So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Ch...
Rechtsanwalt Christian Joachim
Rechtsanwalt Christian Joachim, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3871
Erfahrung:  Staatsexamen, Zulassung als Rechtsanwalt, Mediator
30639152
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Christian Joachim ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, nach einer

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
nach einer Onlinekreditanfrage,die nicht in Anspruch genommen wurde, bekam ich eine Rechnung von OVM OnlineVertrieb Marketing von monatlich 14,90€ (24 Monate)Ich ließ 2x den Betrag zurückbuchen,da ich von diesem Vertrieb keine Kenntnis hatte. Auf telf. Nachfrage,dass ich den Vertrag sehen möchte, bekam ich keine Reaktion,und soll mich an eine RA wenden.
Heute bekam ich ein Schreiben mit Inkassostufe 2 und Zahlungsaufforderung bis zum 10.01.22Wie soll ich jetzt vorgehen.Danke.
Viele Grusss

Sehr geehrter Fragesteller,

es kommt natürlich konkret darauf an, was und ob Sie hier überhaupt eine vertragliche Vereinbarung abgeschlossen haben. Bei Kreditvermittlungen wird oftmals einen Vorvertrag geschlossen, der sie bei der Vermittlung unterstützen soll. Danach wäre es dann überhaupt nicht notwendig, dass Sie einen Kreditvertrag abschließen, sondern nur diesen Vertrag zur Vermittlung von Krediten. Dies ist allerdings ohne weiteres nicht unproblematisch auch für den Anbieter. Hier sollte geprüft werden, ob der Vertrag überhaupt zu Stande gekommen ist, Sie also eine Willenserklärung, die auf den Vertragsschluss gerichtet gewesen ist, abgegeben haben und ob Sie insbesondere auch über ihr Widerrufsrecht ordnungsgemäß belehrt worden sind. Falls nicht, steht Ihnen hier immer noch ein entsprechendes Widerrufsrecht zu.

Daneben müsste geprüft werden, ob gegebenenfalls eine Täuschung vorliegt.

Wenn Sie einen Kreditvertrag abschließen wollten, allerdings einen Vertrag zur Vermittlung solcher Verträge abgeschlossen haben, so könnten Sie getäuscht worden sein. Hier müssten sie dann unverzüglich, in der Regel innerhalb von wenigen Tagen nach Kenntnis von diesem Irrtum Ihre Willenserklärung anfechten. Auch dann würde ein mögliches Vertragsverhältnis in sich zusammenfallen und unwirksam werden.

Dies können Sie auch gegenüber dem Inkassoinstitut mitteilen, der dies als Vertreter des behaupteten Vertragspartners fungiert.

Sollte das Inkassoinstitut nicht locker lassen, empfehle ich Ihnen anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, spätestens allerdings, wenn Sie Post vom Gericht erhalten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst hilfreich geantwortet habe und stehe bei Nachfragebedarf jederzeit gerne zur Verfügung.

Über Ihre anschließende positive Bewertung (3-5 Sterne) freue ich mich.

Viele Grüße

Christian Joachim

Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Christian Joachim und 4 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.