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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 20012
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
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RATraub ist jetzt online.

Ich bin als Testamentsvollstrecker für meine leider

Kundenfrage

ich bin als Testamentsvollstrecker für meine leider verstorbene Tante gemäß ihrem Testament ernannt worden. Im Testament ist ein Erbe ( Missio Internantional)und mehrere Vermächtnisnehmer ( hauptsächl. Neffen und Nichten meiner kinderlosen Tante) bedacht worden. Ein nicht ganz eindeutig Regelung im Testament lautet:
Fachassistent(in): In welchem Land befinden sich die zu vererbenden Vermögenswerte?
Fragesteller(in): in Deutschland, die nicht eindeutige Regelung lautet :meinen gesamten Schmuck und sonstige Wertsachen – außer Bargeld - erhalten zu gleichen Teilen:
• Frau Eva Reim ……………..
• Frau Ingrid Urmes …………….
• Frau Gerhild Brunner ………….
• mein Neffe Manfred Mayer …………..
Ein Hauptpunkt, der mit Mission zu klären ist die Aufteilung der Vermögensmasse in Bargeld und Wertsachen bzw. was ist als Bargeld zu definieren
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): ja. folgende Argumente habe ich bisher gefunden.:In meinem Erstkontaktschreiben an den Erben Missio habe ich den Nachlass wie folgt gruppiert:
I. Bargeld
II. Wertsachen
- Goldbarren
- Fremdwährungsanleihefonds
- andere Aktienfonds
- Schmuck
- Briefmarkensammlung
- Wiener Uhr
- gebr.Fernseher u. KühlschrankBei der Aufteilung der Vermögensmasse in Bargeld und Wertsachen
habe ich mich hauptsächlich von dem Verständnis meiner Tante im Hinblick auf Bargeld leiten lassen:
Bargeld ist Bargeld im Portemonnaie und Bargeld auf ihren Spar- und Girokonten bei den beiden Banken.
Gestärkt wurde diese Ansicht auch von der begrifflichen Bargelddefinition der EZB
„Bargeld kommt sowohl in Form von Banknoten als auch in Form von Münzen vor. Bargeld ermöglicht das unmittelbare Bezahlen einer Leistung. Im Gegensatz zur Barzahlung kommt auch eine bargeldlose Zahlungsweise in Betracht“
und der Auffassung des Finanzamtes (einer Bekannten, die früher beim FA gearbeitet hat):
„alles was an flüssigen Mitteln an Bargeld vorhanden ist und mit dem man physisch oder per Überweisung sofort unmittelbar etwas bezahlen kann, d.h. Münzen und das Geld auf den Bankkonten, von wo aus Überweisungen getätigt werden können“
Auch in der ersten Rücksprach mit meinem Anwalt ist meine Ansicht nicht verworfen worden.
Zusätzlich habe ich zufällig in einer mir zugeschickten Broschüre von Missio unter Rubrik Testament S. 9 lesen können:
„Übrigens können Sie auch Sachwerte- zum Beispiel Wertpapiere oder Immobilien – in Ihrem Testament der Stiftung pro missio überlassen“.Missio hat sich am 23.09.2021 bezüglich meiner Auslegung, was zu Bargeld und was zu Wertsachen zählt, schriftlich wie folgt geäußert: (siehe Anlage)
„es ist erforderlich, dass missio die rechtliche Situation prüfen muss. Der von Ihnen vorgeschlagenen Vorgehensweise können wir daher zunächst nicht zustimmen.
Ich kann Ihnen jedoch versichern, dass wir bemüht sind, dass der Nachlass Ihrer verstorbenen Tante im gütlichen Einvernehmen aller Parteien erfolgen soll.“Diesbezüglich ist die Testamentsauslegung im Moment noch offen.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Recht & Justiz
Experte:  RATraub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich bin Spezialist im Erbrecht und zertifizierter Testamentsvollstrecker.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Aufgrund der Äußerung des Erben ist Vorsicht walten zu lassen und gegebenenfalls Rechtsanwalt der Beistand hinzuzuziehen.

Denn vorab ist klarzustellen, dass Testamentsvollstreckung äußerst komplex sein kann und insbesondere der Testamentsvollstrecker für die bestmöglichst Verwaltung und Verwertung des Nachlasses persönlich haftet. D. h. bei unsachgemäßem Handeln können hier erhebliche Haftungsansprüche ausgelöst werden.

Dies auch der Grund, warum normalerweise Testamentsvollstreckung durch Rechtsanwälte angeordnet wird.

Der Testamentsvollstrecker haftet letztlich gegenüber dem Erbe und ist für eine ordnungsgemäße Auseinandersetzung verantwortlich.

Daher kann der Erbe durchaus eine Prüfung der genauen Auslegung des Testaments veranlassen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie mit einer Verteilung des Erbes bzw. einer Erfüllung der Vermächtnisse zu warten und dies mit Abstimmung des Erben tun.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Sehr geehrter Herr Traub,
danke für Ihre Rü und Aufklärung bezüglich der Aufgabe und der Verantwortung eines Testamentsvollstreckers.
Das war aber eigentlich nicht meine gestellte Frage:
Mir ging es kurz darum,zu erfahren, ob Sie mir bei der Definition, was versteht man allgemein und speziell in einem Testament unter Bargeld, behilflich sein können.
Nähre Ausführungen bezogen auf das Testament habe ich Ihnen schon zugeschickt.
Wenn noch Fragen bestehen, bitte ich um Rückantwort.
Wenn meine Fragestellung über Ihr Angebotes für eine Probemitgliedschaft hinaus geht, geben Sie mir bitte auch Bescheid. Dann haben Sie sicherlich auch einen anderen Beratungsweg unter Justanswer und ich beendige erst einmal meine Probemitgliedschaft.
Aber sind Sie bitte ehrlich genug und sagen Sie mir, ob Sie meine Frage beantworten können:
Wie ist Bargeld landläufig und speziell in einem Testament zu definieren und wo gibt es dazu weitere Auskunftsquellen, die ich benutzen kann?
Meine Argumente (3) hatte ich Ihnen bereits mitgeteilt. Sind sie stichhaltig, um sie in der Diskussion mit dem Erben verwenden zu können?
Für eine baldige Nachricht wäre ich Ihnen dankbarMFG
Manfred Mayer
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich bevorzuge in diesem Stadium zunächst einen schriftlichen Austausch. Aber ich bin gern bereit, einen höheren Beratungsbetrag zu bezahlen, wenn Sie mir in der Definition von Bargeld im Testament wirklich weiter helfen können.
MFG
Manfred Mayer