So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Ntzemou.
Dr. Ntzemou
Dr. Ntzemou,
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 71
Erfahrung:  Expert
114335668
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Dr. Ntzemou ist jetzt online.

Ich wurde 1972 als Ramon Schmidt, Sohn des Klaus Schmidt,

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich wurde 1972 als Ramon Schmidt, Sohn des Klaus Schmidt, geboren. Im Alter von 3 Jahren haben sich meine Eltern scheiden lassen, meine Mutter hat umgehend wieder geheiratet und ich musste den Nachnamen des Stiefvaters (Bartsch) annehmen.
Ich wollte schon immer den Nachnamen meines leiblichen Vater zurück und habe diesen Plan während meiner 7 Jahre in den USA (2014-2021) mit einer Namensänderung in 2019 umgesetzt.
Jetzt bin ich zurück in und möchte den Nachnamen Schmidt auch in Deutschland rechtmäßig annehmen.
Gibt es eine Möglichkeit ohne psychologisches Gutachten den Nachnamen Schmidt anzunehmen?Aktuelle kommt erschwerend hinzu, dass ich am öffentlichen Leben nicht mehr teilnehmen kann, weil ich keinen QR-Code für die Luca App bekommen kann, da in meinem deutschen Ausweis Ramon Bartsch steht, aber in meinem US Impfnachweis Ramon Schmidt. Ich gelte also als ungeimpft, obwohl ich vor 2 Wochen bereits meinen Booster Shot bekommen habe.
Die Apothekerin hatte diesbezüglich mit ihrer Rechtsabteilung und dem RKI telefoniert.
Kann man hier einen Eilantrag stellen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.

Das Thema ist komplex, da hier das Namensrecht zweier Staaten (USA+Deutschland) relevant ist. Die Prüfung und Beantwortung der Frage wird daher etwas Zeit in Anspruch nehmen. Ich werde mich bemühen Ihnen so schnell wie möglich zu helfen.

Beste Grüße,

Rechtsanwältin

Dr. Ntzemou

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Das ist nachvollziehbar. Die Frage ist halt ob das deutsche Recht die Entscheidung eines US Gerichtes uebernehmen muss. Andererseits werde ich mich selbstverstaendlich darauf berufen, dass ich meinen Lebensmittelpunkt in den US behalten werde, falls das hilft. Und dann kommt jetzt die Pandemie und mein nicht akzeptierter Impfausweis hinzu. Ich werde geduldig auf ihre Antwort warten.

Ich tue mein Bestes um so schnell wie möglich zu arbeiten. Ich kann Ihre Sorge bzgl. deutscher Behörde/Standesamt sehr gut nachvollziehen.

Ich arbeite dran und beginne meine Recherche!

Beste Grüße,

K. Ntzemou

Eine Nachfrage habe ich noch: Sie besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Besitzen Sie auch die US-amerikanische Staatsangehörigkeit?

Beste Grüße

RAin

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich habe 7 Jahre in den US gelebt, aber nie die Staatsbuergerschaft beantragt. Ich bin also "nur" deutscher Staatsbuerger.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Ich bin Greencardinhaber

Sehr geehrter Fragesteller,

vorab: Sie haben die Möglichkeit den Namen Ihres leiblichen Vaters auch in Deutschland anzunehmen!

Im Detail:

Grundsätzlich unterliegt der Name einer Person nach Art. 10 Abs. 1 EGBGB dem Recht des Staates, dem sie angehört, also deutsches Recht, da Sie lediglich die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Aber selbst wenn Sie US-Bürger währen, könnte die Namensänderung, die sie in den USA durchgeführt haben, nicht anerkannt werden. Eine Anerkennung ist nur möglich, wenn die beiden Rechtsordnungen (die US-amerikanische und die deutsche) im Hinblick auf das Namensrecht vergleichbar sind. Dies ist oberstes Gebot im internationalen Privatrecht. Eine Vergleichbarkeit liegt hier nicht vor. Dies liegt daran, dass das Namensrecht in den USA nicht vergleichbar mit dem deutschen Namensrecht ist. Sowohl nach US-amerikanischen Bundesrecht, als auch nach dem Recht der einzelnen US-Bundesstaaten fehlt es an einer gesetzlichen Regelung des Namensrechtes und deshalb greift nach dem Common Law das Prinzip der Namensfreiheit. Dies bedeutet, dass der Name und seine Änderung nach amerikanischem Recht weitgehend zur freien Verfügung des einzelnen gestellt sind und jeder seinen Vor- und Nachnamen nach Belieben ändern kann. Dabei ist die Änderung des Vor- oder Nachnamens weder einem behördlichen Verfahren vorbehalten und noch an eine Form gebunden. Sie kann vielmehr völlig formlos erfolgen, indem der Betroffene tatsächlich einen neuen Namen benutzt (So auch das OLG Frankfurt am Main, Beschluss v. 08.07.2004 - 20 W 65/04). In Deutschland hingegen unterliegt das Namensrecht konkreten Vorgaben. Eine Änderung des Namens ist an konkrete Voraussetzungen gebunden.

Sie können aber dennoch nach deutschem Recht den Namen Ihres leiblichen Vaters annehmen.

Maßgeblich ist hier § 3 Abs.1 NamÄndG wonach ein Familienname nur geändert werden darf, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt. Grund dieser Regelung ist, dass der Familienname ein wichtiges Identifizierungsmerkmal einer Person ist, so dass ein öffentliches Interesse an der Beibehaltung des Familiennamens besteht. Ein wichtiger Grund rechtfertigt die Änderung des Familiennamens, wenn die Abwägung aller für und gegen die Namensänderung streitenden Umstände ein Übergewicht der für die Änderung sprechenden Interessen ergibt (BVerwG, Urteil vom 20. 3. 2002, Az.: 6 C 10.01).

Und hier haben Sie auch eine handfeste Begründung in der Hand. Ich würde nämlich gerade mit dem Sinn und Zweck der Regelung argumentieren. Die Begründung sollte dahingehend gehen, dass jeder Mensch Wert auf seine Abstammung legt. Daher sollten Sie klarstellen, dass es Ihnen darauf ankommt, die Abstammungsverhältnisse klarzustellen. D.h. der Name "Hr. Bartsch" ist der Name des Partners der Mutter und nicht der Ihres leiblichen Vaters. " Hr. Schmidt" hingegen ist der Name, der die Abstammungsverhältnisse zutreffend ausdrückt, und Sie daher den Namen Ihres leiblichen Vaters annehmen möchten. Es kann aber nicht zu 100% garantiert werden, dass diese Begründung tatsächlich von der Behörde als wichtiger Grund angenommen wird. Dies kann bei keiner Begründung garantiert werden. Hinter jeder Entscheidung steht ein Mensch, in dessen Gedanken bei seiner Entscheidung sich niemand hineinversetzen kann. Ich empfehle Ihnen, Ihr Anliegen mit dieser Begründung im Rahmen eines Beratungsgesprächs vorzutragen und „auszuloten", wie der/die Behördenmitarbeiter(in) darauf reagieren.

Ich hoffe Ihnen damit Ihre Frage beantwortet zu haben. Für weitere Fragen hierzu stehe ich Ihnen natürlich jederzeit gerne zur Verfügung. Über eine Bewertung meiner Antwort (3-5 Sterne über der Frage) würde ich mich sehr freuen, damit ich meinen Service auch weiterhin anbieten kann. Selbstverständlich können Sie auch nach Bewertung Nachfragen zu diesem Thema stellen.

Viel Erfolg!

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Vielen Dank ***** *****ür ihre Antwort. Können sie mir ein Schreiben mit der entsprechenden Begründung erstellen? Falls ja, dann nennen sie mir bitte ihren Preis.

Sehr gerne! Ich kläre wie das technisch hier auf der Plattform funktioniert und komme morgen mit einem konkreten Preis und der weiteren Vorgehensweise auf Sie zu.

Ich wünsche noch einen schönen Abend!

Beste Grüße,

Rechtsanwältin

Dr. Ntzemou und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Anbei noch einige Hinweise zum SchreibenIch wurde am 12.09.1972 als Ramon Bartsch, Sohn des Klaus Ditmar Schmidt, geboren. Im Jahr 1976 hat meine Mutter meinen Nachnamen nach der Scheidung von meinem Vater und der Heirat mit Friedrich Bartsch boeswillg auf Bartsch aendern lassen und dadurch meine Identitaet veraendert, um damit auch meine Herkunft zu verschleiern. Ebenso hat sie versucht jeglichen Kontakt zwischen mir und meinem Vater zu unterbinden.
Meine Mutter hat das gleiche mit meiner 1976 als Jennifer Bartsch geborenen Schwester gemacht. Sie wusste bis zu ihrem 17ten Lebensjahr gar nicht, dass sie nicht die Tochter von Friedrich Bartsch ist und hat ihren leiblichen Vater erst dann (durch mich) kennengelernt.Keine Ahnung ob dieser Umstand fuer das Schreiben wichtig ist.Ich werde uebrigens haeufig gefragt, inwiefern ich mit dem Kinderschaender Juergen Bartsch verwandt bin, was selbstverstaendlich auch nicht angenehm ist und evtl. als Belastung gewertet werden kann.Falls sie noch Fragen haben oder weitere Informationen benoetigen, stehe ich ihnen jederzeit gerne zur verfuegung.

Sehr geehrter Herr Schmidt,

vielen Dank für die Infos.

Ich benötige sämtliche Kommunikation mit dem Standesamt. Bitte teilen Sie mir auch mit, welches Standesamt für Sie zuständig ist. Eine Kopie des Personalausweises wäre hilfreich. Ich kann aber auch den Text roh erstelle, wenn Sie keine Kopie des Personalausweises hochladen möchten.

Eine Frage, die wichtig ist: Haben Sie Kontakt zum leiblichen Vater? Hat Ihre Schwester den Namen des gemeinsamen VAters angenommen/möchte Ihn annehmen? All dies sind Faktoren, die sich positiv auswirken.

Ich werde das Schreiben bis Ende der Woche fertig stellen.

Ich stehe jederzeit zur Verfügung für Rückfragen!

Mit freundlichen Grüßen,
Rechtsanwältin

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Ich kann ihn gerne eine Kopie meines Personalausweises hochladen, nur ist dieser abgelaufen.
Ich bin am 18.11. aus den USA nach D zurueckgekehrt und einen neuen Personalausweis zu beantragen macht gerade keinen Sinn, weil ich ja meinen Nachnamen aendern lassen will.Ramon Bartsch
Birkenweg 2
49143 Bissendorf, lautet meine Anschrift.Kommunikation mit der Gemeinde Bissendorf (Herr Nuesse) hatte ich am Freitag, den 19.11. persoenlich. Er hatte mich gebeten vorab eine schriftliche Begruendung einzureichen, damit er diese zur "Vorpruefung" weiterleiten kann. Erst, wenn die Begruendung erfolgsversprechend scheint, werde ich den offiziellen Antrag zur Namensaenderung stellen. Somit spare ich Kosten, wenn die Begruendung vorab bereits als unzureichend angesehen wird.Zu meiner Schwester. Wir haben lediglich eine gemeinsame Mutter. Sie ist das Ergebnis einer Kurzzeitbeziehung meiner Mutter zum Zeitpunkt der Scheidung meiner Eltern und vor der Wiederheirat meiner Mutter mit Herrn Bartsch. Sie hat nicht den Nachnamen ihres leiblichen Vaters angenommen, weil sie geheiratet hat und dementsprechend ihr Nachname in Bick geaendert wurde.Ich habe sehr guten und regelmaessigen Kontakt zu meinem Vater. Mein Vater hat einen Zeitschriftenladen mit dem Namen "M+S Schmidt". Ist es hilfreich, wenn wir angeben, dass ich den Laden meines Vaters demnaechst uebernehmen werde. Das ist zwar nicht geplant, aber wenn es die Begruendung unterstuetzt.Wir koennen auch jederzeit gerne telefonieren, falls das einfacher erscheint, um bestimmte Dinge zu erklaeren. 05402-6097747Gedenken Sie das Schreiben als Ramon Bartsch oder im Namen von Ramon Bartsch, als gesetzlicher Vertreter/Rechtsbeistand zu erstellen?

Perfekt!!! Ich bereite das Schreiben vor!

Beste Grüße!

Sehr geehrter Herr Bartsch,

entnehmen Sie bitte den beigefügten Anhängen das Schreiben an die Gemeinde Bissendorf und an Sie.

Beste Grüße!