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RATraub
RATraub, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 18685
Erfahrung:  Rechtsanwalt
88853042
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RATraub ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, unser ehemaliger Verwalter

Diese Antwort wurde bewertet:

Sehr geehrte Damen und Herren,
unser ehemaliger Verwalter war größtenteils untätig, der Vertrag wurde nicht erfüllt, die Durchführung einer EV erfolgte erst nach Fristsetzung. Wir haben uns einvernehmlich getrennt, die Abrechnung sollte noch erstellt werden. Eine solche haben wir jetzt erhalten, mit ca. 5000 € Differenz in den Belegen und nachweislich ca. 800 € fehlenden Geldes, welches inzwischen, zumindest z.T., zurückgezahlt wurde. Die Aufforderung zur Nachbesserung blieb unbeantwortet. Die Abrechnung wurde vom Beirat erstellt und steht nun zur Beschlussfassung. Kann dem Verwalter diese Aufwendung in Rechnung stellen und wenn ja, in welcher Höhe? Kann der Verwaltervertrag rückabgewickelt werden? Die Erlaubnis nach 34c GEWO fehlt.
Vielen Dank. KH
Fachassistent(in): Gibt es gemeinsame Kinder oder Eigentum?
Fragesteller(in): ja
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): nein

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),
vielen Dank für Ihre Anfrage über JustAnswer.
Ich habe den von Ihnen geschilderte Sachverhalt geprüft.
Die Rechtslage ist aufgrund Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt einzuschätzen.

Wenn eine Abrechnung nicht korrekt erstellt wurde und der Hausverwalter bereits ausgeschieden ist, ist es normalerweise Aufgabe des neuen Hausverwalters, auch die alte Abrechnung zu erstellen. Dies ergibt sich aus §§ 27 f. WEG.

D. h. im Umkehrschluss, dass es nicht Aufgabe des Beirates ist, eine Abrechnung zu erstellen. Somit kann er auch hierfür verbundene Aufwandskosten nicht geltend machen. Der Beirat ist lediglich Kontrollorgan des Verwalters.

Eine Rückabwicklung des Verwaltervertrages wegen der fehlenden Genehmigung ist meines Erachtens nicht möglich. Gleichwohl kann dies unter Umständen weitere Schadensersatzansprüche begründen.

Einfachere bzw. tiefergehendere Klärung kann über ein Telefonat erfolgen.
Ein solches ist über den Telefon-Premium-Service-Button hinzubuchbar.
Wenn Ihnen die Ausführungen weitergeholfen haben, geben Sie bitte eine positive Bewertung ab (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen).
Selbstverständlich können Sie auch nach der Abgabe einer positiven Bewertung noch nachfragen.
Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

RATraub und 5 weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 15 Tagen.
Sehr geehrter Herr Traub, vielen Dank für die Beantwortung meines Anliegens. Sie haben Schadensersatzansprüche erwähnt. Was könnte die WEG aus den nicht erbrachten Leistungen des Verwaltervertrages und der fehlenden Erlaubnis geltend machen? Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen KH

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

nur solche Beträge können als Schadensersatz geltend gemacht werden, welche der WEG auch tatsächlich entstanden sind.

Das sind in den entsprechenden Fällen eben die Kosten, welche durch die zusätzliche Abrechnungserstellung durch einen neuen Hausverwalter entstehen. Ebenso die weiteren Kosten, welche mit der Fehlerbeseitigung bezüglich der Maßnahmen des vormaligen Hausverwalters verbunden sind.

Diese müssen jedoch auch gesetzlich begründet werden und hierdurch in der Regel durch die jeweiligen fachkundig beauftragten Person ausgelöst worden sein.

Alternativ können Sie sich versuchen, dem Hausverwalter auf eine pauschale Abgeltung der Schäden zu einigen.

Mit freundlichen Grüßen
-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 14 Tagen.
Guten Morgen Herr Traub, vielen Dank. Eine Frage habe ich noch: Es ist eine Fristsetzung mit Ankündigung einer Erstellung durch Dritte erfolgt. Bedarf es eines Beschlusses der Eigentümer über die Beauftragung oder reicht der Beschluss über die Abrechnungsspitze aus? Wäre, wenn benötigt, ein nachträglicher Beschluss über die Beauftragung Dritter möglich? MfG KH