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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 47316
Erfahrung:  RA seit 21 Jahren mit den Fachgebieten Verbraucherrecht, Mietrecht, Strafrecht, Arbeitsrecht und Zivilrecht
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ra-huettemann ist jetzt online.

Betr. Nachbarschaftsrecht Guten Tag, ein Haus wurde 1950

Diese Antwort wurde bewertet:

Betr. Nachbarschaftsrecht
Guten Tag,
ein Haus wurde 1950 gebaut, ein Weg zum Haus angelegt, gesäumt durch 4 Birken, also 2 auf jeder Wegseite.
1961 durfte der Sohn des Hausbesitzers an das ursprüngliche Haus anbauen. Daraufhin entstand eine Grenze zwischen den beiden Häusern, dabei verblieben jeweils 2 Birken auf jeder Grundstücksseite.
Die Birken des Sohnes wurden ca. vor 30 Jahren komplett entfernt. Die restlichen 2 Birken stehen nach wie vor noch auf dem Grundstück des eigentlichen Erbauers (jetzt der Erbin), ca. 1 m von der Grundstücksgrenze entfernt.
Seit ca. 10 Jahren schon wurden die überhängenden Zweige bis auf eine Höhe von ca. 4,50 m immer wieder von der Erbin des Erbauers entfernt, und es wurden sogar vor ca. 5 Jahren die Spitzen der Birken gekappt, aus Sicherheitsgründen.
Nun aber verlangt die Erbin des 1961 angebauten Hauses, dass auch die restlichen überhängenden Zweige der beiden Birken bis zur Spitze gekappt werden sollen und hat eine Frist hierfür von 4 Wochen gesetzt, und ansonsten mit der Entfernung durch eine Fremdfirma gedroht.
Wie verhalten wir uns hierzu, wer hat Recht? Müssen die überhängenden Zweige tatsächlich alle komplett entfernt werden? Dürfen die Wurzeln auch entfernt werden?
Für Ihre Unterstützung wäre ich Ihnen dankbar.
Es grüßt Sie freundlich, Gabriele Nicksch
Fachassistent(in): Welche Schritte wurden bisher unternommen?
Fragesteller(in): keine, das Schreiben mit der Aufforderung ist heute per Einschreiben von der Besitzerin gekommen.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): na ja, es ist ein ewiger Streit schon seit Jahren; die Besitzerin macht immer wieder Stress wegen überhängender Zweige von den Büschen die an der Grenze stehen, die aber von unserer Seite immer wieder entfernt werden. Sie schneidet auch immer wieder selbst an den Zweigen und Ästen herum und wirft sie dann über den Zaun.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Grundsätzlich kann die Nachbarin zwar überhängende Zweige und Äste entfernt verlangen, und Gleiches gilt für eindringendes Wurzelwerk.

Allerdings gilt dies nur dann, wenn der Überhang die Benutzung des nachbarlichen Grundstückes beeinträchtigen.

Diese Einschränkung folgt aus der gesetzlichen Regelung in § 910 Absatz 2 BGB:

https://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__910.html

Sie müssen der Aufforderung der Nachbarin nach Entfernung daher dann nicht Folge leisten, wenn diese in der Nutzung Ihres Grundstückes überhaupt nicht beeinträchtigt sein sollte.

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Auch nach erfolgter Bewertung können Sie jederzeit und beliebig oft nachfragen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Kristian Hüttemann

Rechtsanwalt

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