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Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3567
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich benötige einen Rat von

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich benötige einen Rat von Ihnen.
Wir haben am 17.01.2020 eine Weltreise für 2 Personen im Wert von 41.518,- € im  ADAC-Reisebüro gebucht. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht abzusehen, wie sich die ganze Sache mit Corona entwickelt. Wir haben auf Grund des hohen Preises der Reise zu der bestehenden Reiserücktrittversicherung noch eine zusätzliche Versicherung für 1.815,37€, ebenfalls beim ADAC abgeschlossen.
Vor 14 Tagen haben wir die neuen Hygienebestimmungen für die Reise erhalten. Auf Grund von gelegentlich auftretenden Gelenkschmerzen, die allerdings auch schon zum Zeitpunkt der Buchung bestanden, sind wir nicht immer in der Lage an geführten Besichtigungen und Stadtrundgängen in vollem Umfang teilzunehmen. Das war bei bisherigen Reisen auch kein Problem, da wir uns jederzeit von der Gruppe absetzen konnten und auf eigene Rechnung zum Schiff zurück fahren bzw. einen Treffpunkt vereinbaren konnten. Dies ist jetzt durch Corona nicht mehr möglich, da es nur noch in der Gruppe geführte Ausflüge geben darf. Das heißt, dass wir nur an wenigen Ausflügen teilnehmen können und überwiegend auf dem Schiff eingesperrt sein werden. Somit hat die ganze Reise für uns keinen Sinn und wir möchten am liebsten stornieren. Ist das schon für die Versicherung ein akzeptabler Grund oder sagen sie, die Beschwerden haben ja schon vorher bestanden. 
Es wird jetzt auch empfohlen, dass sich Passagiere die älter als 65 Jahre sind und unter anderem auch an Bluthochdruck und Adipositas leiden, vom Arzt bescheinigen lassen sollen, dass sie an der Reise teilnehmen können. Mein Mann ist 66 und bin 65 die anderen Sachen haben wir beide. Wenn uns unser Hausarzt bescheinigt, dass diese Reise für uns nicht zu empfehlen ist, ist das dann ein Grund für die Versicherung, uns unser Geld zurück zu zahlen? Die Reise beginnt am 08.01.2022 und endet am 14.05.2022. Oder ist es versicherungstechnisch sinnvoller, noch zu warten und dann zu sagen: "Oh, jetzt geht völlig überraschend gar nichts mehr, ich brauche ein neues Hüftgelenk."
Im Mai diesen Jahres ist bei mir ein Lipödem an beiden Beinen diagnostiziert worden. ich bekam dann eine 3 wöchige Endstauung und muss jetzt wöchentlich einmal zur Lymphdrainage, die an Bord des Schiffes auch nicht angeboten wird. Ich bekomme in kürze einen Schwerbehinderten Ausweis. Wir möchten aber auch nicht, dass die Reise umgebucht wird auf ein anderes Schiff, welches diese Lymphdrainage anbietet. Wir möchten unter den jetzigen Bedingungen gar nicht verreisen. Habe Sie einen Tipp für uns, wie wir unser Geld (Anzahlung ca. 8.300,-€) zurück bekommen und auch nichts mehr zahlen müssen.Vielen Dank ***** ***** für Ihre Bemühungen.Mit freundlichen GrüßenPetra Laarß
Fachassistent(in): Um welche Art von Beschwerde geht es?
Fragesteller(in): Hallo, ich möchte mich nicht beschweren, ich brauche einen Rat von Ihnen.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Übrigens, die Sache mit dem neuen Hüftgelenk bzw. auch Kniegelenk ist nicht aus der Luft gegriffen, es ist mir schon empfohlen worden. Bis jetzt habe ich aber immer abgelehnt.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte teilen Sie mir ergänzend mit: Um was für eine zusätzliche Versicherung handelt es sich, die Sie beim ADAC abgeschlossen haben? Welche Fälle des Reiserücktritts sind Sie über Ihre Versicherungen abgedeckt? Könnten Sie mir die entsprechenden Klauseln des Versicherungsvertrags einmal mitteilen?
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Reiserücktitts-und Reiseabbruchversicherung
Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Datei angehängt (L7MS2LV)

Vielen Dank. Ich schätze Ihr Anliegen einmal ein und melde mich sodann bei Ihnen. Bis dahin bitte ich Sie freundlich um ein wenig Geduld.

Vielen Dank für Ihre Geduld.

Ich sehe für Sie gute Chancen, von der Versicherung Gebrauch zu machen. Die Versicherung definiert selbst, dass eine Krankheit an sich nicht im medizinischen Sinne schwer sein muss, um als Versicherungsfall zu gelten. Vielmehr muss der Kontext der fraglichen Reise in Betracht gezogen werden.

In Ihrem Fall sind Sie im Rahmen der Reise essenziell darauf angewiesen, zu Fuß mobil zu sein. Wenn Sie dies nicht sind, ist die Reise für Sie im Kern nicht sinnvoll. Dies lässt sich mit dem in der Versicherungspolice angegebenen Beispiel der Erkältung bei einer anstehenden Tauchreise vergleichen. Eine Erkältung ist für sich genommen kein schwerer Krankheitsverlauf, macht jedoch eine Tauchreise hinfällig. Ihr Fall ist hiermit vergleichbar.

Selbstverständlich hätte ein auszutauschendes Hüftgelenk noch mehr Durchschlagskraft. Wenn Sie eine solche medizinische Kondition geltend machen können, so würde ich Ihnen insofern unbedingt dazu raten. Wenn nicht, so stehen die Chancen meiner Einschätzung nach bereits mit der nachweislich fehlenden Mobilität zu Fuß gut, von der Reise zurückzutreten und die Versicherung in Anspruch zu nehmen.

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Kianusch Ayazi und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.