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RADr.Traub
RADr.Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 28343
Erfahrung:  Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Insolvenzrecht, Fachanwaltslehrgang für Handels- und Gesellschaftsrecht, Fachanwaltslehrgang Bank- und Kapitalmarktrecht, Diplom-Kaufmann (Univ.)
88853042
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RADr.Traub ist jetzt online.

Guten Tag Fachassistent(in): Guten Tag. Wie kann ich Ihnen

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag
Fachassistent(in): Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?
Fragesteller(in): Mein Arbeitgeber möchte mir eine Kürzung der Ferientage aufgrund meiner Krankheit vor der Schwangerschaft vornehmen. Ich war im 2020 schwanger gewesen. Mein Sohn ist am 17.09.2020 auf die Welt gekommen und ich war vom 15.07.2020 an krankgeschrieben. Zudem war ich 6 Tage im Januar 2020 krank geschrieben also total: 52 Tage krank. Nun möchte er mir eine Kürzung der Ferien vornehmen. Im Internet habe ich jedoch aus dem OR Art. 329b Absatz 3 entnommen, dass bei einer Schwangerschaft ein Schutz von 2 Monaten besteht. Ein Monat wird mit 21,75 Tage berechnet. D.h. ich wäre 8.5 Tage zu viel krank gewesen über das ganze Jahr verteilt. Können sie mir daher 1/12 der Ferien abziehen obwohl ich nicht einen vollständigen 3. Monat krank war? Vielen Dank ***** ***** mir diese Frage beantworten können. Ich kann gerade nicht mehr weiter schreiben. Ich bleibe jedoch hier online Danke
Fachassistent(in): Was für einen Arbeitsvertrag haben Sie?
Fragesteller(in): Ein Kader Arbeitsvertrag ich habe bei 100% 30 Tage Urlaub
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich weiss nicht ob es noch mehr Details benötigt?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Bitte haben Sie etwas Geduld, während ich Ihre Anfrage rechtlich prüfe und Ihnen eine Antwort formuliere.
Aufgrund des hohen Anfrageaufkommens kann dies etwas dauern. Sie erhalten eine Rückmeldung von JustAnswer, wenn ich Ihnen eine Antwort einstelle.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Guten Tag
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ich wollte noch ergänzen. Ich habe einen unbefristeten Vertrag und bin seit dem 15.01.2018 in dieser Firma angestellt. Zum Zeitpunkt der Schwangerschaft hatte ich einen 100% unbefristeten Vertrag und seit dem 01.01.2021 einen unbefristeten 60% Vertrag.
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung und herzliche Grüsse M. Müller

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.
Nein, das kann und darf Ihr Arbeitgeber nicht.

Bei einer von Arbeitnehmenden verschuldeten Arbeitsverhinderung darf der jährliche Ferienanspruch um einen Zwölftel gekürzt werden, sobald die Arbeitsverhinderung insgesamt einen vollen Abwesenheitsmonat beträgt (Art. 329b Abs. 1 OR).

Entscheidend ist das Merkmal "verschuldet". Dies ist bei einer Schwangerschaft definitiv nicht gegeben.

D. h. diese Zeiten, krankheitsbedingte Abwesenheit wegen Schwangerschaft, sind bei der Berechnung herauszunehmen.

Somit bleibt aber keine verschuldete Krankenzeit von einem Monat, weshalb eine Kürzung nicht rechtlich zulässig ist.

Hierauf können Sie Ihren Arbeitgeber verweisen und einer Kürzung klar widersprechen.
Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt
Vielen Dank für Ihre Antwort. Ihre Antwort ist zwar sehr kompetent jedoch habe ich auf meine konkrete Frage nun noch immer keine konkrete Antwort. Ich konnte selber herausfinden, dass bei einer Schwangerschaft zwei Monate Krankheit keine Kürzung der Ferien auslösen darf. Jedoch war ich eben 8,5 Tage länger krank als das dieser Schutz vollständig vorhanden wäre. Daher weiss ich nun noch immer nicht ob mich mein Arbeitgeber wegen diesen 8,5 Tagen eine Kürzung vornehmen darf. Falls Sie mir dies nochmals konkret beantworten könnten, wäre ich sehr dankbar.Freundliche Grüsse
Michèle Müller

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

gerne.

Wie sie meinen Ausführungen entnehmen können, muss die Abwesenheit einen vollen Monat ausmachen, um eine Kürzung vornehmen zu können.

Diesen Umstand erfüllen die verbleibenden 8,5 Tage aber gerade nicht.

Im Übrigen verweise ich auf meine Rechtsausführungen.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

RADr.Traub und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Monaten.
Sehr geehrter Herr RechtsanwaltVielen Dank für Ihre Rückantwort und die exakten Ausführungen.Herzliche Grüsse
M. Müller