So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rain Nitschke.
Rain Nitschke
Rain Nitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 1799
Erfahrung:  Fachanwältin f Familienrecht, Fachanwaltslehrgänge Steuer- und Erbrecht
49776616
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rain Nitschke ist jetzt online.

Hallo, Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Brandenburg
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Ich bin geschieden und habe mit meinem Exmann 3 gemeinsame Kinder. Das erstgeborene Kind ist 19 jahre und befindet sich in der Erstausbildung. Und erhält aufgrund doppelter Haushaltsführung BAB, Unterhaltsvorschussleistungen habe ich bis aktuell laufend voll nur für die beiden jüngeren Kinder erhalten. Nun teilt mir die Unterhaltsvorschussstelle mit, dass diese die Zahlungen ganz einstellt, da der Kindesvater für 2 Kinder volle Unterhaltsleistungen zahlen könne.

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zunächst ist es richtig, dass der Unterhaltsvorschuss bislang nur für die beiden minderjährigen Kinder gezahlt wurde. Volljährige Kinder erhalten keinen Unterhaltsvorschuss mehr. Allerdings ist es doch etwas skurril, dass die Vorschusskasse die Zahlungen einstellt, bevor klar ist, dass der Kindesvater auch tatsächlich zahlt. Offenbar wurde von dort jedoch eine Überprüfung seiner Einkommensverhältnisse vorgenommen, die ergeben hat, dass er mittlerweile vollständig leistungsfähig ist. In der Regel fordert die Unterhaltsvorschusskasse den Kindesvater auf, den Unterhalt an Sie direkt zu zahlen. Sollte der Unterhalt jedoch im Oktober nicht auf Ihrem Konto eingehen, so muss der Kindesvater unverzüglich von Ihnen aufgefordert werden. Sie können diesbezüglich auch eine kostenlose Beistandschaft beim Jugendamt für die Kinder einrichten lassen. Dann kümmert sich das Jugendamt darum. Zudem haben Sie einen Anspruch darauf, dass der Kindesvater den Unterhalt für die Kinder auch titulieren lässt (z.B. durch eine kostenlose Urkunde beim Jugendamt). Aber auch darum würde sich Ihr Sachbearbeiter bei der Beistandschaft kümmern.

In einem weiteren Schritt könnte dann geprüft werden, ob noch Raum für Unterhalt für das 19jährige Kind ist, wobei ab der Volljährigkeit beide Eltern für den Unterhalt haften und eigenes Einkommen anzurechnen ist.

.

Sollten weitere Rückfragen bestehen, nutzen Sie gerne die Nachfragefunktion. Anderenfalls bitte ich um Ihre Bewertung.

Mit freundlichen Grüßen

K. Nitschke

Rechtsanwältin (Fachanwältin für Familienrecht)

Rain Nitschke und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.