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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 37827
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich bin ca 20 Jahre geschieden und war 17 Jahre

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich bin ca 20 Jahre geschieden und war 17 Jahre verheiratet, 3 Kinder , 1 davon geistige Behinderung. 1978 hatte mein Exmann eine kleine Firma gegründet und seit 1979 bin ich dort tätig. Wir waren jahrelang zu zweit , haben viel gearbeitet, kein Urlaub, kein Elternschutz, kein Mutterschaftsurlaub. 1983 haben geheiratet mit Ehevertrag. Bei der Scheidung hatten wir einen gemeinsamen Anwalt, Freund meines Exmannes, der leider falsch und einseitig beraten hat. Lt. seiner Information standen wir keine Anteile der Gebäude sowie des Firmenvermögens zu, wir waren zwischenzeitlich 145 Leute und das Vermögen wuchs Jahr für Jahr. Letztes Jahr habe ich erfahren, dass der Ehevertrag aufgrund einiger Klauseln null und nichtig war und somit mir und den Kindern einiges zugestanden hätte. Die Scheidung ist zwischenzeitlich leider verjährt aber lt einem Gerichtsurteil bezieht sich die Verjährung bei bestimmten Angelegenheit auf den Zeitpunkt des Wissens , wann man von der Null und Nichtigkeit sowie der Falschberatung erfahren hat. Ich würde lieber meinen Exmann verklagen statt den Anwalt obwohl er auch sehr einseitig gehandelt hat und mich betrogen und Recht muss Recht bleiben, Fehler passieren aber man sollte auch dazu stehen. Ich möchte einfach Gerechtigkeit für mich und meine Kinder. Ich versuche schon seit einem Jahr einen Anwalt zu finden und weiss, dass Anwälte ungern Anwälte verklagen aber er hat nicht korrekt gehandelt . Hinzu kam , dass ich bei Unterschrift des Ehevertrages schwanger war und unter Druck gesetzt wurde . In der Hoffnung Hilfe zu finden mfg Iris M

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie haben Recht. Die Regelverjährung von 3 Jahren beginnt erst mit der Kenntnis des Anspruches beziehungsweise der Anspruchsbegründenden Tatsachen zu laufen., §§ 195,199 BGB.

Allerdings wird diese kenntnisabhängige Verjährung von 3 Jahren durch eine Kenntnisunabhängige und taggenaue Verjährungshöchstfrist von 10 Jahren begrenzt.

Das bedeutetm, wenn die Scheidung und damit verbunden auch die Falschberatung vor 20 Jahren erfolgt ist, dann werden Sie leider aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen Verjärung Ihre Ansprüche leider nicht mehr durchsetzen können.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 9 Tagen.
Guten Tag Herr Schiessl,10 Jahre Verjährungsfrist einer Klage wäre ja so oder so gewesen und Kenntnis habe ich ja erst seit einem Jahr
mfg I.Moelders

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Nachricht.

Auch wenn Sie seit 1 Jahr Kenntnis haben, so ist die Kenntnisunabhängige Verjährungsfrist schon abgelaufen. Die Gegenseite wird sich daher erfolgreich auf Verjährung berufen können.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

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