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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 47182
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, mein Vater (62) möchte heiraten und hat bereits 5

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, mein Vater (62) möchte heiraten und hat bereits 5 Häuser und ein geschätztes Gesamtvermögen von ca. 3 Mio. Euro. Ich (27) frage mich, wie hoch mein Erbe ist, wenn es zu einer Scheidung oder zum Tod käme.
Fachassistent(in): In welchem Land befinden sich die zu vererbenden Vermögenswerte?
Fragesteller(in): Deutschland
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein, erstmal nicht

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Im Falle einer Scheidung würde Ihr Vater seiner Frau den Zugewinnausgleich gemäß § 1378 BGB schulden, wenn er während des Bestandes der Ehe einen solchen erwirtschaften würde.

Beispiel: Besitzt er bei Eingehung der Ehe ein Vermögen von 10 Millionen €, und hat er zum Zeitpunkt der Scheidung ein solches von 12 Millionen €, so beträgt der Zugewinn 2 Millionen €.

Die Hälfte dieses Betrages, also 1 Millionen €, würde er als Zugewinn der Frau schulden.

Im Fall des Ablebens Ihres Vaters hängen die erbrechtlichen Folgen davon ab, ob er ein Testament errichtet hat oder nicht.

Besteht ein Testament, so sind die in diesem niedergelegten Anordnungen und Verfügungen maßgeblich.

Errichtet er kein Testament, so greift die gesetzliche Erbfolge.

Nach der gesetzlichen Erbfolge würde er sodann von der Ehefrau gemäß § 1931 Absatz 1 und 3 BGB zur Hälfte beerbt werden.

Auf Sie als gesetzlichen Erben erster Ordnung gemäß § 1924 BGB entfiele die andere Hälfte des Nachlasses.

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.

Lieber Herr Hüttemann, vielen Dank für die Antwort. Dies bedeutet, auch wenn es zu einem Ableben kommen würde, nach angenommen einer Ehe von ca. 10 Jahren, würde die Ehepartnerin zur Hälfte erben, obwohl die Häuser schon vor der Ehe erworben wurden und der Zugewinn weitaus kleiner ausfällt, wie das eigentliche Vermögen? Hier spielt der Zugewinn also keine Rolle, nur wenn es zu einer Scheidung käme? Es ist ein Testament vorhanden, in dem ein Haus an die Ehefrau und eines als mich als alleinige Tochter gerichtet ist. Es sind allerdings noch 3 weitere Häuser und einiges an Bargeld vorhanden, sowie Wertgegenstände. Diese nicht im Testament geregelten Dinge werden dann zur Hälfte auf die Ehefrau und mich als Tochter aufgeteilt? Vielen Dank ***** ***** werde Sie natürlich gerne bewerten. Freundliche Grüße ***

Ja, denn nach § 1371 Absatz 1 BGB wird in diesem Fall der Zugewinnausgleich pauschal mit 1/4 angesetzt:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__1371.html

Sie bekäme daher dieses 1/4 und 1/4 aus dem Ehegattenerbrecht aus § 1931 Absatz 1 BGB.

Ja, richtig. Sämtliche weiteren Vermögenswerte würden unter Ihnen und der Ehefrau hälftig aufgeteilt werden.

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Kristian Hüttemann

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