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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 37770
Erfahrung:  Vertragsanwalt des Bayerischen Wohnungs- und Grundeigentümerverbandes Regensburg
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Guten Tag, ich würde gerne wissen, warum beim

Diese Antwort wurde bewertet:

Guten Tag, ich würde gerne wissen, warum beim Zugewinnausgleich die latente Ertragssteuerlast durch einen fiktiven Verkauf eines Handwerksbetriebes nicht im Anfangsvermögen berücksichtigt wird, warum wird diese nur im Endvermögen berücksichtigt? Vielen Dank
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): NRW
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein. Ich möchte nur den Hintergrund wissen.

Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Nach der Ansicht der Rechtsprechung sind die latenten Ertragssteuern bei der Bewertung Ihres Betriebes (ebenso auch bei Wertermittlung sämtlicher steuerpflichtiger Gegenstände wie Grundstücke, Wertpapiere, Lebensversicherungen) zu berücksichtigen. Auch wenn eine Veräußerung nicht in Rede steht und das Entstehen der mit ihr verbundenen Steuerverbindlichkeit völlig ungewiss ist, soll diese den Verkehrswert des Gegenstandes mindern(MüKoBGB/Koch, 8. Aufl. 2019 Rn. 12, BGB § 1376 Rn. 12).

Das bedeutet aber auch, dass die Steuern bei der Wertermittlung sowohl im Anfangsvermögen aber auch im Endvermögen zu berücksichtigen sind.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Ich würde gerne fragen, ob ich das richtig verstanden habe. Müsste eine latente Steuerlast auch im Anfangsvermögen berücksichtigt werden? Ich befinde mich in einem Scheidungsverfahren. Mein Ex-Mann kann eine latente Steuerlast von rund 300000 Euro im Endvermögen in Abzug bringen, da der Grund und Boden in der Bilanz mit 0 bzw 1 Euro angesetzt ist. Er gibt aber keine fiktive Steuerlast im Anfangsvermögen an. Ist das so korrekt? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Sehr geehrter Ratsuchender,

nein, das ist grundsätzlich so nicht richtig. Die Latente Steuerlast ist ein Teil der Wertbestimmung des Handwerksbetriebes und vom Wert des Betriebes abzuziehen. Dies unabhängig davon ob nun ein Verkauf erfolgt ist oder nicht.

Die latente Steuerlaste ist daher bei der Wertermittlung des Betriebes sowohl im Anfangs aber auch im Endvermögen zu berücksichtigen.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Ganz herzlichen Dank. Sie haben mir sehr geholfen. Dazu habe ich im Internet leider nichts gefunden. Es wird immer nur der Abzug im Endvermögen thematisiert. Gibt es Literatur/Entscheidungen, die wir (meine Anwältin und ich) als Grundlage für dieses Problem hinzuziehen können, damit die Gegenseite nicht dagegen sprechen kann?

Sehr geehrter Ratsuchender,

hier die entsprechende Fundstelle im Münchner Kommentar: (MüKoBGB/Koch, 8. Aufl. 2019 Rn. 12, BGB § 1376 Rn. 12).

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Rechtsanwalt

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 24 Tagen.
Vielen Dank, ***** ***** alles. Einen schönen Tag noch.

Gerne!

RASchiessl und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.