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ragrass
ragrass, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 12346
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ragrass ist jetzt online.

Erst keine KV gehabt für ein Jahr, dann PKV-Vertrag

Diese Antwort wurde bewertet:

Erst keine KV gehabt für ein Jahr, dann PKV-Vertrag abgeschlossen, daraufhin GKV aus heiterem Himmel rückwirkend für ein Jahr Beitragsmahnung/-Forderung und anschließend über den Zoll eintreiben lassen (bisher ohne Erfolg)
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Berlin
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Vor dem ersten Jahr ohne KV war Ich angestellt…seit Oktober 2019 bin ich selbstständig
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Bis 10.2019 angestellt und in GKV, ab dann selbstständig ohne KV (dachte ich), daraufhin ein Jahr später 10.2020 PKV abgeschlossen. Zeitgleich zum Vertragsabschluss begann alte GKV rückwirkend Beiträge zu fordern und lehnt meine damalige Kündigung ab mit der Begründung keine Anschlussversicherung zugeteilt bekommen zu haben. Jetzt bin ich doppelt versichert. Kann ich mein PKV-Vertragsverhältnis nun rückwirkend aufheben/rückabwickeln?

Sehr geehrter Fragesteller,

welche Tätigkeit haben Sie denn in diesem Jahr, welches nachgerechnet wird, ausgeübt ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Geschäftsführender Gesellschafter einer im Bauhauptgewerbe tätigen GmbH

Sehr geehrter Fragesteller,

und wie waren Sie in dieser Zeit versichert ?

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wie ich bereits beschrieb:
Bis 10.2019 angestellt und in GKV, ab dann selbstständig ohne KV (dachte ich), daraufhin ein Jahr später 10.2020 PKV abgeschlossen. Zeitgleich zum Vertragsabschluss begann alte GKV rückwirkend Beiträge zu fordern und lehnt meine damalige Kündigung ab mit der Begründung keine Anschlussversicherung zugeteilt bekommen zu haben.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Das kuriose ist derzeit auch eher meine derzeitige Situation, da ich quasi doppelt versichert bin. Also sowohl in der gesetzlichen Krankenversicherung, als auch durch Vertragsabschluss im September letzten Jahres in der privaten Krankenversicherung.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ein Jahr lang habe ich mich nicht um die Versicherung gekümmert gehabt und habe auch nie etwas gehört von der gesetzlichen KV (Beitragsforderung/Beitragsberechnungen)…ERST mit Abschluss der privaten KV hat sich auch die gesetzliche KV bei mir gemeldet um rückwirkend Beiträge zu fordern. Was per se auch richtig ist für die Vergangenheit, nur eben nicht ebenso für die Zukunft, da ich bereits privat versichert bin.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer und den Nachtrag.

Das Problem ist, dass die GKV nicht automatisch endet, wenn man eine Tätigkeit aufnimmt, die nichjt mehr zu einer Pflichtversicherung führt. Dies bedeutet, dass zur Beendigung explizit eine Kündigung erforderlich ist.

Eine Doppeltversicherung, wie bei Ihnen wohl existent, ist gem. § 5 SGB V nicht zulässig. Aber dies führt leider dennoch nicht zu einer Unwirksamkeit des mit der PKV geschlossenen Vertrages.

Dies bedeutet: Sie können nur versuchen, mit der PKV zu verhandeln, dass man Sie rückwirkend beitragsfrei stellt.

Bitte fragen Sie bei Unklarheiten nach. Anderenfalls geben Sie bitte eine Bewertung (3-5 Sterne) ab. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Wäre es auch möglich von der PKV rückwirkend versichert zu werden (also ab Beginn der Selbstständigkeit)? Somit wäre meine zum Oktober hin gestellte Kündigung bei der gesetzlichen doch wirksam und dementsprechend sämtliche Forderungen nichtig. Oder übersehe ich hier etwas grundlegend?

Sehr geehrter Fragesteller,

leider nein, weil Sie hatten ja "ununterbrochen" eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Versicherung, da Sie, dies habe ich Ihren Ausführungen entnommen, nicht gekündigt hatten.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Entschuldigung, mein Fehler.
Ich hatte eine Kündigung der gesetzlichen KV zukommen lassen. Diese wird über ein Jahr später nicht anerkannt, da kein Versicherungsschein des Nachfolgers nachgereicht wurde (binnen einer Frist von drei Monaten).

Sehr geehrter Fragesteller,

genau das liegt das Problem. Die GKV lief weiter, die PKV kam hinzu. Damit gilt primär die GKV.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank ***** ***** Grass,Ich bin gerade mit meinem Latein am Ende.
Wie kann ich denn der privaten dies nun klar machen und dementsprechend da wieder raus kommen? Bzw.: Habe ich denn überhaupt keine Möglichkeit generell den vorhandenen Vertrag bei der gesetzlichen oder privaten anzufechten? Da ich z.B. dem Versicherungsmakler bereits im August 2020 schilderte, dass ich rückwirkend ab 10.2019 versichert werden müsse und dieser mir „lediglich“ einen Vertrag bei der privaten ab 10.2020 „untergejubelt“ hat? Ich kann mir derzeit beim besten Willen keinen doppelten Beitrag leisten und da muss es irgendwie zu einer Lösung kommen.

Sehr geehrter Fragesteller,

wie ich ausgeführt habe, der Vertrag mit der PKV ist wirksam ! Sie können nur mit Kulanz da rauskommen oder muüssen leider doppelt zahlen. Es gibt keine rechtliche Lösung, mit der man das "Herauslassen" erzwingen kann. Leider !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Sehr geehrter Fragesteller,

mir fällt noch auf: wenn Sie damals falsch beraten wurden, dann können Sie den Makler in Regress nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ok…ich verstehe.
Oder mich rückwirkend von der privaten versichern lassen, damit ich dann nahtlos versichert gewesen bin und meine Kündigung bei der gesetzlichen quasi doch wirksam ist und alle Forderungen zurückgezogen werden können.

Sehr geehrter Fragesteller,

das wird wegen der 3 Monatsfrist nicht funktionieren.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Ich verstehe.
Vielen Dank!