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ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
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Erfahrung:  Rechtsanwalt
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, ich habe im März 2016 einen Vertrag in einem

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo,
ich habe im März 2016 einen Vertrag in einem Fittnessstsudio in Bad Frankenhausen/Thüringen abgeschlossen - Mitgliedsbeiträge wurden bezahlt von meinem jetztigen Exfreund. Aus beruflichen Gründen bin ich im August 2016 nach Hamburg umgezogen. Habe dann den Vertrag gekündigt. Da ich mich im gleichen Zug von meinem Exfreund getrennt habe, hat dieser die ausstehenden Raten bis zum ordentlichen Vetragsende nicht bezahlt. Ich wusste dies nicht und wurde dann von einem Inkassobüro angeschrieben - dann habe ich Gesamtforderung bis zum Vertragsende in 2017 abgezahlt. Seitdem habe ich nichts mehr von dem Fitnessstudio gehört.Am 16.07.21 habe ich eine Mail von einem Inkassounternehmen erhalten, ich solle mich bei diesem Melden damit sie zwischen mir und deren Mandenten vermitteln können - letztlich wollten diese nur meine aktuelle Adresse haben.Ich habe am 20.07.21 ein Schreiben von einem Anwalt erhalten, dass ich letztmalig bis zum 23.07.21 Gelegenheit bekomme, die Zahlung der offenen Gesamtforderung von 1.695,67 beizulegen. Ansonsten werden gerichtliche Maßnahmen eingeleitet. In der Forderungsaufstellung sind Mitgliedsbeiträge von 10-07-19 bis 30-06-20 aufgelistet samt Mahnspesen, Inkassovergütungen, Regisanfragen, Auslagenpauschalen etc.. Ich habe nie eine MAhnung, Anruf oder ähnliches dazu von dem Fitnessstudio oder Inkassobüro erhalten.Ich habe Anfang diesen Jahres die Kündigungsbestätigung des Fitnessstudios entsorgt, da ich davon ausgegangen bin davon nie wieder etwas zu hören. Kündigung war ja in 2017 durch. Kann ich hier irgendwie gegen vorgehen? Wenigstens einen Vergleich oder ähnliches?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Zunächst einmal können Sie sich bezüglich sämtlicher Forderungen, die vor dem 01.01.2018 angefallen sind, ausdrücklich auf die Einrede der Verjährung aus § 214 BGB berufen, denn diese Forderungen sind bereits verjährt!

Für die überigen Forderungen gilt leider, dass diese rechtlich nicht zu beanstanden sind, wenn Sie die seinerzeitige Kündigung nicht unter Beweis stellen können.

Hierbei müssen Sie nicht nur die Kündigung als solche in Nachweis bringen, sondern den Zugang der Kündigung bei der Gegenseite, denn nur bei tatsächlichem Zugang entfaltet eine Kündigung Rechtswirksamkeit.

Können Sie dies nicht, so bestehen die geltend gemachten Forderungen zu Recht, denn für die Zahlung der jeweiligen Beiträge war ein vertraglicher Termin festgesetzt mit der Folge, dass Sie ohne weiteres in Verzug geraten sind (§ 286 BGB). Es bedurfte also keiner Mahnung.

Allerdings besteht jederzeit die Möglichkeit, einen Vergleich mit der Gegenseite abzuschließen, der eine Ratenzahlungsvereinbarung vorsehen kann, die auf Ihre finanziellen Möglichkeiten Rücksicht nimmt.

Sie sollten diesbezüglich das Gespräch mit der Gegenseite suchen.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine erfreulichere Rechtsauskunft übermitteln zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

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Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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