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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 38393
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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Hallo, Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): mein Mann u. ich haben eine gemeinsame Tochter, er hat noch eine Tochter aus erster Ehe. Gemeinsam haben wir seit 25 Jahren ein kleines Unternehmen. Jetzt möchte ich ein Testament aufsetzen. Da wir das erwirtschaftete Geld fürs Alter benötigen, habe ich Sorge, dass beim Tod meines Mannes, seine Tochter den Pflichtteil einfordert. Kann man die Summe eingrenzen? Vielen Dank für eine kurze Nachricht.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): S-H

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Tochter Ihres Mannes kann den Pflichtteil nach § 2303 BGB fordern. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Nach der gesetzlichen Erbfolge erhalten Sie 50% des Nachlasses und die beiden Kinder die anderen 50% zu gleichen Teilen. Die Tochter Ihres Mannes würde als gesetzlichen Erbteil also 25% erhalten. Der Pflichtteil wäre also 12,5% des Nachlasses.

Die Forderung des Pflichtteils können Sie dadurch verhindern, indem Ihr Mann mit seiner Tochter (eventuell gegen Abfindung) einen notariellen Pflichteilsverzichtsvertrag schließt oder indem Sie in das gemeinsame Testament eine Pflichtteilsstrafklausel einbaut. Diese setzt allerdings voraus, dass die Tochter Ihres Mannes nach dem Tod des längerlebenden Ehegatten Erbin wird. Die Strafklausel besagt, dass wenn Sie den Pflichtteil nach dem Tod des Vaters geltend macht, sie nach Ihrem Tod nichts erhalten wird. Die Strafklausel macht also nur dann Sinn, wenn Sie die Tochter nicht enterben wollen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 8 Tagen.
Vielen Dank ***** ***** kann man denn die Einkünfte aus dem Unternehmen davon ausnehmen oder erhält die Tochter auch auf diese Firmenkonten den Pflichtteil? Meine Sorge ist, dass nicht nur die Tochter meines Mannes, sondern auch unsere gemeinsame Tochter dann den Pflichtteil ausgezahlt haben möchte.

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Pflichtteil errechnet sich aus dem Vermögen des Erblassers zum Zeitpunkt seines Todes. Wenn also zum Todeszeitpunkt ein Guthaben auf dem Firmenkonto liegt, dann fällt dies in den Nachlass und wird bei der Berechnung des Pflichtteils mit berücksichtigt.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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Kunde: hat geantwortet vor 7 Tagen.
Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Gerne!