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Rechtsanwalt Krüger
Rechtsanwalt Krüger, Rechtsanwalt
Kategorie: Recht & Justiz
Zufriedene Kunden: 6602
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Rechtsanwalt Krüger ist jetzt online.

Hallo, ich habe eine Frage zum § 12 Abs. 2 Nr. 7a UStG.

Diese Antwort wurde bewertet:

Hallo, ich habe eine Frage zum § 12 Abs. 2 Nr. 7a UStG.
Fachassistent(in): In welchem Bundesland leben Sie?
Fragesteller(in): Hessen
Fachassistent(in): Vielen Dank. Gibt es noch weitere Details, die Sie dem Anwalt mitteilen wollen?
Fragesteller(in): ja, im Rahmen des Projektstipendiums "hessen innovativ neu eröffnen" habe ich einen Kunstfilm produziert. Für diesen Film habe ich einen Schauspieler beauftragt, der mir 19 % Mehrwertsteuer berechnet hat. Kann er auch 7 % berechnen, obwohl er bei seinen sonstigen Buchungen 19 % berechnet?
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
https://www.youtube.com/watch?v=Ngugf3oVq4U hier können sie einen Einblick erhalten. Denn wenn der Schauspieler berechtigt ist 7% zu nehmen, wären es dann auch alle anderen Künstler, die an diesem Projekt beteiligt sind?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

§ 12 Abs. 2 Nr. 7a UStG passt nicht. Dort ist geregelt, dass die Eintrittsgelder für Theateraufführungen etc. nur einem Umsatzsteuerbetrag von 7% unterliegen. Die Leistung eines Schauspielers ist davon nicht erfasst. Wenn der Schauspieler also umsatzsteuerpflichtig ist, muss er den normalen Steuersatz in Rechnung stellen, hier also die 19%.

Etwas anderes könnte gelten, wenn der Schauspieler für eine öffentlich-rechtliche Einrichtung wie für z.B. ein Theater einer Stadt tätig wäre. Dann könnte einer Steuerbefreiung gem. § 4 Nr. 20 a UStG vorliegen. Aber das trifft auf Ihren Fall nicht zu.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank für ihre Antwort. Allerdings hat mich dieses Bsp. auf iww.de zum Hoffen gebracht. Liegt das nicht auch bei mir vor?
https://www.iww.de/pfb/archiv/kuenstlerbesteuerung-umsatzbesteuerung-von-kuenstlern-f27089 Die „einfache“ Lesung eines Schriftstellers unterliegt dem allgemeinen Steuersatz von 19 %(...) Wird eine Lesung (ohne Publikum) jedoch von einer Fernsehanstalt aufgezeichnet und ausgestrahlt, so liegt der Schwerpunkt der Leistung des Schriftstellers in der Einräumung der urheberrechtlichen Nutzungsrechte. Die Lesung selbst teilt als unselbstständige Nebenleistung das Schicksal der Hauptleistung (hier die Einräumung des Nutzungsrechts). Beide Leistungen unterliegen dann dem ermäßigten Steuersatz von 7 %.

Danke für Ihre Rückmeldung.

Das hilft Ihnen auch nicht weiter. Es geht in Ihrem Fall nur um das Einkaufen der schauspielerischen Dienstleistung. Der Schaupspieler überträgt Ihnen, anders als der Autor eines Buches bei einer Lesung für eine Aufzeichnung, keine Nutzungsrechte. Er ist urheberrechtlich gar nicht beteiligt an Ihrem Film. Sie sind der Autor des Films und Inhaber aller Nutzungsrechte daran.

Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Vielen Dank, ***** ***** Mein Filmpartner und Kameramann, hat tatsächlich 7 % berechnet. Letzte Frage: Musiker, die an der Erstellung des Audios beteiligt waren, müssen demnach auch 19 % abrechnen, weil ich ihre Leistung kaufe? Das es ein staatlich gefördertes Stipendium ist, spielt dabei keine Rolle nehme ich an.

Wenn die Musiker nur Musik einspielen, müssen diese 19% in Rechnung stellen. Wenn sie aber auch die Musik geschrieben haben, wäre es vergleichbar mit der Lesung eines Autors nur für eine Aufzeichnung, ohne Publikum. Denn dann wäre der Schwerpunkt Ihrer Vergütung für die Nutzungsrechte an der Musik und damit anders zu versteuern.

Rechtsanwalt Krüger und weitere Experten für Recht & Justiz sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 18 Tagen.
Danke:)

Sehr gerne! Es freut mich, wenn ich helfen konnte.

Alles Gute!