So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Rechtsanwalt Kr...
Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6709
Erfahrung:  Rechtsanwalt
36252690
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Nachbar in Reihenhaussiedlung verweigert Zustimmung zum Bau

Diese Antwort wurde bewertet:

Nachbar in Reihenhaussiedlung verweigert Zustimmung zum Bau eines Terrassendachs auf Grenze, obwohl lt. Bauamt eine Pergola auf Grenze auch ohne dessen Zustimmung erlaubt ist. Kann ich den Nachbar verklagen, weil dessen Argumente aus der Luft gegriffen sind und wir nun zurückbaten müssen weil er uns beim Bauamt angeklagt hat ?
Fachassistent(in): Über welche Art von Klage sprechen wir genau?
Fragesteller(in): privatklage, er soll vom Gericht gezwungen werden seine Zustimmung zu geben
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): das Dach ersetzt eine Markise die auf Grenze war und stört das Gesamtbild weit weniger als die alte Markise. Weißes Alu, weißer Sonnenschutz

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über das Portal JustAnswer.
Gerne helfe ich Ihnen weiter.
Bitte erlauben Sie mir zur abschließenden Prüfung noch folgende klarstellende Frage:
Wenn das Bauamt mitteilt, dass keine Zustimmung notwendig ist, benötigen Sie doch auch die Zustimmung des Nachbarn nicht.

Dann bauen Sie doch einfach das Terrassendach.

Oder wo liegt die rechtliche Thematik?
Wünschen Sie vereinfachend eine telefonische Beratung, können Sie dies über den Premiumservice hinzubuchen. Wir vereinbaren dann gerne einen Telefontermin mit Ihnen.
Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Bauamt verlangt Zustimmung von Nachbarn, da ich die 3 Meter Abstand nicht einhalte. Wenn Nachbar zustimmen würde wäre alles ok
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Können Sie mir auch antworten ohne dass ich die 51€ bezahle ?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Rückmeldung.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

In den meisten Bundesländern ist es notwendig, dass ein Terrassendach einen Grenzabstand von 3 m benötigt. Dies ist entweder der Landesbauordnung oder Nachbarschaftsgesetz festgeschrieben.

In Ihrem Fall gilt dies analog, denn sonst würde das Bauamt nicht die Zustimmung einfordern, dass die Grenze nicht eingehalten werden muss.

Sie wiederum haben sodann keine Möglichkeit, von den Nachbarn die Zustimmung gerichtlich einzufordern.

Denn der Nachbar muss ja nicht gegen sein gesetzlich gewährtest stimmen und auf den Abstand verzichten.

Eine Zustimmung im Privatrechtsweg ist nur möglich, wenn sie auch einen Rechtsanspruch hierauf haben.

Ich bedaure Ihnen keine positivere Einschätzung übermitteln zu können.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Antwort bitte per Mail senden
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Das Vorgehen ist m.M. nach nicht seriöse, da Ihre Vorgehen darauf abzielte, dass in den Anrufservice buche

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Sie haben keinerlei Handhabe, Ihren Nachbarn zu verklagen. Er hat Sie nur beim Bauamt angezeigt. Das ist zulässig. Hinzu kommt, dass er leider im Recht ist.

Ein Terrassendach muss baurechtlich den Mindestabstand von 3 m zur Grundstücksgrenze einhalten. Das ist in den Landesbauordnungen so geregelt. Die Marquise war an der Grenze zulässig, weil sie nicht als Bauwerk gilt. Sobald das Terrassendach aber verbaut ist, führt beauerlicherweise kein Weg an dem Mindestabstand vorbei außer der Zustimmung des Nachbarn.

Einen Schadenersatzanspruch können Sie bei dem Nachbarn nicht geltend machen. Sie haben keinen Anspruch darauf, dass der Nachbar zustimmt. Er darf auf den Mindestabstand pochen, ohne dafür schadenersatzpflichtig zu sein. Und er muss seine ablehnende Haltung auch nicht begründen.

Der Umstand, dass Ihr jetziges Dach sich besser in das Gesamtbild fügt, bringt Sie auch nicht weiter. Das ist kein Grund, die Regelungen zum Mindestabstand auszuhebeln.

Ich bedauere außerordentlich, Ihnen keine für Sie günstigere Auskunft geben zu können.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6709
Erfahrung: Rechtsanwalt
Rechtsanwalt Krüger und 2 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.