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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3981
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Ich soll einen Säumnis- und Verspätungszuschlag für

Diese Antwort wurde bewertet:

Ich soll einen Säumnis- und Verspätungszuschlag für Erbschaftsteuer an das Finanzamt zahlen, welches ich teilweise als unberechtigt empfinde. Was kann ich dagegen tun?
Fachassistent(in): Welche Schritte wurden bisher unternommen?
Fragesteller(in): Die Steuerberaterin hat einen Widerspruch eingelegt, aber dieser wurde abgelehnt.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Der Verspätungszuschlag resultiert daher, dass mein vorheriger Steuerberater mich 2 Jahre mit der Erbschaftssteuererklärung vertröstet hat. Er hat seinen Job nicht vernünftig gemacht, daher musste ich mir einen neuen Steuerberater suchen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Aus welchem Grunde empfinden Sie die Säumnis-/Verspätungszuschläge als unberechtigt?
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Der Verspätungszuschlag resultiert daher, dass mein vorheriger Steuerberater mich 2 Jahre mit der Erbschaftssteuererklärung vertröstet hat. Ich kann dies mit Mails belegen. Er hat seinen Job nicht vernünftig gemacht, daher musste ich mir einen neuen Steuerberater suchen. Ich bin bereit einen Teil des Betrages zu zahlen, aber nicht die gesamten Kosten in Höhe v. 9.868,-€
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Die Säumniszuschläge sind auch variabel: am 7.6. war es 2.180€, am 22.6. 1.096€, am 1.7. 3.264€ und im Bescheid dann 3.264€

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Säumins- und Verspätungszuschläge fallen gemäß §§ 152, 240 der Abgabenordnung (AO) an, wenn ein Steuerzahler mit seiner Pflicht, Steuererklärungen abzugeben bzw. Steuern zu entrichten, in Verzug gerät.

Ob dieser Verzug durch den Steuerzahler selbst oder seinen Steuerberater verschuldet worden ist, ist aus Sicht des Gesetzes unerheblich. Jeder Steuerzahler hat die Rechtspflicht, sich um seine Angelegenheiten zu kümmern. Ihm ist insofern das Verschulden seines Steuerberater zuzurechnen.

Insofern sehe ich auf rechtlicher Basis keine Grundlage für Sie, gegen die Säumnis- und Verspätungszuschläge vorzugehen, soweit diese richtig berechnet sind.

Unabhängig davon haben Sie jedoch gemäß §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB einen Schadensersatzanspruch gegen Ihren Steuerberater. Wenn dieser seiner Pflicht zur pünktlichen Tätigkeit schuldhaft nicht nachgekommen ist und Sie in der Folge mit Säumnis- und Verspätungszuschlägen belastet werden, so können Sie in genau dieser Höhe einen Schadensersatzanspruch gegen Ihren Steuerberater geltend machen. Ich empfehle Ihnen, den Steuerberater schriftlich unter Setzung einer zweiwöchigen Frist zum Ersatz der Zuschläge aufzufordern. Sollte er Ihnen den entstandenen Schaden nicht ersetzen, so können Sie nach Fristablauf einen Anwalt beauftragen, der die Forderung für Sie gegen den Steuerberater durchsetzt.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
ok, verstehe. Wie sieht es mit den Säumniszuschlägen aus? Denn der Betrag von ursprünglich 218.034€ wurde nach Widerspruch runterkorrigiert auf 164.540€ und ich soll diesen erhöhten Säumniszuschlag bezahlen

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Welche konkrete Rückfrage haben Sie hierzu?

Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
Ich habe am 13.4.21 einen Bescheid bekommen über 218.034,- Forderung vom Finanzamt. Am 1.6. kam ein Säumniszuschlag von 2.180€, obwohl wir in der Zwischenzeit um Stundung bzw. Fristverlängerung für neuen Erklärungsabgabe gebeten haben. Am 17.6. kam dann ein Säumniszuschlag i.H.v. 1.096€ für die Forderung v. 109.611,-€. mit dem letzten korrigierten Bescheid v. 16.8.21 sollte ich auf einmal 3.264€ Verspätungszuschlag zahlen. Da kann doch nicht stimmen irgendwie?
Kunde: hat geantwortet vor 26 Tagen.
In der Zwischenzeit wurde die Stundung genehmigt, daher die Forderung in H.v. 109.611€

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

In der Tat klingt dies nicht plausibel. Wenn die Stundung gewährt wurde, sollten keine weiteren Säumiszuschläge anfallen. Ich könnte Ihnen indes eine rechtsverbindliche Einschätzung nur erteilen, nachdem ich die Akte beim Finanzamt eingesehen habe. Gerne können Sie mich hierzu bei Bedarf beauftragen.

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Kianusch Ayazi und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.