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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3566
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Hallo! Ich habe einen All in one PC bei Ebay über Hermes

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo! Ich habe einen All in one PC bei Ebay über Hermes versichert an einen Käufer versendet. Er kam leider beschädigt an. Er war in einem Karton mit Füllmaterial und weiterer Pappe verpackt. Er wurde mit "Vorsicht zerbrechlich" beschriftet. Der Käufer möchte die 130 Euro erstattet bekommen, Hermes lehnt Haftung ab. Ich habe aus Nettigkeit 30 € angeboten, dies wurde abgelehnt. Er muss wem was beweisen und was sollte ich nun tun?
Fachassistent(in): Welche Schritte wurden bisher unternommen?
Fragesteller(in): Ebay eingeschaltet und 30 € Kulanz meinerseits angeboten.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Käufer droht mit Prozess und Strafantrag wegen Betruges (da weiß ich, dass das unbegründet ist). Wird es überhaupt zu weiteren Schritten kommen? Kann ich jederzeit notfalls die 130 € zahlen und alles abwenden? Müsste ich seine Anwaltskosten ggf. zahlen?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Bitte teilen Sie mir ergänzend mit, ob Sie und der Käufer jeweils als Unternehmer oder Verbraucher den Kaufvertrag abgeschlossen haben.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich habe es als Privatperson verkauft. Gekauft hat es ein Mirko Schmidt, versendet habe ich an ihn unter folgender Adresse, scheinbar geschäftlich. safe pulse
sandberg 34
25524 itzehoe
Ich habe auch ein Foto der Verpackung. Ich frage mich, ob dies ausreichend war. Der PC war komplett mit Pappe umgeben.

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Gehe ich richtig in der Annahme, dass Sie die Ware hinreichend und sorgfältig verpackt haben, sodass für Sie der Schadeseintritt nicht vermeidbar gewesen ist?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich habe nach besten Wissen und Gewissen verpackt. Im Nachhinein hätte ich es natürlich nochmal anders gemacht, was aber nach dem Transport war, kann ich nicht einschätzen. Wie ist die Lage zu bewerten, wenn ich ihm 60 €, also die Hälfte des Preises anbiete? Das Display ist gerissen, das könnte man damit vielleicht reparieren. Kann er mich tatsächlich verklagen und wenn ja, wer muss wem was beweisen?

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Da Sie die Ware als Verbraucher verkauft haben, greift die Gefahrtragungsregel des § 447 BGB. Danach trägt der Käufer die Gefahr der zufälligen Beschädigung auf dem Transportweg. Kommt die Ware beschädigt beim Verkäufer an, so behalten Sie Ihren Kaufpreisanspruch.

Sie haften gemäß §§ 280, 241 Abs. 2 BGB nur für den Fall, dass Sie die Beschädigung durch Ihr Verhalten schuldhaft herbeigeführt haben. Dies wäre nur der Fall, wenn Sie die Ware vorsätzlich oder fahrlässig in einer Weise verpackt bzw. abgesandt haben, die zu dem Schaden führte. Wenn Sie die Ware jedoch hinreichend verpackt und gepolstert haben, so handelt es sich um einen Zufallsschaden, für den Sie nicht haften.

Unter Zugrundelegung dessen sehe ich keinerlei Ansprüche des Käufers gegen Sie. Sie können die Ansprüche des Käufers zurückweisen. Bieten Sie dem Käufer eine Abfindung an, so handelt es sich dabei um ein Entgegenkommen Ihrerseits, zu dem Sie nicht verpflichtet sind, welches sich jedoch als Grundlage für die endgültige Beilegung der Angelegenheit anbietet, wenn der Käufer damit einverstanden ist. Ohne dass der Käufer die Angelegenheit endgültig als erledigt betrachtet, würde ich Ihnen jedoch nicht zu irgendeiner Zahlung raten, sondern die Ansprüche zurückweisen.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
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Kianusch Ayazi und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.