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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 4414
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Wir haben ein Ferienhaus angemietet. Es fand mit der

Diese Antwort wurde bewertet:

Wir haben im Sommer ein Ferienhaus angemietet. Es fand mit der Mitarbeiterin der Hausbesitzerin am Abreisetag eine persönliche Schlüssel- und Wohnungsübergabe statt. Wir haben eine gemeinsame Begehung angeboten, aber die Mitarbeiterin meinte, das sei nicht nötig.
Fachassistent(in): Wann wurde der Vertrag ursprünglich unterzeichnet?
Fragesteller(in): Einen Tag später schrieb uns die Hausbesitzerin an, dass die Mitarbeiterin soeben im Dachgeschoss unter einem Sitzkissen einen stark stinkender Kothaufen gefunden worden wäre. Wir haben keine Ahnung wie der dahin gekommen sein soll. Aber wir haben unsere Haftpflichtversicherung informiert und die Besitzerin gebeten, den Stuhl NICHT zu entsorgen bevor die Angelegenheit nicht geklärt ist.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Mitte Oktober hat die Hausbesitzerin nach mehrmaliger Aufforderung der Versicherung eine Kostenaufstellung gegeben. Im Dachgeschoss befanden sich zwei Korbstühle. Sie möchte beide (also auch den unbeschädigten) ersetzt bekommen. Sowie die Entsorgungskosten und über 70 Euro für den Transport des beschädigten Stuhls vom DG ins EG. Das sind insgesamt laut ihre Aufstellung weit über 400 Euro. Unsere Versicherung hat geantwortet, dass der Zeitwert inkl. Entsorgung unter 100 Euro liegt und sie sind bereit 70 Euro zu zahlen. Aber ich verstehe das jetzt nicht: Was müssen wir denn jetzt der Hausbesitzerin tatsächlich erstatten? Den Neuwert? Den Zeitwert? Mit 70 Euro ist sie nicht einverstanden.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Gemäß §§ 280, 249 BGB haben Sie der Hausbesitzerin nur den Schaden zu ersetzen, der infolge Ihres schuldhaften Handelns entstanden ist. Sie haben ihr insofern den Geldbetrag zu zahlen, der erforderlich ist, um die Hausbesitzerin so zu stellen wie sie stünde, wäre es nicht zum Schadensereignis gekommen.

Praktisch bedeutet dies, dass Sie ihr nur den Schaden an dem einen Stuhl zu ersetzen haben. Wenn dieser gebraucht gewesen ist, müssen Sie ihr nur den Zeitwert ersetzen (sog. Abzug neu für alt). In keinem Falle müssen Sie ihr irgendetwas für den unbeschädigten Stuhl zahlen, denn insofern liegt kein Schaden vor.

Wenn Sie sich mit der Hausbesitzerin nicht einig werden, so müsste die Hausbesitzerin vor Gericht ziehen. Dort würde entweder die Schadenshöhe richterlich geschätzt oder es würde ein Sachverständigengutachten in Auftrag gegeben, um die Schadenshöhe zu ermitteln.

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Kunde: hat geantwortet vor 20 Tagen.
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