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Olaf Götz
Olaf Götz, Rechtsanwalt, LL.M.
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3740
Erfahrung:  Fachanwalt für Sozialrecht
48877684
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Olaf Götz ist jetzt online.

Guten Tag, ich benötige einmal rechtlichen Rat. Ich habe

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag,ich benötige einmal rechtlichen Rat.
Ich habe bald eine Gerichtsverhandlung wegen vierfachen Betruges auf Ebay.
Folgende Vorstrafen habe ich:2016 Sozialstunden wegen Betrug Schaden 30 Euro
2017 Geldstrafe 20TS wegen Betrug Schaden 35 Euro
2018 Geldstrafe 30TS wegen Betrug Schaden 42 Euro
2020 Geldstrafe 30TS wegen Betrug Schaden 15 Euro
(Alles Strafbefehle ohne Verhandlungen)Ich habe nun ein paar Fragen zum Strafmaß und welches vorgehen sie mir empfehlen würden.Ich möchte den angerichteten Schaden von 160 Euro zzgl. für jeden Opfer eine Entschädigung von 20 Euro im Gerichtssaal bezahlen, leider kann ich mit den Opfern nicht mehr sprechen da Ebay mein Konto gesperrt hat. Würden sie mir Schadenswiedergutmachung im Gerichtsaal empfehlen?Ich lebe momentan von ALG2, daher kam es zu den betrug. Ich bereue die Taten sehr und werde sowas nie wieder machen, mittlerweile habe ich einen Nebenjob gefunden, und bemühe mich um eine Vollzeitstelle.Können sie mir sagen welche Strafe mich in etwa erwarten wird?
Was bedeutet Hierrauf wurde Strafverfolgung gemäß § 154a Abs. 1 StPO beschrnänkt?Mit freundlichen Grüßen.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

aufgrund der vielen Wiederholungen und nun etwas höheren Schadenssumme wird eine höhere Strafe von 60-90 TS durchaus möglich sein.

Wenn Sie den Schaden wiedergutmachen hätten wollen, wäre es sinnvoll gewesen, sich im Vorwege vor dem Gerichtstermin mittels Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft um die Kontaktdaten der Opfer zu bemühen. Bei Gericht ist 1. niemand da, der das Geld annehmen kann, wenn nicht gerade das Opfer als Zeuge geladen ist. Darauf, dass Sie nachträglich jemanden entschädigen, wird sich niemand verlassen.

Sie sollten es aber auf jeden Fall versuchen, wenn Ihre Täterschaft völlig eindeutig ist.

§ 154a StPO ist eine Vorschrift, nach der bei mehreren Gesetzesverletzungen durch eine Tat bestimmte strafrechtliche Aspekte der Einfachheit halber ausgenommen werden können, weil sie auf die Gesamtstrafe sowieso keinen Einfluss hätten. Da muss sich dann bei Gericht keiner um Konkurrenzen, Gesamtstrafen usw. Gedanken machen. Das dient der Vereinfachung des Verfahrens und ist zu Ihren Gunsten.

https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__154a.html

Ich hoffe, ich konnte Ihnen helfen.

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Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 29 Tagen.
Vielen Dank für ihre Einschätzung. Eine Frage hätte ich noch, hätte ich eine Chance auf eine Bewährungsstrafe falls keine Geldstrafe mehr in Frage kommt?

Ich rechne hier nicht mit einer Freiheitsstrafe.

Absolute Obergrenze dürften hier 100 TS sein, wenn Sie sich absolut uneinsichtig zeigen.

Es gibt allerdings ein gewisses Gefälle nach Süden hin (strenger). Meine Erfahrungen beruhen auf Norddeutschland.

Ich wünsche noch ein schönes Wochenende.

MfG

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