehmen.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und wäre für eine positive Bewertung (3-5 Sterne anklicken) dankbar, da ich andernfalls für die erfolgte Beratung nicht bezahlt werde.

Mit freundlichen Grüßen

RA Fozouni

rafozouni und 3 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank ***** ***** ( schon zum zweiten Mal) Ihr Schreiben bekräftigt sehr dagegen anzugehen.Ich werde mich din letztes Mal an die Versicherung wenden und danach hochmotiviert noch mal an die Halter. Vielen Dank

Sehr gern! Vielen Dank ***** ***** Gute!