So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Kianusch Ayazi.
Kianusch Ayazi
Kianusch Ayazi, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 3527
Erfahrung:  Rechtsanwalt
106185746
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Recht & Justiz hier ein
Kianusch Ayazi ist jetzt online.

Hallo, es geht um folgendes: Ich habe Anfang 2021 eine Frau

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, es geht um folgendes:

Ich habe Anfang 2021 eine Frau kennengelernt, mit der ich auch zusammen gekommen bin. 
Da ich mich in einer schwierigen Situation befand hatte sie mir mit 3.500€ geholfen, mir überwiesen. 

Nun habe ich heute Post bekommen von ihrem „Anwalt“ mit der bitte diesen Betrag von 3.500€ bis zum 15.09.2021 zu überweisen, in dem Brief heißt es: 

„Meine Mandantin hat mir mitgeteilt und auch belegt, dass sie ihnen insgesamt 3.500€ überwiesen hat, mit der Maßgabe, dass dieses Geld durch Sie erstattet werden sollte. 
Eine Erstattung hat bis zum heutigen Zeitpunkt nicht stattgefunden. Ich habe Sie aufzufordern, den vorgenannten Betrag unverzüglich, spätestens bis zum 15.09.2021 zu überweisen“ 

Nun zu unserer Situation: 

Wir haben nichts vertraglich festgehalten, wir haben auch nichts konkretes ausgemacht, es hieß lediglich nur:“ Wenns wieder besser läuft, kannst du den Betrag einfach zurück überweisen“

Nun geht sie mit Anwalt vor, weil sie vermutlich mit der Trennung nicht klar kommt, und sauer ist, wie soll ich nun darauf reagieren? 

Beweise gibt es ja schließlich nicht?
Fachassistent(in): Haben Sie einen Kaufbeleg oder eine Rechnung?
Fragesteller(in): Nein.
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): Nein.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Bitte gedulden Sie sich ein wenig, während ich Ihre Anfrage bearbeite.
Mit freundlichen Grüßen
Kianusch Ayazi, LL.B. (Bucerius Law School)
- Rechtsanwalt -

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ok.

Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Sind Zeugen vorhanden, die die Vereinbarung zwischen Ihnen hinsichtlich des Geldes mitbekommen haben?

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Vielleicht ihre Schwester im Nachhinein (Von ihrer Familie) durch Erzählungen von ihrer Seite aus, oder was meinen Sie genau?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Achso ne, die Vereinbarung NICHT NEIN, im Nachhinein nach der Trennung nur.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Sie hatte es keinen erzählt.

Ich verstehe. Vielen Dank für Ihre Nachricht.

Wenn die Dame Ihnen Geld ausgezahlt hat und Sie vereinbarten, dass Sie es zu irgendeinem späteren Zeitpunkt zurückzahlen würden, so ist zwischen Ihnen ein Darlehensvertrag im Sinne des § 488 BGB zustande gekommen. In der Folge müssen sich beide Parteien an das Abgesprochene halten. Wenn die Dame Ihnen zugesichert hat, dass Sie das Geld erst zurückzuzahlen haben, wenn sich die Lage bessert, so sind Sie beide hieran gebunden.

Problematisch ist allerdings, dasss Sie diese Absprache nicht nachweisen können, wenn sie nicht schriftlich festgehalten wurde und auch keine Zeugen vorhanden sind. Insofern gilt - wenn Ihnen der Beweis nicht gelingt - die Grundregel des § 488 Abs. 3 BGB, wonach der Darlehensgeber, d.h. die Dame, das Darlehen mit einer Frist von drei Monaten kündigen kann. Sie müssen ihr danach das gesamte Geld zurückzahlen. Sofort müssen Sie ihr das gesamte Geld jedoch nicht zurückzahlen.

Insofern empfehle ich Ihnen, dass Sie den Anwalt auf die Absprache hinweisen und ihm zusichern, dass Sie das Darlehen entsprechend Ihrer Absprache mit der Dame zurückzahlen, wenn sich die Lage bei Ihnen bessert.

Wenn die Dame auf frühere Rückzahlung besteht, müssen Sie jedoch damit rechnen, das Darlehen nach Ablauf der dreimonatigen Kündigungsfrist zurückzahlen zu müssen. Um einen Rechtsstreit zu vermeiden, können Sie anbieten, dass man sich auf eine Ratenzahlung einigt, die für beide Parteien angemessen ist.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
Bitte geben Sie eine Bewertung (3-5 Sterne) durch Anklicken der Bewertungssterne ab. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Aber es ist doch Indemfall aussage gegen aussage, und könnte dagegen vorgehen und sagen das es Geschenkt war, und ihr indemfall das geld irgendwann zu überweisen?

Das ist richtig, das können Sie behaupten. Sie teilten mir jedoch zuvor mit, dass Sie sich auf die Rückzahlung geeinigt haben, insofern beruhte meine Auskunft auch darauf.

Als Anwalt kann ich Ihnen nicht zum Lügen raten, sondern muss Ihnen eine Rechtsauskunft auf Grundlage der wahren Tatsachen erteilen.

Bitte abschließend noch bewerten. Vielen Dank.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Was genau meinen Sie mit "Drei monatiger Kündigungsfrist" ?

Das haben ich Ihnen bereits oben mitgeteilt, bitte lesen Sie sich den o.g. Nachrichtenverlauf durch.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
die Grundregel des § 488 Abs. 3 BGB, wonach der Darlehensgeber, d.h. die Dame, das Darlehen mit einer Frist von drei Monaten kündigen.
Das verstehe ich nicht ganz, können Sie mir das bitte genauer erläutern?

Gern. Das Gesetz sieht vor, dass wenn keine anderweitige Absprache zur Rückzahlung des darlehens bewiesen werden kann, eine dreimonatige Kündigungsfrist greift. D.h. drei Monate, nachdem der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer mitteilt, dass er das Geld zurückgezahlt haben möchte, muss der Darlehensnehmer das Geld aufeinmal zurückzahlen.

Konnte ich Ihnen damit behilflich sein?
Bitte geben Sie eine Bewertung (3-5 Sterne) durch Anklicken der Bewertungssterne ab. Vielen Dank!

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Verstehe, indemfall kann die Dame ja auch nicht beweisen, das ich das zu dem und dem zeitpunkt zurückzahlen muss. daher verstehe ich nicht, warum sie im recht ist, verstehen Sie was ich meine?

Ich verstehe absolut, was Sie meinen.

Wenn der Dame der Beweis nicht gelingt, dass Sie einen Darlehensvertrag haben, dann kann sie auch kein Geld von Ihnen zurückfordern.

Wie bereits gesagt, erteilte ich Ihnen meine Auskunft auf Grundlage Ihrer Sachverhaltsschilderung. Wenn Sie vor Gericht die Existenz eines Darlehensvertrags bestreiten und die Dame diesen nicht beweisen kann, so wird sie verlieren.

Bitte abschließend noch bewerten. Vielen Dank.

Kianusch Ayazi und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Ich hätte noch kurz eine Frage: Warum ist in dem Brief eine Vollmacht angefügt vom 07.05.2021? Heute ist der 07.09.2021
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Also der versendete Brief vom 07.09.2021

Das kann ich Ihnen nicht sagen, dies ist aber auch rechtlich unerheblich, da eine Vollmacht nicht verfällt.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Also gabs da im Hintergrund oder so kein Prozess der exakt 4 Monate: 07.05 - 07.09 gebraucht hat, oder sonstiges?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Besser gefragt: Also wenn ich jetzt jemanden mit meinem Anwalt kontaktieren möchte, geht das innerhalb von Tagen?

Das kommt auf den Anwalt an, ich kann Ihnen hierzu keine verbindliche Auskunft erteilen. Ich kenne die Hintergründe der Mandatierung des Anwaltes Ihrer Ex-Partnerin nicht.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Aber wenn ich jetzt jemanden mit meinem Anwalt kontaktieren möchte, geht das innerhalb von Tagen, richtig?

Jawohl.

Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Noch eine kurze Frage: Wenn ich jetzt vorerst nicht drauf reagiere was sind die konzuquenzen? WIe lange habe ich zeit das der Fall "ernst" wird?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Das ist meine Letzte Frage.
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Also wie läuft so ein Prozess im Regelfall ab?
Kunde: hat geantwortet vor 10 Tagen.
Verstehen Sie was ich meine?